Tagesarchiv für 23. Juni 2011

RTZapper

Institut für Zukunftsdeutung

Donnerstag, den 23. Juni 2011

MI 22.06.2011 | 0.35 Uhr (Do.) | Super RTL

Die Topmeldung der Nacht: Griechenland wird aus der Euro-Zone ausscheiden. Das teilte Ruth Bauer-Wolf am frühen Donnerstagmorgen bei Super RTL mit. Ruth Bauer-Wolf ist Astrologin, und die Meldung über den Euro-Austritt steht in den Sternen. Seltsam, dass bislang niemand diese Meldung verbreitet hat, Super RTL hat sie momentan noch exclusiv.

Irgendwann kommen sie alle wieder. Das scheint das Motto beim Fernsehen zu sein. Schon vor Jahren hatte Ruth Bauer-Wolf eine Sternendeutershow bei Sonnenklar TV und vorher auch bei Sat.1. Nun sitzt sie dienstags und mittwochs in einem Berliner Studio und deutet wieder die Sterne – diesmal bei Super RTL.
“Institut für Zukunftsdeutung” heißt die dreistündige (!), nächtliche Sendung. Neben Bauer-Wolf sitzen weitere Leute, die aus anderen Astro-Sendungen bekannt sind, die die Anrufer aber weitgehend ignorieren.
Bernd Schuhmacher moderiert, er war einst Programmchef des privaten Lokalsenders BTV.

Zunächst sieht das alles seriös aus. Ein Anruf in der Sendung kostet 14 Cent pro Minute. Allerdings scheinen die Leute ziemlich lange in der Leitung zu hängen. “Dieser Anruf dauerte 14 Minuten”, lautete eine Bandansage, die versehentlich im Studio zu hören war. “Zehn Minuten”, antwortete eine andere Anruferin auf die Frage, wie lange sie denn gewartet hat. Irgendwann hat Schuhmacher einfach nicht mehr gefragt…

Wer nicht live ins Studio will und kostenlos beraten werden möchte, der muss schon wesentlich mehr zahlen: 1,99 Euro pro Minute. Da kommt sicherlich einiges zusammen. Offenbar lebt die ganze Sendung davon, so viele Leute wie möglich zu den kostenintensiven Angeboten zu locken. Nicht umsonst ist das “IfZ” als Dauerwerbesendung deklariert, das Logo von Super RTL fehlt ganz.

Und dann war da noch Brigitte. Brigitte ist verspannt, sie kommt gerade von der Reha. Damit Ruth Bauer-Wolf in den Sternen lesen kann, braucht sie die Geburtszeit und den Ort von Brigitte. Die genaue Zeit weiß Brigitte nicht, irgendwann morgens. Sie ist in… also, geboren in einem Nest, das keiner kennt. Also fragt Bernd schuhmacher, ob denn im Umkreis von 100 (!) Kilometern ein größerer Ort sei. “Dortmund”, ruft Brigitte.
Nun kann Frau Bauer-Wolf die (dann doch ziemlich ungenauen) Sterne deuten. Es gibt eine Veränderung in der Beziehung, Brigitte werde sich wohl von ihrem Mann trennen. Da war Brigitte aber baff. Dass ihre Verspannungen vom Beziehungsstress kommen, war ihr neu. B islang war eigentlich alles in Ordnung.

Oder Jacqueline. Sie will wissen, was aus ihrer Partnerschaft wird. Alles supi, liest Frau Bauer-Wolf in den Sternen. Daraufhin ist Jaqueline ratlos, sie hat sich nämlich gerade von ihrem Mann getrennt. “Das Horoskop sieht aber was anderes”, meint Ruth Bauer-Wolf daraufhin. Sie kämen wieder zusammen, und Jacqueline soll sich doch in ein paar Wochen noch mal melden und sagen, wie es zu Ende gegangen ist.

