Tagesarchiv für 16. Oktober 2011

RTelenovela

Bahnbekanntschaften (54): Zurückbleiben … bitte!

Sonntag, den 16. Oktober 2011
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(53) -> 14.7.2011

So richtig gut ist die Lautsprecherakustik auf dem Berliner Hauptbahnhof nicht. Der Mann, der neulich auf dem S-Bahnsteig für die Ansagen zuständig war, schien sich dieser Tatsache bewusst gewesen zu sein. Denn seine Ansagen waren außergewöhnlich deutlich.

Sie waren so deutlich, dass es fast angsteinflößend war. “Nach Aaaaahrensfeeeldeee… Zurückbleiben… bit – te.” Zwischen den Wörtern “Zurückbleiben” und “Bitte” vergingen jeweils fast zwei Sekunden. “Bitte” klingt normalerweise nach einer Höflichkeit, im Falle dieses Sprechers wirkte sie wie eine üble Drohung. Die Stimme klang so ähnlich wie die, die bei Oberhavel TV die Sportberichte runterleiert.
Kein Wunder, dass sich die Menschen irritiert und dann belustigt ansahen.

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RT im Kino

Wie ausgewechselt

Sonntag, den 16. Oktober 2011

Ich wollte, ich könnte so leben wie du.
Den Spruch kennen wir. Haben wir bestimmt schon mal gedacht, wenn wir uns mit dem Freund oder der Freundin unterhalten haben.
David Dobkin zeigt uns in seinem Film “Wie ausgewechselt”, was passiert, wenn dieser Wunsch tatsächlich mal in Erfüllung geht.

Mitch (Ryan Reynolds) führt ein … andere würden sagen: Lotterleben. Ab und zu nimmt er einen Schauspieljob an und verdient so viel, dass er sich ein friedliches Leben gönnen kann. Eine Junggesellenbude, viele Frauen und … ja, sehr viele Frauen. Und Partys. Und Frauen.
Dave (Jason Bateman) ist erfolgreicher Anwalt, hat eine Frau nd drei reizende Kinder. Und keine Zeit. Jedenfalls keine für wirkliche Aktivitäten außerhalb seines Jobs oder seiner Familie.
Mitch und Dave sind schon seit Ewigkeiten Freunde, haben sich aber mit der Zeit auseinander gelebt. Und beide sind sie irgendwie neidisch auf das Leben des anderen.
Aber wie der Zufall es will: Eines Tages wacht Dave auf und befindet sich in Mitchs Körper. Und umgekehrt.

Die beiden sind “Wie ausgewechselt”. Mitch muss nun tatsächlich Daves Leben leben. Und muss erkennen, dass er plötzlich Verantwortung übernehmen muss, dass die Party vorbei ist. Dave merkt zwar, wie armselig er Mitchs Leben und das, was er so tut oder nicht tut, findet – aber irgendwie findet er Gefallen daran, auch mal nichts zu tun, sich Zeit zu nehmen.
David Dobkins Komödie bietet mehr als Gags rund um die Wechselstory. Denn die beiden Männer werden mehr und mehr nachdenklich. Die Geschichte dreht sich darum, was man aus seinem Leben machen will und kann.
Wenn Dobkin dann auch noch auf seine Fäkalwitzchen verzichtet hätte (in weiten Spritzern kackende Babys), dann wäre das alles noch viel besser geworden.

8/10

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ORA aktuell

Verkehr: Kremmener Straße ist bombenfrei

Sonntag, den 16. Oktober 2011
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Die Kremmener Straße in Oranienburg ist nun ganz offiziell bombenfrei. Ab Montag fährt der Bus 824 wieder auf seiner eigentlichen Tour – über die Breite Straße, Havel- und Kremmener Straße. Auch das Tempo 30 ist wieder aufgeboben, es gilt wieder Tempo 50.

Demnächst sollen die André-Pican-Straße und die Saarlandstraße abgesucht werden. Auch in der Robert-Koch-Straße wird noch gesucht. Bislang wurde bei derartigen Bombensuchen jedoch noch nichts gefunden, obwohl entsprechende Gutachten ein extrem hohes Gefahrenpotenzial sahen.

