Tagesarchiv für 13. Mai 2011

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Der ach so glanzvolle Henri-Nannen-Preis

Freitag, den 13. Mai 2011
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DO 12.05.2011 | stern

Hach ja, war dat schön! Herrlich! Wie sie alle in die Kamera gelächelt haben. Tolle Bilder!
“Die Gala der Worte” überschreibt der stern seine Geschichte über die Verleihung des Henri-Nannen-Preises für herausragende journalistische und fotografische Leistungen. “Es war das glanzvollste fest der Branche”, so steht’s da.

Nun ja. Dass es die peinlichste Verleihung des Jahres ist, das schreibt der stern nicht. Also, fast. Einen Absatz haut der stern in seiner Ausgabe 20/2011 dann doch noch über den Skandal der Verleihung raus.
René Pfister vom “Spiegel” erhielt den Reportagepreis, erzählte aber schon beim Akt, dass er eine der beschriebenen Szenen in seinem Stück nur aus Erzählungen kennt und nicht selbst gesehen hat. Wie der stern auch selbst schreibt: Der Eklat des Abends. Am Montag, Tage nach der Verleihung, wurde entschieden: Der Preis wird Pfister aberkannt.

Aber der stern möchte seinen Nannen-Preis natürlich nicht ramponieren und berichtet über den Skandal unter ferner Liefen. Wenn’s um Titten gegangen wäre, hätte das sicherlich zur Titelstory getaugt – aber das? Da wird lieber von den Küsschens und Herzchens berichtet. Und wer mit wem schick getanzt hat. Schöööön. Und jämmerlich.

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Harald Schmidt: Scheiß ARD!

Freitag, den 13. Mai 2011
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DO 12.05.2011 | 23.35 Uhr | Das Erste

Harald Schmidt teilt noch mal aus: Sven Lorig? Ein Nichtskönner. Der Song-Contest-Zirkus? Nervtötend. Frank Elstner? Au weia.
Demnächst verabschiedet sich Harald Schmidt von der ARD. Man geht nicht wirklich im Guten auseinander. In seinen letzten Sendungen vor seinem Wechsel zu Sat.1 ätzt Schmidt gegen seinen Noch-Geldgeber.

Ein Ausschnitt nach dem anderen demonstriert die Doofheite der ARD-Leute. Morgenmagazin-Mann Sven Lorig hat keine Ahnung von dem, was auf seinen Zetteln steht. Showmann Frank Elstner hat keine Ahnung von dem, was er da moderiert. Und so weiter.
Und die Häme läuft im Ersten, im rbb, im NDR, im Bayerischen Fernsehen, auf einsfestival – so kann es fast niemand versäumen, die dämlich die ARD ist.

Und irgendwie macht’s Spaß, das zu sehen…

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Eurovision Song Contest 2011 – 2. Halbfinale

Freitag, den 13. Mai 2011
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DO 12.05.2011 | 21.00 Uhr | Das Erste

Ding Dong! Jemand zu Hause? Scheinbar nicht.
Es war einmal eine Diva aus Israel. 1998 nahm sie am Eurovision Song Contest in Birmingham teil. Sie gewann. 2011 in Düsseldorf wollte es Dana International noch mal wissen. Und scheiterte im Halbfinale. So schnell geht das mit der Blamage. Und wir lernen: Für einen zweiten Erfolg reicht kein guter Name, sondern man braucht auch einen guten Song. Den hatte Dana International beim zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests leider nicht. “Ding Dong” war stattdessen ganz schön langweilig. Und tschüss!

Halbfinale Nummer 2 aus Düsseldorf konnte leider nicht mit Nummer 1 mithalten. Zu viel Durchschnittsware machten die Show auf die Dauer ein bisschen langweilig. Vielleicht hätte doch noch mal der ton ausfallen müssen. Oder das Licht. Oder beides.
Nur wenige Auftritte ragten heraus. Ganz vorn natürlich Irland. Die Ir(r)en scheinen unfassbare Summen für die Lichtshow ausgegeben zu haben. Dass die Jedward-Jungs nicht besonders gut singen können – egal. Die Sause war so teuer, die müssen sie einfach noch mal im Finale zeigen. Oder die Dänen: Tolles Lied, aber falsche Band. Die Pop-Nummer passte irgendwie nicht wirklich zu “A Friend in London”, von denen würde man eher irgendwelchen Rockquatsch erwarten. Aber vielleicht fällt ja im Finale das Bild aus – wäre nur zum Vorteil für die Dänen. Und auch die Esten. Der Song von Getter Jaani klang so beschissen, dass er leider schon wieder gut war. Das gilt auch für Schweden: “Popular”. Sehr eingängig.

Weiter sind (leider) aus die Leutchen aus Bosnien-Herzegowina. Sie schienen auf Droge zu sein, das merkwürdige Winken und die komischen Bewegungen der Klavierspielerin machten irgendwie Angst. Auch die Ösis haben es seit langem mal wieder geschafft. Nadine Beiler leidet allerdings am Dänen-Syndrom: Sehr schönes Lied, aber mieser Auftritt. Ihr Playmobiltoupet ist gruselig und überhaupt die ganze Bühnenshow eher zum Abgewöhnen.

Weiter sind auch die Ikraine, Moldawien, Slowenien und Rumänien. Nicht weiter sind dagegen die Musiker, die bahauptet haben, Weißrussland zu lieben. Als ob das jemand wissen will.

Eine Frage aber bleibt: Wer war eigentlich dieser komischer Typ, der mit den beiden Frauen moderiert hat? Und wo war Stefan Raab heute? Der trägt doch gar keine Anzüge. Wie auch immer: Der Einspieler mit Anke und Stefan, die versuchen, Grand-Prix-Lieder zu singen – der Höhepunkt der Show!

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