Tagesarchiv für 14. Mai 2011

RTZapper

Wir feiern: Lena und die Meister

Samstag, den 14. Mai 2011
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SA 14.05.2011 | 17.00 Uhr | WDR

Dortmund feiert die Fußballmeisterschaft. Und Düsseldorf feiert auch, den Eurovision Song Contest. Klar, dass der WDR da irgendwas machen muss. Irgendwas senden muss. Irgendwas, das mit Fußball und Lena zu tun hat. Also sendet der WDR irgendwas.

“Wir feiern: Lena und die Meister” heißt die Sondersendung im WDR am Sonnabendnachmittag. Blöd nur, dass der WDR keine Bilder vom Fußball senden kann. Blöd auch, dass der Song Contest noch nicht angefangen hat und alles schon dazu gesagt ist.
Stattdessen erzählen Reporter in Dortmund, wie glücklich alle sind. Ab und zu schwenkt die Kamera auf die Großbioldleinwand, auf der das Programm von Sky übertragen wird. Ein Hubschrauber sendet Bilder aus dem Stadion von gaaaanz weit oben. Dazu Männer, die in Kamera grölen und Männer, die Alkohol trinken. Sehr spannend.

Und in Düsseldorf? Fans, die in einer Kneipe sitzen und feiern. Einige tanzen. Manche grölen in die Kamera. Auch sehr spannend.
Schalten wir doch noch mal nach Dortmund, zu den grölenden Männern. Ah, die Meisterschale wird gerade übergeben, schade, dass Sie das nicht sehen können.
Schalten wir mal wieder nach Düsseldorf. Leute, die auf einem Platz rumstehen und… öhm… rumstehen. Zeigen wir doch noch mal ein überflüssiges, weil schon das gefühlte 86. Interview mit Lena.
Gut, dass der WDR so dicht dran ist.

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RTelenovela

Traumtagebuch (76): Nur ein Stunt

Samstag, den 14. Mai 2011
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(75) -> 14.4.2011

Das Auto steht halb auf den Schienen am Bahnübergang. Der Zug nähert sich im Eiltempo, donnert gegen das Auto, das ein Stück weitergeschleudert wird. Es gibt einen Knall.

Thommi saß am Steuer und sitzt nun neben mir im Auto. Er ist begeistert, fast euphorisch. “Hast du gesehen, wie ich nach oben gesprungen bin, wie das ganze Auto geflogen ist?” Das sei ein cooler Stunt gewesen.

Szenenwechsel. Wir betreten eine Holzhütte, die mitten im Wald steht. “Wir müssen uns eine Geschichte überlegen, die wir der Polizei erzählen”, sage ich und beginne schon. Ich hätte ihn irgendwo abgeholt und ihn dann mit in die Hütte gefahren. Ich frage ihn, wo denn das Auto jetzt ist. Er antwortet, dass es immer noch an den Bahnschienen steht. Ich: Mit Nummernschild? Er: ja. Ich: Bist du doof? Na toll, dann ist ja die Polizei bald hier.
Tatsächlich hören wir ein paar Minuten später Polizeisirenen. Kurz danach stehen zwei Beamte vor uns. Erst eiere ich rum, dann geben wir alles zu. Thommi wird von der Polizei abgeführt.

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RTZapper

Fröhlicher Frühling mit Wolfgang und Anneliese

Samstag, den 14. Mai 2011
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FR 13.05.2011 | 20.15 Uhr | Sat.1

Volksmusik auf Sat.1? Irgendwie ungewöhnlich.
Zum Glück handelte es sich am Freitagabend nicht um echte Volksmusik – obwohl ja noch vor 15 Jahren auf dem Privatsender diverse Volksmusikshows zu sehen waren.
Doch Wolfgang und Anneliese Funzbichler waren nicht echt. In Wirklichkeit heißen sie Bastian Pastewka und Anke Engelke.

Ihr “Fröhlicher Frühling” hatte dennoch alles, was auch Florian Silbereisen in seiner Sause geboten hätte. Das Abschiedskonzert der Flippers. Das Interview mit einer Pilzzüchterin, Den Witzeerzähler, das Comeback der Flippers, den Gute-Laune-Song des Show-Ehepaares, das erneute Ende der Flippers. In herrlichen Rollen brillierten die beiden Comedians als geifernden Gunther Emmerlich und sexy Vamp Andrea Berg. Als Sigmar Gabriel und Tina Turner. Und natürlich als die Flippers.

David Hasselhoff war auch da – überraschenderweise jedoch in Echt. Und Zauberer Hans Klok wäre auch unterhaltsamer gewesen, hätte ihn Bastian Pastewka gespielt.

“Fröhlicher Frühling” war in jedem Fall ein komödiantisches Highlight. Und für Anke Engelke die Fortführung ihrer sowieso schon hervorragenden Siegstrecke in der Song-Contest-Woche.

