Tagesarchiv für 23. Juli 2011

aRTikel

Jette: Die Stadt der Stars

Samstag, den 23. Juli 2011
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MAZ Oranienburg, 23.7.2011

Also nee, wissense nee, war das schön! Und ich muss zugeben: So ein kleines bisschen habe ich mich ja schon in ihn verliebt – in Xavier Naidoo. Wie er da gestern Nachmittag in Liebenwalde auf der kleinen Bühne stand und gesungen hat „Ich will zurück zu dir!“ Da habe ich mich kurz angesprochen gefühlt.

Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims. In Liebenwalde. Bis gestern hätte ich das nicht für möglich gehalten. Dabei war doch erst neulich dieser Komiker in der Stadt: Michael Kessler – der Mann, der Florian Silbereisen so herrlich nachmachen kann – legte mit seinem Floß am Langen Trödel an. Nur haben das nicht so viele Leute mitbekommen.

Ich finde: Liebenwalde muss dieses Promi-Niveau halten. Liebenwalde muss die Stadt der Stars werden. Das ist das einzig wahre, durchsetzbare Tourismuskonzept. Ich habe schon einen kleinen Wunschzettel geschrieben. Auch Herbert Grönemeyer sollte unbedingt mal auf dem Liebenwalder Marktplatz auftreten. Oder Andrea Berg mit ihren Strapsen. Und Xavier Naidoo will ja auch wiederkommen. Wie sang er gestern? „Was wird mich erwarten, wenn ich wiederkomme?“. Schatz, ganz klar! Ich warte da auf dich, deine
Jette

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aRTikel

„Ich bin echt hin und weg“

Samstag, den 23. Juli 2011
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Interview: Kathleen Stempka gewann das Xavier-Naidoo-Konzert

MAZ Oranienburg, 23.7.2011

Dass die Söhne Mannheims gestern in Liebenwalde auftraten, das ist Kathleen Stempka zu verdanken. Mit der 34-Jährigen sprach RT.

Wie war’s?
Kathleen Stempka: Mein Herz! Sehen Sie mein Grinsen? War das schön?!

Das Konzert hat länger gedauert als erwartet, oder?
Stempka: Ja, Wahnsinn! Im Grunde war es ein halbes großes Konzert. Da zahlen andere Leute eine Menge Geld für. Ich bin echt hin und weg.

Wie kam es zu dem Auftritt in Liebenwalde?
Stempka: Ich habe mich bei 104.6 RTL für die Stadt Liebenwalde beworben. Ich musste beim Sender anrufen und erzählen, warum das Konzert unbedingt hier stattfinden muss.

Und, warum?
Stempka: Ich habe erzählt, dass ich schon mit 17 mein ganzes Taschengeld für die Söhne Mannheims und Xavier Naidoo ausgegeben habe. Und als ich 17 war, habe ich geträumt, dass ich in einer Turnhalle stehe, und Xavier Naidoo singt nur für mich alleine.

Wie ist es jetzt, in Liebenwalde auf dem Marktplatz zu stehen und Xavier zu sehen?
Stempka: Na, gucken Sie sich doch um, wie aufgeregt die Leute sind. Es sind viele Fans hier. Auch wenn wir ja vorher nichts verraten durften. Und natürlich ist es ja immer so: Der eine mag sie, der andere nicht.

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RTZapper

20 Jahre Riverboat

Samstag, den 23. Juli 2011
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FR 22.07.2011 | 22.00 Uhr | MDR-Fernsehen

Geburtstage schon vorher zu feiern, bringt Unglück, so sagt es eine Weisheit. Der MDR schert sich nicht drum und feiert den 20. Geburtstag der “Riverboat”-Talkshow einfach schon ein halbes Jahr früher. Denn erst Anfang 1992 ging die Talkrunde erstmals auf Sendung, als auch der MDR begann zu senden.

Der MDR sendete am Freitagabend also seinen Rückblick “20 Jahre Riverboat”. Und auch ein alter Bekannter tauchte immer auf. Erstaunlich, dass Jörg Kachelmann noch Erwähnung findet. Viele Jahre gehörte der Schweizer zum Inventar der Show, und nach dem Vergewaltigungsprozess wäre es kaum verwunderlich gewesen, wenn der MDR den Jörg einfach unter den Tisch fallen gelassen hätte. Diese Art der Ignoranz wäre ja nicht der erste Fall gewesen.