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RTZapper

Rosenstolz: Wir sind am Leben

Sonntag, den 16. Oktober 2011
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SA 15.10.2011 | 21.21 Uhr | ProSieben

“Wir sind am Leben” sangen Anna R. und Peter Plate von Rosenstolz am Sonnabend in “Schlag den Raab” bei ProSieben.
Nur leider sah es gar nicht so aus, als seien sie am Leben.

Nach langer Pause und dem Burnout von Peter Plate meldet sich Rosenstolz ins Business zurück. Sie haben wieder Bock, sagen sie.
Warum aber sah dann der Auftritt in der ProSieben-Show so unfassbar lustlos aus? Anna R. bewegte eher unzureichend ihre Lippen zum Playback. Livegesang konnte das jedenfalls nicht sein, es passte einfach nicht. Ihre Augen sahen verbiestert aus. Während des ganzen Songs hielt sie sich krampfhaft in ihrem Mikro fest, bewegte sich keinen Zentimeter vom Fleck.
“Wir sind am Leben” sieht anders aus.

Peter Plate tanzte gleichzeitig ebenso lustlos am Piano herum. Sein Gesicht zeigte völlige Abwesenheit. Ein großes Nichts.
“Wir sind am Leben” sieht anders aus.

Der Rosenstolz-Auftritt bei “Schlag den Raab” hieß zwar “Wir sind am Leben”, sah aber aus wie “Wir verabschieden uns noch mal für drei Jahre”.
So schön das Lied ist, mit solchen lustlosen, mies choreografierten Auftritten und einfach nur lustlos abspultem Mist können die beiden auch gleich wieder zu Hause bleiben.

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ORA aktuell

Bibliothek: CDU und FDP gegen Standort an Nehringstraße

Sonntag, den 16. Oktober 2011
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Die CDU-FDP-Fraktion in Oranienburg will keine Bibliothek in der der Nehringstraße. Sie ist gegen eine Bebauung näher als 50 Meter an der Havel. Stattdessen will sie die neue Bibliothek als Kopfbau zwischen Breite und Berliner Straße – dort, wo einst das Hotel Eilers und später die Staatsbank stand.

Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) wies am Freitag gegenüber der Presse darauf hin, dass die Stadtverordneten am 26. September für den Standort an der Nehringstraße stimmte – es gab nur drei Gegenstimmen.

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RTZapper

Schlag den Raab: Steven Gätjens dritter Streich

Sonntag, den 16. Oktober 2011
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SA 15.10.2011 | 20.15 Uhr | ProSieben

Steven Gätjen ist der falsche Mann für “Schlag den Raab”. Das ist nach der dritten Show, die er am Sonnabend bei ProSieben moderierte, klar. Er musste einspringen, nachdem sich Matthias Opdenhövel entschloss, zur ARD zu gehen.

Wer “Schlag den Raab” moderiert, muss schlagfertig sein. Er muss Geduld haben und Humor. Er muss distanziert und doch voll dabei sein. Er muss sich um seine Kandidaten kümmern.
All das macht Steven Gätjen nicht. All das kann er nicht.
Steven Gätjen ist humorlos. Von Schlagfertigkeit ist er meilenweit entfernt. Geht etwas nicht nach seinem Kopf, weist er Raab und den Kandidaten barsch zurecht. Gätjen ist rechthaberisch. Ihm fehlt die augenzwinkernde Führungsqualität. Stattdessen heißt es immer nur: Mach dies nicht, mach das nicht, warte doch mal ab.
Steven Gätjen wirkt, so sagte das heute ein Freund, wie eine schwer genervte Kindergärtnerin, die ihre Kinder und den Job hasst.

Gibt es denn wirklich keinen besseren für diese so wunderbare Show? Selbst Elton könnte es besser machen als Steven Gätjen.

