Tagesarchiv für 15. September 2011

RTelenovela

Eine Straße wie schweizer Käse

Donnerstag, den 15. September 2011
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Im Frühjahr brechen regelmäßig die Asphaltstraßen auf. Stichwort: Schlaglöcher. Wer in diesen Tagen die Kremmenr Straße in Oranienburg entlangfährt, wird sich wundern. Die Fahrbahn sieht aus wie schweizer Käse, mit lauter runden, dunklen Kreisen.

Sechs Wochen lang wurde die Straße nach Bomben abgesucht. Weil sie als gefährdet galt, durften Autofahrer nicht mehr als Tempo 30 fahren, Busse wurden umgeleitet. Nun ist die Straße fertig, Tempo 30 gilt immer noch, und die Busse werden immer noch umgeleitet.
Und dann sind da diese Kreise. Alle diese Kreise waren mal Bohrlöcher. Angeblich gibt es ein neues Verfahren, dass absichern soll, dass die Straße danach wieder tiptop in Ordnung ist.
Na, dann wollen wir das mal abwarten. Ich glaube nicht daran. So, wie es aussieht, ist die Kremmener Straße in ein bis zwei Jahren fertig, voller Schlaglöcher. So, wie in der Lehnitzstraße zu besichtigen.

RT im Kino

Colombiana

Donnerstag, den 15. September 2011

Uuuuh, dieses Kind ist gefäääährliiiiich! Seeeeehr gefääääährliiich!! Es will nur eines: töööööten! Und der Kiiiionzuschaaaaauer, der will auch nur eines: fliiiiiiieheeeeen!!!
Mit “Colombiana” von Luc Besson bekommt er nämlich einen der dämlichsten Filme der vergangenen Jahre vorgesetzt.

Cataleya (Amandla Stenberg) muss als Neunjährige mit ansehen, wie ihre Eltern ermordet werden – durch den kolumbianischen Mafiaboss. Fast wäre sie auch abgeknallt worden, aber Cataleya ist erstens nicht dumm, zweitens keine Memme und drittens seeehr sportlich. Sie flieht zu ihrem Onkel nach Chicago – und will Rache. Schule? Nein. Sie. Will. Rache. Schule kann ihr das nicht beibringen, das Töten. Aber ihr Onkel zwingt sie dazu.
Aber dann, 15 Jahre später, ist Cataleya (Zoe Saldana) doch die Killerin geworden, die sie immer sein wollte. Auf der Suche nach Rache.

Was für ein Scheiß. Nichts haut in “Colombiana” hin. Der Film ist grauenvoller Murks. Wie das Kind springt, rennt und auf der Flucht unfassbare athletische Tricks drauf hat, ist – einfach nur unglaubwürdig. Die Szenen erscheinen zu perfekt, sie wirken lächerlich.
Lächerlich übrigens wie der ganze Film. Bedeutungsschwangere Dialoge von Mafiosi, die Schnapsgläser in der Hand haltend, ganz schlimme Dinge vor sich hin knurren. Dazu dämliche Polizisten, die so ziemlich alles falsch machen, was falsch zu machen ist. Cataleya spielt eine Betrunkene, um im Knast einen Mann zu erschießen – ein Alkoholtest hätte einiges ans Licht gebracht. Aber um Logik ging es Luc Besson in seinem Film nicht. Vielleicht hasst er Logik aber auch.
Und wenn es mal allzu doof wird, lässt er einfach eine Frau erotisch tanzen. Ist zwar alles Unsinn, sieht aber gut aus.
Hirn aus, Hose auf, Sabber los.
Danke, nein. “Colombiana” ist reiner Mist.

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