Tagesarchiv für 23. November 2011

aRTikel

Gehört: Das Ziel ist Berlin

Mittwoch, den 23. November 2011
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CD: Debüt von Jazzica Nabis aus Birkenwerder

MAZ Oranienburg, 23.11.2011

Jazzica Nabis: „Ohne Karte & Ziel“.
Dass die Musiker aus Birkenwerder ohne Ziel sind, wie es im Titel ihres Debütalbums heißt, stimmt nicht so ganz. Denn gleich ihr zweiter Song handelt von Berlin. „Ick lieb meen Berlin, die schönste Hauptstadt der Welt“, singt Lars Hünerfürst, der Frontmann von Jazzica Nabis.

Seit Anfang 2009 gibt es die Gruppe, zu der auch Thomas Kolarczyk (Kontrabass), Philipp Kubiak (Gitarre), Max Liesegang (Schlagzeug) und Friedrich Mechner (Saxophon) gehören. Von Anfang an stand fest, dass im Bandnamen der „Jazz“ vorkommen muss. Das heißt jedoch nicht, dass Jazzica Nabis nur Jazz machen. Die elf Titel auf ihrem Album sind poppig und verspielt. Schon der Einstiegssong „Stadtgeflüster“ geht richtig ab. „Wir drehen die Musik laut, bis der Nachbar an die Wände haut“ ist gleichzeitig das Motto für die Hörer der von Felix Gebauer im Berliner KMA-Studio produzierten CD. Doch die „Jazzicas“ schlagen auch ernstere Töne an. In „Augen auf“ erzählen sie von Menschen, die mit vielen Sorgen umherlaufen. In „Letter to the Editor“ erinnern sie an die Nachrichtenaufreger der vergangenen Zeit und singen: „Ich hab’ das alles so satt.“ Hünerfürst und seine Mitstreiter haben gute Arbeit geleistet. „Ohne Karte & Ziel“ ist ein abwechslungsreiches Album, das man gern von Anfang bis Ende hört.

Wenn ihr das Album haben möchtet, schreibt eine E-Mail an info@jazzica-nabis.de.

Hits: 34

RTZapper

Wie krank macht die Bundesliga?

Mittwoch, den 23. November 2011
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MO 21.11.2011 | Bild

“Wie krank macht die Bundesliga?”, fragt die Bild am Montag in ihrem Sportteil. Anlass ist der Selbstmordversuch des DFB-Schiedsrichters Babak Rafati.
Die Zeitung zählt Sportler und Funktionäre auf, die an Depressionen leiden, die ihren Job aufgeben mussten oder, wie im Fall von Robert Enke, Selbstmord begingen.

In einem kleinen Artikel schreibt “Bild-Experte Christian Kitsch” über den Schiedsrichter: Die Wahl zum schlechtesten Schiri habe ihn hart getroffen.
Ja, das kann man anprangern. Die Wahl zum schlechesten Schiri ist arschig. Aber ist denn die Bild besser? Oder viele andere Zeitungen, die sich mit Fußball beschäftigen? Müssen wirklich alle Fußballer und Schiris nach einem Spiel benotet werden, mit einer 6 bestraft werden, wenn es nicht so gut lief?
Wer jetzt sagt: Jeder wird ständig benotet und in der Schule sowieso – dann ist das ein Unterschied. Die Note wird nicht in der Schülerzeitung verkündet.

Eine Seite vorher ist die Bild übrigens ganz kleinlaut, auch wenn es erst mal nicht so scheint. “Der mutigste Pfiff des Jahres”, heißt es da. Und weiter: “Schiri korrigiert Tor-Entscheidung und hat recht!”
Na, so was. Deshalb hat die Bild wohl auch die Note für den Schiri geändert. Am Sonntag bekam er für sein Gepfeife – das die Bild am Sonntag noch für mies hielt – eine glatte 6. Einen Tag danach der Lobtext und die Korrektur: von 6 auf 3.
Was für Heuchler.

Hits: 33