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RTelenovela

Radtour (12): Venedig und die fleischfressenden Pflanzen

Sonntag, den 16. Oktober 2011
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(11) -> 3.10.2011

Rewe ist in Oranienburg neuerdings allgegenwärtig. Das große Regionallager von Rewe ist neuerdings am Rande der Stadt. Deshalb gibt es im Gewerbegebiet nun auch eine Rewestraße. Und einen Bus, der zur Rewestraße fährt und auf dem Weg zum Rewe-Lager an zwei Rewe-Märkten vorbeifährt.
Rewe haben wir es auch zu verdanken, dass Oranienburg nun auch einen Nachtbus hat. An der Flotowstraße studierte ich den neuen Busfahrplan und staunte: Der letzte Bus ins Gewerbegebiet fährt dort um 1.43 Uhr (!).

Ich radelte weiter in die Flugpionierstraße. Noch herrscht im Gewerbegebiet-Süd ziemliche Leere – abgesehen vom großen Lager. Das liegt direkt an der B96-Schnellstraße. Der große Parkplatz ist noch leer, in der ganzen Zeit, in der ich dort in der Gegend rumfuhr, begegnete ich keinem Menschen.
Aber offenbar rechnet man dort mit vielen Busfahrgästen, denn das Buswartenhäuschen in der Rewestraße ist nicht das Kleinste in der Stadt.

Ich fuhr zurück zum Oranienburger Kanal und bog auf den neuen Radweg in Richtung Pinnow ab. Immer wieder sitzen Angler am Wasser. In Höhe Wilhelmsthal kam mirt ein Jogger entgegen. Er rannte mit freiem Oberkörper. Er musste eine ganz schöne Hitze haben, denn eigentlich waren nicht mehr als 10 Grad. Sonne zwar, aber nicht wirklich warm. Als er mich in der Ferne sah, zog er sich sein Shirt über. Er rannte an mir vorbei und zog eine mächtige Schweißduftdahne hinter sich her.

Wer in Pinnow an der Schleuse ankommt, muss einen steilen Berg zur Brücke hochfahren. Ein Kraftakt, nicht nur für die Beine, sondern auch für die Fahrradkette. Bergab ist’s schöner.

Weiter nach Borgsdorf. Direkt am Ende der Brücke über den Oder-Havel-Kanal liegt Venedig.
Richtig, es gibt Venedig auch in Deutschland, und zwar in Borgsdorf. Es ist nicht nur eine Straße, die so heißt, sondern das ganze Viertel heißt wohl so.
In Venedig überquerte ich ein kleines Flüsslein, das in die Havel mündet. Ich dachte eigentlich, das sei die Briese, aber ich sollte mich irren.
Erst ein Blick aufs Google-Satellitenbild bringt Aufklärung: Venedig ist durchzogen von den diesen Flüssen. Somit gibt es dort viele Wassergrundstücke. Scheint echt schön dort zu sein.
Es ist übrigens noch das eine oder andere Grundstuck dort frei. Also, wer Interesse hat…

Weiter geht’s zur Alten Trift und zur Fußgängerampel an der ehemaligen B96 in Borgsdorf. In Sichtweite: Pflanzen-Kölle.
Kaffeepause. Und Klopause.
Die Klopause dort ist derzeit in aller Munde. Pflanzen-Kölle hat sich nämlich neue Pissbecken angeschafft, die aussehen wie irgendwelche Blüten. Eines davon soll wohl eine fleischfressender Pflanze sein. Ich möchte da aus irgendwelchen Gründen nicht reinpinkeln. Und weil die Dinger so teuer waren, hat man offenbar auf eines der Becken in einer der beiden Kabinen verzichtet.

Weiter geht’s durch das Borgsdorfer Blumenviertel (zumindest heißen die Straßen dort wie Blumen) zum S-Bahnhof. Die dortige Schranke scheint öfter geschlossen als offen zu sein. Mal rauscht der RE5 nach Rostock durch, gleichzeitig kommt die S-Bahn an. Die Schranke öffnet sich und schließt sich eine Minute wieder. Platz für die Regionalbahn nach Lichtenberg.

Endspurt: von Borgsdorf über Lehnitz bis nach Oranienburg.
An der Lehnitzstraße gibt es in der Nähe des Arbeitsamtes einen zweiten großen Parkplatz. Allerdings mit einem Schild versehen: Privatgelände. Darf man da nun parken oder nicht?

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