Tagesarchiv für 17. Januar 2012

RT im Kino

Verblendung (US)

Dienstag, den 17. Januar 2012

Also, die Handlung von “Verblendung” ist… ach, wieso soll ich das alles noch mal aufschreiben, wo es doch hier schon steht.
Etwas mehr als zwei Jahre nach der schwedischen Verfilmung von “Verblendung” läuft nun die US-Version in unseren Kinos. Die Amis haben es nicht so mit ausländischen Filmen, vor allem, wenn sie untertitelt sind. Dann drehen sie den Stoff lieber noch mal.
Diesmal ist es David Fincher, der sich an den Stoff wagte, an den ersten Teil der Millennium-Trilogie.

Wer das Original kennt – es vielleicht sogar zweimal gesehen hat -, der wird sich in der US-Version unglaublich langweilen. Denn sie hat tatsächlich nichts Neues zu erzählen. Wieso auch.
Aber sie ist auch nicht wirklich besser. Es ist Unsinn, wenn Filmkritiker behaupten, man sähe es, dass die schwedische Version fürs Fernsehen gemacht wurde und das bei Finchers Film ganz anders sei. Okay, der Fincher-Vorspann ist opulenter. Aber sonst ist wenig anders.
Auch die schwedischen Darsteller können mehr überzeugen. Michael Nyqvist nimmt man den Reporter Blomkvist eher ab als Daniel Craig. Noomi Rapace als Lisbeth Salander ist sehr viel überzeugender als Rooney Mara. Rapace sind die Brüche in Lisbeths Biografie viel mehr anzusehen, ihre Trauer, ihre Wut, das kommt bei ihr besser rüber.
Es kann gut sein, dass man das anders sieht, wenn man zuerst die US-Version sieht.

Eigentlich würde Finchers Film ganz sicher mehr Punkte bekommen. Aber die Vergabe ist natürlich rein subjektiv, und ich habe mich zeitweise wirklich sehr gelangweilt. Und für Langeweile gibt’s halt Abzüge, aus welchen Gründen auch immer.

5/10

RTelenovela

Mitreden – Der Brunchtalk (1)

Dienstag, den 17. Januar 2012
Tags: , , , ,

Die erste Ausgabe von “Mitreden – Der Brunchtalk” ist Geschichte, und ich wage zu behaupten, dass sie gelungen ist.

Die “Tiefste Provinz” in Kremmen war schon am Tag davor ausverkauft. Als ich gut 50 Minuten vor Beginn dort war, schien ich einer der Letzten gewesen zu sein. Obwohl erst für 10.30 Uhr angekündigt, muss das Brunchbüfett schon ab 10 Uhr gestürmt worden sein.
Wir haben unterdessen noch mal unseren Auftritt durchgesprochen. Unser großes Ziel war, diese Talkshow, die es ja vor einigen Jahren schon mal gab, aufzulockern. Dazu gehörte nicht nur der Brunch, sondern auch, dass es rund um den Talk mehr Aktionen gab.
So riefen wir anfangs nicht gleich die Gäste auf die Bühne. Wir plauderten über den Brunchtalk, über Herrn Wulff und gute Vorsätze. Es sollte eine Art kleiner Stand up werden. Das hat ganz gut funktioniert.

Auch der Rest. Unsere Gäste waren allesamt locker. Rainer Grieger, der Chef der Oranienburger Polizeischule erzählte von seinen Flugkünsten, und das extrem unterhaltsam. Der Koch Frank Buthmann aus Linum war durch seine Kocheinlagen sowieso ein abwechslungsreicher Gast. Auch der Schauspieler Jürgen Heinrich präsentierte sich auf hochsympathische Art und Weise. Ganz ohne Gage reiste er nach Kremmen und schien ehrlich begeistert von der Location gewesen zu sein. Er berichtete über seine erste Liebe, aus der leider nichts geworden ist.

Interessanterweise war ich direkt vor der Talkshow nicht sehr aufgeregt. Das lag vielleicht daran, dass mir der Ort ja schon recht vertraut war. Oder auch daran, dass der Talk recht zwanglos begann und ich gar keine Zeit für Lampenfieber hatte.
Dass der Talk an vielen Stellen anders verlief, als wir uns das vorher überlegt haben, dass die von uns erdachten Aktionen oftmals spontan hin- und hergeschoben wurden – das hat garantiert niemand bemerkt. Aber es hat Spaß gemacht, sich mit meinem Kollegen Dietmar Ringel die Bälle zuzuwerfen. Zu sehen, dass sich das Publikum unterhalten fühlt. Und überhaupt auch selbst diese Talkshow zu verfolgen. Andererseits ist man mit den Gedanken immer beim Ablauf der Show. Und was wollte ich Jürgen Heinrich noch alles fragen?

Danke an alle, die da waren. Danke an alle, die beim Brunch geholfen haben. Danke an Andreas Dalibor, der sich um alles kümmert. Danke an die Gäste. Und danke an Dietmar.
Der Spaß geht weiter: Am 1. April kommt Entertainer Achim Mentzel zu uns ins Kremmener Theater. Und das ist kein Aprilscherz!

-> Fotos