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ORA aktuell

RB20: Ab Dezember 2011 von Oranienburg nach Potsdam

Samstag, den 14. Mai 2011
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Ab Dezember 2011 soll es auf der Regionalbahnlinie RB20 eine Direktverbindung zwischen Oranienburg und Potsdam geben. Das teilt das Infrastrukturministerium in Potsdam auf Nachfrage von Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke mit.

Der Fahrplan soll vorerst ein Jahr lang gültig sein und habe zudem mit einer Brückensperrung zwischen Berlin-Charlottenburg und Wannsee zu tun.

Momentan führen zwei Streckenäste der RB20 von Potsdam nach Hennigsdorf und von Hennigsdorf nach Oranienburg. Reisende müssen in Hennigsdorf fast eine Stunde warten, womit die Strecke bislang unattraktiv ist.

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RTZapper

Markus Lanz: Vom Glauben, der Quote und Ehrlichkeit

Samstag, den 14. Mai 2011
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DO 12.05.2011 | 23.45 Uhr | ZDF

“Ehrlich? Wir gehen doch nicht ehrlich miteinander um!” Schauspieler Matthieu Carriere ist fast schon empört. Und der ZDF-Dampfplauderer Markus Lanz einen Moment lang irritiert: “Wir diskutieren doch grad…”
Aber mit Ehrlichkeit haben doch diese Promirunden eher weniger zu tun.

Markus Lanz hatte das alles wohl ein bisschen anders geplant. Seine Show am Donnerstag sollte eine Wundertüte sein. Lustige Laberei über das Altern. Die böse Einschaltquote, und früher war alles besser. Der liebe Gott. Pocher, der dreiste Quotenjäger. Mathieu Carriere, der Dschungelpapa. Und Gracia, die Tante von “DSDS” (irgendwann, erste Staffel – und, ach ja, Letzte beim Eurovision Song Contest), die auch gerade Zeit hatte. Was kann da schon rauskommen?

Eine explosive Mischung! Erstaunlicherweise. Aber damit hat selbst Markus Lanz wohl nicht gerechnet. Oder doch, wer weiß das schon.
Lauter wurde es erstmals, als sich Carriere und Matthias Matussek darüber stritten, ob Carrieres Ans-Kreuz-Nagel-Aktion etwas gebracht hat. Und dass Matussek stattdessen lieber ein Buch geschrieben hat. “Du hast mit deinem Buch gar nichts bewirkt!”, schrie Carriere quer über die Bühne.

Womit wir wieder beim Thema wären – dass wir doch hier alle total ehrlich sind.
Carriere bezeichnet die katholische Kirche als kriminell, Matussek nennt sie glückhaft und treu. Und Pocher muss lachen. Herrlich!
Zölibat. Ganz scharfes Thema. Lassen Sie uns das Thema hier nicht aufmachen, bittet Markus Lanz. Irgendwie läuft ihm das Ganze aus dem Ruder.
Ex-“NDR-Talk-Show”-Tante Alida Gundlach hört ihm leider nicht zu und regt sich weiter auf. Und Pocher? Du bist doch ehemaliger Zeuge Jehovas, sag doch auch mal was!

Ach ja, und dann der Kachelmann-Fall. Der geht Pocher auf den Sack. Wahrheiten gibt’s nicht mehr. Das Urteil, egal welches, wird angefochten. Und die Richter haben sich ja eh schon entschieden. Und alles ist sowieso für die Medien inszeniert.
Aber da muss der Lanz jetzt auch mal was sagen: Aber, Oliver, komm, wir, die Medien inszenieren das doch! Und überhaupt, hast du deine Kachelmann-Aktion doch wegen deiner miesen Quoten gemacht!
Hui, ich wusste gar nicht, dass es bei Markus Lanz so zur Sache geht!

Und dann noch diese Betroffenheits-Ehrlichkeitsdiskussion. Da war der Markus, der Lanz, aber wirklich kurz von der Rolle. Dachte er doch, alle sagen bei ihm die Wahrheit. In diesem Moment drohte, sich seine gemütliche Runde endgültig auseinanderzusprengen. Wenn es um Wahrheiten ginge, so Pocher leicht in Rage, habe er auch noch vier, fünf Fragen an Lanz zu stellen. Und ach ja, Markus, du weißt doch, wie das ist mit dem Privatleben und der Presse, du heiratest ja auch bald.
Ach ja? War das bekannt?

Oh, Zölibat? Haben wir schon über das Zölibat gesprochen? Matussek findet es gut, wie gesagt. Und das werde nicht geduldet, sagt er auch noch.
Großes Gescherei: Lass sie doch vögeln! – Sie sind von einer derartigen Wut! – Jetzt werd ich aber sauer von Ihrem blöden Gequatsche!

Was für ein spannender Schlagabtausch. Aus einer pupsig-öden Talkrunde ist innerhalb weniger Minuten eine fast schon brisante Debatte geworden.
Und, ähm, Gracia war auch da. Glaube ich jedenfalls.

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