Monatsarchiv für Mai 2011

RTZapper

Dalli Dalli

Dienstag, den 31. Mai 2011
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DI 31.05.2011 | 13.00 Uhr | zdf.kultur

Gerade hat Barbara Schöneberger bei RTL für den guten Zweck eine Million Euro gewonnen. Im Ersten können Kandidaten auch locker 100.000 Euro gewinnen.
Vor 40 Jahren wäre das total utopisch gewesen.

Der Digitalsender zdf.kultur wiederholt dienstags die Quizshow “Dalli Dalli”. Damals lud Hans Rosenthal im ZDF zu heiteren Spielen ein. Und wer da gewann, sackte unglaubliche Gewinne ein: 30 Mark! Unfassbare 30 Mark!! Und manchmal auch ein Fahrrad! Aber die 30 Mark, darüber haben sich die Kandidaten am meisten gefreut.
Wer weiß, was man sich in den 70ern für 30 Mark noch alles kaufen konnte…

aRTikel

1991: Das alte Pionierhaus muss schließen

Dienstag, den 31. Mai 2011
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Mai 1991 I -> 21.5.2011

Rückblick: Im Mai 1991 gibt es keine Perspektive für die Einrichtung / Kremmener wollen Denkmal abreißen

MAZ Oranienburg, 31.5.2011

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg – und was stand in der MAZ? Diesmal: die zweite Hälfte im Mai 1991.

OBERHAVEL
Die Windmühle in Vehlefanz dreht sich wieder. Am 19. Mai 1991 hat sie ihre Premiere als technisches Denkmal.

Die Oranienburger Plastimat GmbH ist privatisiert. Nach wochenlangen Querelen mit der Treuhand geht der Verkauf nun über die Bühne. Neuer Besitzer ist die westfälische S und M GmbH, die bis Ende Juni 1991 bereits 2,6 Millionen Mark in Oranienburg investieren will. 90 der 96 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Die Bewohner der Oranienburger Robert-Koch-Straße und der Pasteurstraße sind überrascht: Unbekannte Heinzelmännchen entfernten das alte Straßenschild und ersetzten es durch ein Neues. Es ist nun allerdings das einzige Moderne im ganzen Wohnviertel.

Der Schmachtenhagener Gemeinderat erwartet, dass die Zahl der Einwohner des Ortes in den nächsten Jahr auf mehr als 7000 steigt. In der Siedlung Schmachtenhagen-West sollen 50 bis 60 neue Einfamilienhäuser entstehen.

Das Oranienburger Schülerfreizeitzentrum (das ehemalige Pionierhaus) steht vor dem Aus. Das Landratsamt sieht keine Chance auf ein Überleben. Ein Grund ist, dass in den Gebäuden an der Heidelberger Straße (heute Turm-Gelände) Asbest vermutet wird.

Die Kremmener Stadtverordneten wollen das Ehrenmal für gefallene sowjetische Soldaten des Zweiten Weltkrieges auf dem Marktplatz in Kürze abreißen lassen. Bürgermeister Michael Kinne sagt, dass das Monument nicht mehr zeitgemäß sei. Der Platz soll nun ohne Denkmal auskommen.

Olympia in Lehnitz? Eine Fachgruppe besichtigt nun den Schießplatz. Falls Berlin den Zuschlag für Olympia 2000 bekommt, sollen in Lehnitz die Schießwettbewerbe stattfinden. Das Fazit der Tester: Der Platz erfüllt die Anforderungen, einen S-Bahn-Anschluss gibt’s auch – nur ein Autobahnzubringer fehlt.

Die Borgsdorfer Kreuzung hat nun eine Ampel – zunächst jedoch nur eine mobile. Zwischen 1988 und Mai 1991 passierten an der Stelle 19 schwere Unfälle, dabei starben drei Menschen.

Gundula Klatt, die Bürgermeisterin von Vehlefanz, tritt am 23. Mai 1991 zurück. Hintergrund ist wohl der Streit um das geplante Gewerbegebiet in Vehlefanz. Neuer Bürgermeister ist Alexander Michaelis.

