RTelenovela

Bundesland Nummer 16

Fast 22 Jahre nach der Wende kann ich Vollzug verkünden: Ab heute kann ich sagen, dass ich alle 16 Bundesländer Deutschlands besucht habe. Das land, das mir noch fehlte, war Bremen. Und heute waren wir in: Bremen.
Direkt am Weserstadion vorbei führte uns der Weg ins Zentrum der Stadt. Wie in Hamburg auch, steht übrigens “Centrum” auf den Wegweisern.

Und um mit dem Positiven zu beginnen: Bremen hat eine recht schöne Altstadt, in der es einiges zu sehen gibt. In der Böttcherstraße ist auf einem kleinen Plätzchen jede ein niedliches, fünfminütiges Glockenspiel zu hören. Und überhaupt sind die engen Gassen mit den Läden und den Museen recht beeindruckend.
Ein paar hundert Meter weiter gibt es eine sehr enge Straße namens Schnoor – wohl, weil dort die Häuser wie an einer Schnur aufgereiht stehen. Dort gibt es das Restaurant “Katzen-Café” – zu erreichen über einen noch viel schmaleren Weg. Man sitzt wie auf einer Terrasse, und es ist herrlich ruhig.
Schön ist auch der Roland, der Platz am Rathaus und der Bürgerschaft. Nicht weit davon entfernt, lohnt sich ein ausführlicher Einkaufsbummel.

Um mit dem Negativen weiterzumachen: Ich erkläre Bremen zum Briefkastennotstandsgebiet. Es gibt im Zent… ähm, Centrum fast keinen. Und den einen übersieht man, weil er rot ist, schon sehr alt und irgendwie auf den ersten Blick nicht aussieht wie ein Briefkasten.
Willst du eine Hafenrundfahrt machen? Lass es sein! Sie kostet fast 10 Euro, aber zu sehen gibt es nichts. Aber fast nichts. Außer die Weser, kahle Ufer, die Weser, leere Kaie, Baustellen, die Weser, ein leeren Hafen und die Weser. Wirklich: Eine so langweilige Hafenrundfahrt bietet wohl nur Bremen. Selbst unser Begleiter, der aus Bremen stammt, war entsetzt.

So bietet Bremen ein recht durchwachsenes Bild.
Ich grüße an der Stelle, die nette Frau an der Rezeption des Hilton-Hotels. In der dortigen Tiefgarage stand das Auto, wo ich zwischendurch noch mal hin musste. Ich stand vor dem Fahrstuhl und war irritiert: Zugang nur mit Zimmercode-Karte. Aha, dachte ich, und wie komme ich zum Auto? Also fragte ich nach, und die Frau lachte nur und zeigte mit dem Finger – zum Fahrstuhl um die Ecke. Ich stand vor dem falschen Fahrstuhl. Peinlich.

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