Tagesarchiv für 2. Juni 2011

RTelenovela

Wenn Verwaltungen Brücken bauen

Donnerstag, den 2. Juni 2011
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Na, liebe Mitarbeiter in den Verwaltungen? Genießt ihr schon euer laaaanges Wochenende? Heute ist Himmelfahrt, und morgen ist Freitag. Freier Freitag. Und wer denkt, dass er, wenn viele Menschen einen freien Tag einlegen, endlich mal ein paar Erledigungen in der Stadt- oder Gemeindeverwaltung tätigen will – der hat sich ordentlich geschnitten. Denn in den Verwaltungen kennt man zwar das Wort “Brückentag”, dafür aber nicht das Wort “Service”.

Die Nachrichten trudelten in dieser Woche nach und nach ein. Und der Inhalt war immer derselbe: Die Gemeindeverwaltung in Oranienburg hat am Freitag geschlossen. Die in Glienicke auch. Hohen Neuendorf schließt sich an. Ach ja, dann auch noch Velten und Hennigsdorf. Die Kreisverwaltung in Oranienburg zieht auch mit. Mühlenbeck ebenfalls, Oberkrämer auch, und ganz am Ende schickte auch Liebenwalde noch die Mitteilung, dass am Freitag im Rathaus gar nichts passiert.
Nur aus der Verwaltung in Kremmen haben wir nichts gehört, aber dort wollen sie freitags sowieso von ihren Bürgern nichts sehen. Dafür meldete sich der Zweckverband in Kremmen – da passiert auch nichts. Aus betrieblichen Gründen.

Überhaupt ist es lustig, wenn die Verwaltungen versuchen, ihr langes Wochenende zu begründen. Die einen schließen aus eben jeden betrieblichen Gründen. Die anderen wegen einer Softwareumstellung (wahrscheinlich Mittwoch ausschalten und Montag wieder einschalten). Wieder andere kommentieren ihren zusätzlichen Schließtag lieber gar nicht oder geben dann doch zu: Brückentag.

Und die Brücke wird immer länger. Schon Mittwochmittag (!) war in Oranienburg zu hören, dass viele Verwaltungsmitarbeiter gar nicht mehr da seien. Da können wir wohl noch froh sein, dass sie diese Woche überhaupt zum Dienst erscheinen sind.
Das mit dem Bürgerservice müssen die Beamten wohl noch lernen. Aber vielleicht brauchen sie auch einfach mal diese Ruhephase. Ist ja auch sonst immer so anstrengend.

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RT im Kino

Source Code

Donnerstag, den 2. Juni 2011

In einem Zug: Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) sitzt einer Frau gegenüber. Christina (Michelle Monaghan) scheint ihn zu kennen. Sehr gut zu kennen sogar. Er hat keine Ahnung, woher. Er weiß nur: Hier stimmt was nicht. Lange Zeit, darüber nachzudenken, hat Colter nicht: Der Zug explodiert.
Tot ist er allerdings nicht. Er findet sich in einem engen Raum wieder, hört eine Stimme sprechen: Er muss zurück – und sitzt wieder im Zug. Sitzt wieder Christina gegenüber. Er erlebt alles noch einmal.
Aber er hat eine Aufgabe: Er muss die Explosion des Zuges verhindern und herausfinden, wer der Attentäter ist.

“Source Code” kommt mit einer relativ simplen Handlung aus: Colter muss so lange in den Zug zurück – und wieder in der Zeit zurück – bis es ihm gelingt, das Unglück zu verhindern. Duncan Jones verzichtet vor allem im ersten Teil seines Thrillers auf jegliche Nebenhandlung. Erst später erfährt der Zuschauer, was es eigentlich genau mit den “Zeitreisen” des Mannes zu auf sich hat. Gekonnt spielt Jones mit schon durchaus bekannten Rezepturen, mixt sie aber zu unterhaltsamen Popcornkino.

7/10

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