Tagesarchiv für 4. Oktober 2011

RTZapper

Der Deutsche Fernsehpreis 2011

Dienstag, den 4. Oktober 2011
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MO 03.10.2011 | 20.15 Uhr | RTL

Und der Preis für die verschnarchteste Preisverleihung geht an: RTL!! Applaus, Applaus, Applaus!!!

Boah, was hat sich RTL da bloß gedacht? Am Montag zeigte der Sender die am Sonntagabend aufgezeichnete Show. Entweder haben sie in den 24 Stunden alle guten Gags rausgeschnitten oder bei RTL hat sich tatsächlich niemand ansatzweise Mühe gegeben, eine witzige, spannende, niveauvolle Sendung auf die Beine zu stellen. Was RTL da zeigte, war größtenteils nur eins: öde.

Nazan Eckes, die sowieso völlig überschätzt wird, sagte ihre Moderationen genauso auf wie Marco Schreyl, der nur manchmal ein wenig Witz erahnen ließ.
Als die Stifter an die Verstorbenen des Jahres erinnerten, fand RTL es wichtiger, Unheilig live auf die Bühne stellen und lieber den zu zeigen als die Bilder der Verstorbenen. Das ist nicht nur instinktlos, das ist äußerst schäbig und respektlos, RTL!

Es ist absolut kein Wunder, dass “Der Deutsche Fernsehpreis” in Deutschland kein wirklich relavantes Event ist. Eine schnarchige Show will kaum jemand sehen.

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RT im Kino

Von der Kunst, sich durchzumogeln

Dienstag, den 4. Oktober 2011

Hausaufgaben? Wofür das denn? Die Welt geht doch sowieso bald unter. Lernen? Wofür? Irgendwann sterben wir doch eh’.
Mit dieser Einstellung setzt sich George (Freddie Highmore) in den Unterricht. Seine Bücher sind vollmalt mit Skizzen. Auf jeder Seite. Auf der ganzen Seite, und nicht nur ein paar Strichmännchen. Das heißt übrigens nicht, dass der 17-Jährige den Stoff nicht kann. Er macht nur nichts.
Er lernt Sally (Emma Roberts) kennen. Sie sind gute Freunde. Sagt Sally. Und das sagt auch George. Aber eigentlich meint er es nicht so. Er traut sich nur nicht, die Wahrheit zu sagen.
In der Schule geht es unterdessen weiter bergab. Und dann kommt der Tag, an dem George nur noch drei Wochen Zeit hat – für sämtliche Aufgaben und Tests des kompletten Schuljahres. Ansonsten fliegt er.

Regisseur Gavin Wiesen erzählt “Von der Kunst, sich durchzumogeln”. Er erzählt aber auch, wie es passieren kann, dass es irgendwann nicht mehr gelingt. Wenn man sich seinen Aufgaben stellen muss. Eine Lösung finden muss.
Freddie Highmore (“Der Klang des Herzens”) spielt einen jungen Mann, der eine echte Krise durchlebt. Schulstress. Eine unglückliche Liebe. Ärger mit den Eltern, die auch ihre Probleme haben. Zwar wirkt Highmore für 17 Jahre recht jungenhaft, aber seine Mimik, sein ganz leichtes Grinsen, Georges Zweifel, seine Angst, die bringt er wunderbar rüber.
Das ist kurzweilig, nett anzusehen, tut aber auch nicht besonders weh. Gavin Wiesen ist mit seinem Debütfilm nicht den schwierigsten dramaturgischen Weg gegangen. In gewisser Hinsicht hat auch er sich durchgemogelt. Aber das muss ja nicht zwingend immer ein Vorwurf sein…

8/10

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RTelenovela

Vor 20 Jahren (70): Lange Filmnacht

Dienstag, den 4. Oktober 2011
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(69) -> 30.8.2011

Freitag, 4. Oktober 1991.
Ich bin ein Nachtmensch. Das ist nun wirklich keine Neuigkeit. Dazu passt auch, was ich heute vor 20 Jahren gemacht habe: meine erste Filmnacht.

Es war die Nacht nach dem Tag der deutschen Einheit 1991. Ich war – abgesehen von unserem Hund – allein zu Haus. Ich hatte sturmfreie Bude, meine Eltern waren in Paris. Die Zeit wollte ich nutzen, um einfach mal die Nacht durchzumachen.
Los ging es mit dem Video der Live-Übertragung der Stunde Null am Reichstag in Berlin 1990. Das hat nicht nur eine Bedeutung wegen der politischen Dimension, sondern auch, weil wir damals direkt vor Ort waren.

Ich hatte mir Cola gekauft und Chips. Zu den Filmen, die ich mir im Laufe der Nacht angesehen habe, gehörte “La Boum – Die Fete – Eltern unerwünscht”, eine Teenieklamotte aus Frankreich. Ich liebe diesen Film, auch heute noch.
Was sonst noch lief, weiß ich leider nicht mehr. Ich habe mir damals viel notiert, das aber nicht.
Als “La Boum” lief, war es jedoch schon recht spät – oder eher früh. In dem Moment, wo das Frühstücksfernsehen auf Sat.1 begann, ließ auch meine Konzentration für den Film nach.
Es war sicherlich schon 7 Uhr, als ich irgendwann doch noch ins Bett gegangen bin. Wegen der Herbstferien war das auch überhaupt kein Problem. Und diese Ins-Bett-geh-Zeit später dann auch überhaupt nicht außergewöhnlich.
Bis vor ein paar Jahren folgten viele, viele Filmnächte.

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