Landrat Karl-Heinz Schröter greift ein: Die Stadt Oranienburg will das Rathaus (in der DDR bekannt als „Rat der Stadt“) an der Straße des Friedens (Bernauer Straße) an die Dresdner Bank verkaufen. Das Landratsamt lehnt das ab, weil Büroflächen benötigt werden. Hinzu kommt, dass die meisten Stadtverordneten von den Verkaufsabsichten nichts wissen.

Das Grundstück Straße des Friedens 100 in Oranienburg ist unterdessen eine Großbaustelle. Dort entsteht das „Nahversorgungszentrum für die Neustadt“.

Bittere Nachricht für die Mitarbeiter in den Umschlagslagern der Spar-AG: Am 31. Mai ist in den Zweigstellen in Borgsdorf und Sachsenhausen Schluss. Dann folgt die letzte Auslieferung. Für die 162 Angestellten bedeutet das: Kurzarbeit null. Es gebe keine Perspektive für die Lager mehr, so Geschäftsführer Adolf Stuhr.

RTelenovela

Das Wohnmobil (4): Rache?

Dienstag, den 31. Mai 2011
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(3) -> 12.11.2010

Ich war böse zu den Wohnmobilfahrern, die ständig in Oranienburg falsch parkten und Knöllchen einsammelten. Ich habe sie an den Pranger gestellt – und ich glaube, heute wollte einer von ihnen Rache nehmen.

Auf der B273 kurz vor Sommerswalde. Ein Wohmobil tuckert mit Tempo 65 in der 80-Zone. Es sieht so ähnlich aus wie das, was in Oranienburg immer steht. Ob es wirklich dasselbe ist, darauf habe ich in dem Moment nicht geachtet.
Ich fahre hinterher. Plötzlich blinkt das Wohnmobil nach rechts, ohne abbiegen zu wollen. Das ist eigentlich ein Signal und bedeutet: Vorne ist frei, du kannst überholen.
Und tatsächlich schere ich leicht aus – und fahre wieder in meine Spur. Auf der Gegenspur steht in dem Bereich, in dem ich überholen würde, ein Auto.

Toll – ich sollte also überholen trotz Gegenverkehrs? Lieber Wohnmobilfahrer – wolltest du mich umbringen? Jedenfalls kann man sich auf diese Leute offenbar doch nicht verlassen. Wenn ich Knöllchen verteilen könnte – ich würde es dem Fahrer jetzt direkt auf seine Stirn kleben.

RTZapper

Kein Pardon

Montag, den 30. Mai 2011
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SO 29.05.2011 | 16.40 Uhr | kabeleins

Casting. Eine Mama steht mit ihre Tochter auf der Bühne. Die Kleine will aber nicht singen, und deshalb singt die Mama: “Mein Vater hat drei grunzende Schweine…”
Danach: Auftritt Peter Schlönzke. Er trällert das Lied von der Biene Maja, aber Heinz Wäscher, der Moderator der Show “Witzischkeit kennt keine Grenzen”, findet das alles nicht so doll.

“Kein Pardon” heißt die Komödie, in der Hape Kerkeling eben jenen Peter Schlönzke spielt. Der Film ist von 1992 und damit fast 20 Jahre alt. Damals hat niemand etwas davon geahnt, was zehn Jahre später beginnt und 2011 immer noch voll angesagt ist – die Castings.
Wenn man sich “Kein Pardon” heute ansieht, macht der Film – auch wenn Kerkeling tatsächlich sehr viel jünger und dünner ist – einen aktuellen Eindruck. Arrogante Moderatoren, die nach außen hin so tun, als hätten sie ihre Fans lieb. Schleimige Assistenten hinter den Kulissen – dazu der übliche Familienärger.

Sonntag lief der Film mal wieder bei kabeleins – und war ein großer Spaß.

RTelenovela

Traumtagebuch (77): Schlüssel her!