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Die Söhne Mannheims in Liebenwalde

Samstag, den 23. Juli 2011
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FR 22.07.2011 | Liebenwalde, Marktplatz

Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims auf dem Liebenwalder Marktplatz. Das klingt völlig absurd – ist aber am Freitagnachmittag Realität geworden.
Irgendwas muss jedenfalls im Busch gewesen sein, denn ab etwa 15 Uhr füllte sich der Marktplatz von Liebenwalde mehr und mehr. Die Leute haben aus dem Radio erfahren, dass die Band kommt. Und per SMS. Per Facebook und natürlich Mundpropaganda.

Dass die Söhne Mannheims durch die Provinz ziehen, ist eine Aktion von 104.6 RTL. Hörer konnten sich beim Radiosender für ein Konzert in ihrer Stadt bewerben. Und eine Liebenwalderin hat gewonnen.
Seit Mittwoch wussten wir Bescheid, durften es aber niemandem sagen. Selbst 104.6 RTL gab es erst am Freitag bekannt, wo die Söhne Mannheims spielen werden.

Freitagnachmittag im Liebenwalder Zentrum. Es regnet. Es regnet schon den ganzen Tag, dieser Sommertag hat sich als Herbsttag verkleidet.
Der Auftritt verzögert sich. In Hennigsdorf, wo die Söhne vorher auftraten, hat sich alles verzögert, und Stau auf der Strecke gab es auch.
Aber alle waren sie gekommen: die jungen Leute warteten. An den Fenster und in den Fluren standen die älteren. Alle wussten, dass dieser Nachmittag für Liebenwalde ein besonderer werden würde.

Inzwischen taucht auf der Rathaustreppe die stellvertretende Bürgermeisterin auf. es scheint also bald loszugehen. Der Lkw mit der kleinen Hängerbühne soll direkt vor dem Rathaus stehen. Und auch der Bürgermeister spaziert über den Platz. “Wir konnten das erst auch nicht glauben”, sagt er.

Der Lkw ist viel kleiner, als alle erwartet haben. Rückwärts rollt er vors Rathaus. Die Seitentüren werden geöffnet. Zum Vorschein kommt eine kleine Bühne.
Unterdessen rollt ein Jeep mit Mannheimer Kennzeichen auf das Rathaus zu. Xavier Naidoo sitzt am Steuer. Minuten vorher fuhr das Auto schon mal über den Platz, da wurde er aber weitergewunken, da war es noch zu früh. Und wie ein Mann erzählt, habe Xavier da noch nicht selbst am Steuer gesessen. Wollte er etwa einen cooleren Eindruck machen, in dem er die letzten Meter selbst fährt?

Xavier wird von den etwa 300 Liebenwaldern mit Jubel begrüßt. Er parkt direkt neben der Bühne.
Somit konnte das Konzert auch recht zügig beginnen. Die Söhne Mannheims in Liebenwalde – an einem Sommertag mit 14 Grad, Wind und Regen. “Ich will zurück zu dir”, singt Naidoo, dessen Gruppe sich “Straßenunterhaltungsdienst” nennt. So steht es an der Bühne geschrieben. “Wir sind überall da, wo die Straßen kaputt sind”, sagt Xavier Naidoo und lacht.

Die Leute singen mit, klatschen mit, jubeln. Und es dauert sehr viel länger, als alle dachten. 50 Minuten spielten die Söhne Mannheims in Liebenwalde, halb so lang wie ein normales Konzert dauert. “Da zahlen andere Leute viel Geld für”, sagte eine Liebenwalderin nach dem Auftritt.

Zum Schluss sang Xavier übrigens: “Was wird mich erwarten, wenn ich wiederkomme?” Können wir also ein Comeback in Liebenwalde erwarten? Aber vielleicht sollte man ihn da doch nicht so wörtlich nennen. Außerdem gibt es in der kleinen Kleinstadt so ein Jahrtausendereignis wirklich nur einmal.

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