Drei Stunden dauert der Hokuspokus. Viel Unsinn am laufenden Band. Mitten im Satz wird Bernd Schuhmacher am Ende abgewürgt, es beginnt eine Dauerwerbesendung für die CD der Kelly Family. Ganz schön gruselig, das Nachtprogramm von Super RTL.

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ORA aktuell

Unwetter: Wecker-Konzert verschoben

Donnerstag, den 23. Juni 2011
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Unwetter über Oranienburg. Heftiger Regen, Gewitter und Sturm wüteten am Mittwochabend über der Stadt.
Die B273 zwischen Oranienburg und Schmachtenhagen musste gesperrt werden, nachdem Bäume umgefallen waren.
Das Konzert von Konstantin Wecker und Hannes Wader stand im Schlosshof kurz vor der Absage. Es begann mit mehr als einer Stunde Verspätung. 1500 Leute waren gekommen.

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RTelenovela

Parkplatznot – immer noch

Donnerstag, den 23. Juni 2011
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Schon seit einiger Zeit hat Oranienburg einen großen Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs. Nun könnte man denken, alles ist tuttipaletti. Aber nein, die Parkplatznot ist immer noch da. Ich habe es am Mittwochvormittag erfahren.

Wer erst gegen 9 Uhr einen Parkplatz braucht, um dann weiter zur Bahn zu laufen, ist angeschmiert. Der große Parkplatz an der Stralsunder Straße ist rappelvoll. An der Lehnitzstraße ist auch kaum noch was zu bekommen.
In der Mittelstraße ist zwar noch viel Platz, dort muss man aber zahlen. Im Wohngebietrondell ist dagegen alles voll. Ansonsten sind die Parkplätze zeitlich begrenzt.

Die gute Nachricht: Demnächst wird der Parkplatz am Bahnhof erweitert. Und überhaupt kann man ja auch mal mit dem Rad zum Bahnhof fahren – in meinem Fall, wenn man dort wohnt, ist das allerdings schwierig, wenn man vorher noch mal unterwegs war…

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RT im Kino

Der Mandant

Donnerstag, den 23. Juni 2011

Huch, Matthew McConaughey mal nicht als Schwerenöter-Single? Diesmal kein belangloser Liebeskomödienquatsch? Zur Abwechslung zeigt sich der Schauspieler mal in einem relevanten Stoff. Allerdings zeigt sich, dass er diesen nicht wirklich stämmen kann. Fast möchte man sagen: McConaughey scheint einfach kein besonders guter Schauspieler zu sein.

Mick Haller (M.M.) hat den großen Fisch an der Angel. Haller ist Anwalt, allerdings kein normaler. Er hat kein Büro, sondern ein Auto, in dem auf dem Rücksitz sein ganzer Kram rumliegt. Seine Sekretärin arbeitet von ihrem Schlafzimmer aus. Sein Geld verdient er meist damit, Deals für Drogenhändler, Schläger oder Nutten auszuhandeln. Aber jetzt wird alles anders. Haller soll Louis Roulet (Ryan Phillippe) verteidigen. Dem Sprössling einer reichen Familie, wird Mord und Vergewaltigung vorgeworfen. Einfacher Fall? Nein, alles andere als das. Denn Roulet scheint ein falsches Spiel durchzuziehen.

Besonders in der ersten Hälfte wirkt “Der Mandat” sehr steril. Es gibt kaum Musik, die Dialoge wirken stellenweise sehr gestelzt. Lange ist unklar, worum es überhaupt geht. Die Abfolge von Dialogszenen ist ermüdend. Hinzu kommt, dass McConaughey wie erwähnt seine Rolle nicht besonders gut spielt. Gestik, Mimik – das ist alles nicht so doll. Besonders in den Szenen mit Phillippe wird er regelrecht an die Wand gespielt.
Spannend wird es erst, wenn das Gericht ins Spiel kommt und die Verhandlung beginnen. Aber richtig packend ist der Thriller von Brad Furman nicht.

5/10

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