Montag, den 30. Mai 2011
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(76) -> 14.5.2011

Ich war mit meiner Mutter einkaufen, nun müssen wir mit dem ganzen Kram einen steilen Berg hochlaufen. Ich habe mein Fahrrad dabei. Wir stehen am Berg, und sie wirft meinen Fahrradschlüssel hoch. Ich bin total genervt: “Und ich wie soll ich jetzt das Rad aufschließen?”, frage ich. “Willst du es denn jetzt aufschließen?”, fragt sie.
Inzwischen ist sie nach oben geklettert und wirft den Schlüssel wieder runter.
Ich bin immer noch genervt, will nun mein Rad den Berg hochhieven.

Da sehe ich im Hintergrund einen Monitor. Thorsten Schröder liest “Tagesschau”-Meldungen vor. Ich höre ihm zu und bemerke, dass er ins Schlingern gerät. Schließlich bricht er während seiner Moderattion zusammen. Man hört Stimmen aus der Regie. Plötzlich erscheint eine andere Moderatorin – (und ich forsche noch, wie sie heißt – sie arbeitete beim SFB und beim ARD/ZDF-Vormittagsprogramm). Auch sie bricht während der Moderation zusammen und murmelt: “So kann man das doch nicht verarbeiten…”

Und dann bin ich aufgewacht.
Faszinierend. Im Traum habe ich verarbeitet, dass ich gerade mein Fahrrad in die Reparatur gebracht habe. Und dass ich meinen Schlüssel fürs Fahrradschloss suche. Und dass ich neulich eine Pannenshow gesehen habe…

RTZapper

Arena: Die Mehrzweckhalle

Sonntag, den 29. Mai 2011
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SA 28.05.2011 | 16.05 Uhr | radioeins

Am Sonntag spielen die Basketballer von Alba Berlin – und radioeins vom rbb war das am Sonnabendnachmittag einen Beitrag in der Sportsendung “Arena” wert. Am Ende wies der Moderator auf den Veranstaltungsort hin – das Sportevent steigt in der Berliner Mehrzweckhalle am Ostbahnhof.
Was klingt wie ein öder, verfallener, kleiner Schuppen ist in Wirklichkeit die moderne O2-World.

Es ist in unserer heutigen Zeit ein echter Zwiespalt. Fußballstadien oder andere Arenen sind immer öfter Werbeträger. Da gibt es die O2-World, die Kindl-Bühne, die MBS-Arena, das Allianz-Stadion und so weiter und so fort. Aber wieso muss man sich dem Werbediktat beugen? Die O2-World ist schließlich genau das – die Mehrzweckhalle am Ostbahnhof.
Andererseits: Was ist dann Alba Berlin? Wenn schon O2 weggelassen wird, dann müsste auch Alba unter den Tisch fallen. Wennschon, dennschon, radioeins!

RTelenovela

Luise trifft Louise vor Louises Schloss

Sonntag, den 29. Mai 2011
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“Luise”, das Musical der Musikschule Hennigsdorf, ist schon im Winter im dortigen Stadtklubhaus bejubelt worden. Rolf-Peter Büttner schrieb ein musikalisches Epos für seine Heimatstadt Oranienburg. Damals plädierte ich dafür, das Stück auch in Oranienburg selbst zu zeigen. Auch Bürgermeister Laesicke und viele weitere Leute sahen das so. Und heute ging “Luise” da über die Bühne, wo das Stück eigentlich auch hingehörte: in den Oranienburger Schlosshof.

Vor der tollen Kulisse eben jenes Schlosses spielte sich nun also die Geschichte ab, wie die Luise von heute, die Louise von damals trifft. Wie diese Louise nach Oranienburg kam und was sie veränderte.
Über den Schlosshof setzte sich langsam die Dunkelheit, die Fenster in den Flügeln waren beleuchtet. Über allem kreisten als Schwalben und später die Fledermäuse.

Mehr als 800 Leute applauderten am Ende den Akteuren, den Musikern und dem Schöpfer von “Luise”.
Was für ein Abend!

Fotos gibt’s bei Facebook, auf der Seite “MAZ-Willi OHV“.