Tagesarchiv für 25. Juli 2011

RTelenovela

Im Atlas: Der Blick in die Zukunft

Montag, den 25. Juli 2011
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Manchmal brauchen Straßenprojekte etwas länger, bis sie Wirklichkeit werden. Einige liegen ewig auf Eis, fallen dem Sparzwang zum Opfer, andere Projekte sind erst nach langem Hin und Her fertig.
Einige Straßenatlanten schaffen jedoch schon überraschende Fakten. Im Travelmag-Reiseatlas 2011/12 sind bereits der Verlauf der B96 in Richtung Norden gekennzeichnet. Immerhin mit dem zusätzlichen Kürzel “i.Pl.” – in Planung.

In Nassenheide zeigt der Atlas eine Strecke, die westlich um den Ort herumführt. Nördlich davon kreuzt die Planungsstrecke die alte B96, bevor sie zwischen Neuendorf und Teschendorf wieder nach links abknickt. Weiter nach Norden, in Höhe Wackerberge, an der Kreuzung nach Grüneberg, kreuzt die im Altas gestrichelte Strecke wieder die alte Bundesstraße. Dann geht es westlich von Löwenberg weiter.
Und auch die Umgehung der B167 ist eingetragen. Diese Umgehung führt von südlich von Löwenberg am Ort vorbei, kreuzt dort die B96. erst östlich von Neulöwenberg schwenkt die B167 wieder auf die alte Trasse.
Und auch um Gransee herum ist eine Umgehung eingetragen, die so ziemlich in den Sternen liegt. Östlich der Stadt führt bis nördlich von Altlüdersdorf wieder auf die alte B96. Eine weitere Umgehung führt im Atlas westlich an Fürstenberg vorbei. Auch östlich von Neubrandenburg soll es eine neue außerörtliche Strecke geben.

Was davon wirklich umgesetzt, ist noch völlig unklar. Am ehesten wird noch die Strecke von Nassenheide nach Löwenberg gebaut, alle weiteren Projekte liegen momentan auf Eis.

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RT im Kino

Werner – Eiskalt

Montag, den 25. Juli 2011

Lange mussten die Fans auf das fünfte Leinwandabenteuer von Werner warten. Ursprünglich sollte “Werner – Eiskalt” bereits im Sommer 2010 starten, die entsprechenden Kinotrailer liefen rauf und runter – dann wurde es plötzlich still um den Film. Über Gründe hat niemand gesprochen.
Es ist unklar, ob es eventuell an der Qualität des Films gelegen haben könnte. Denn man muss schon sagen: Streckenweise ist “Werner – Eiskalt” recht gewöhnungsbedürftig, und irgendwie weiß man nicht, was man davon halten soll und was Brösel uns eigentlich genau erzählen will.

Brösel ist finanziell am Ende. Also, im Film. Aber wer weiß, vielleicht ist auch im wahren Leben was dran. Seine Werner-Comics kommen nicht mehr so gut an, die Kinder von heute stehen auf Mangas. Auch das scheint im wahren Leben so zu sein. Trotzdem will er einen neuen Film drehen, aber sein Manager winkt ab.
Unterdessen erzählt er uns noch einmal seine Geschichte: wie er als Baby mit Holgi Kinderwagenrennen veranstaltete, wie er als Jugendlicher Seifenkisten baute, wie er als Lehrling den Bremskraftverstärker kreierte. Es wirkt wie ein “Das war dein Leben!”

Tatsächlich: Es scheint, als ob das der letzte Werner-Film ist. Brösel hat seinen eigenen Abgesang geschaffen und seine Sorgen und Nöte in seinen Film einfach eingebaut – selbstironisch und fast ein bisschen traurig.
Leider wirkt die Geschichte streckenweise ziemlich wahllos, die Zeichentrickhäppchen irrlichtern durch den Film, ohne einen roten Faden zu haben. Das ändert sich erst in der zweiten Hälfte.
Eines aber schafft Brösel: Sein Zeichentrick macht über weite Strecken Spaß. Während immer mehr Animationsfilme zeichnerisch immer perfekter werden, traut sich “Werner – Eiskalt” mit den Stilen zu brechen. Abgedrehte Momente, schriller Witz, manchmal , ja, das stimmt, Hau-drauf-Humor.
Das alles wirkt ein bisschen gestrig, recht nostaligsich, aber vielleicht ist es genau das, was Brösel auch erreichen will.

6/10

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RTZapper

Dalli Dalli

Montag, den 25. Juli 2011
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SA 23.07.2011 | 22.00 Uhr | NDR fernsehen

Ich habe mich geirrt. Ab und zu passiert es doch noch, dass uns das Fernsehen positiv überrascht. Der NDR hat es am Sonnabend geschafft.
Als es hieß, dass der NDR die ZDF-Spielshow “Dalli Dalli” neu auflegen will, war ich mehr als skeptisch. Und dann auch noch mit dem meist weichgespülten Kai Pflaume. Der Sender selbst scheint auch kein großes Vertrauen in das Experiment zu haben. Denn “Dalli Dalli” läuft nicht im Ersten, sondern im Dritten, am Sonnabend gegen 22 Uhr. Nicht gerade eine günstige Startzeit.

Aber dann kam alles anders. Die Neuauflage der Show, die Hans Rosenthal in den 70ern und 80ern berühmt gemacht hat, macht Spaß. Sie ist sehr unterhaltsam und kurzweilig. Dabei wurden nur behutsame Veränderungen am Konzept vorgenommen. Die Wabenwand-Kulisse ist wieder da, das Dalli-Klick-Spiel und die Schnellraterunde. Sogar den Sprung unter dem Motto “Sie sind der Meinung, das war spitze!” macht Pflaume immer mal wieder.

Nicht fehlen dürfen die etwas abgedrehten Spiele. So mussten Uwe Ochsenknecht und Heiner Lauterbach kleine Bälle aufsaugen, die über dem Gebläse eines Föns tanzten. Nun könnte man sagen: peinlich! Aber es war nicht peinlich. Es war unfassbar witzig. Denn die Prominenten machten sich recht gepflegt zum Deppen, man musste sich als Zuschauer jedenfalls nicht fremdschämen.

Die erste Show war quotenmäßig ein Erfolg. Auch die weiteren Folgen zeigt der NDR am späten Sonnabend. Aber wenn sich das ganze erst mal eingespielt hat, sollte sich doch dafür auch ein Platz im Ersten finden.

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