Tagesarchiv für 19. April 2011

RT im Kino

Paul – Ein Alien auf der Flucht

Dienstag, den 19. April 2011

Irgendwie ist das ja schon ein bisschen langweilig. Da hat man schon mal einen richtigen Außerirdischen vor sich, und dann das: Er sieht aus wie alle Aliens, die so in den Filmen rumlaufen, und unsere Sprache spricht er auch noch. Paul (Stimme: Bela B.) ist ein Klischee.
Die beiden Engländer Graeme (Simon Pegg) und Clive (Nick Frost) kommen gerade von einer Comicmesse und wollen einmal quer durch die USA zu den Alienstätten reisen, als sie Paul treffen. Den wahren Alien. Er bittet sie, ihn mitzunehmen. Was genau sein Ziel ist, verrät er nicht. Klar ist nur: Paul ist auf der Flucht. Ein Mann in Schwarz verfolgt ihn. Und nicht nur er.

“Paul – Ein Alien auf der Flucht” von Greg Mottola ist eine nette Hommage an Alienfilme der 80er-Jahre. Man muss nicht mal genauer hinsehen, um Szenen aus “E.T. – Der Außerirdische” oder “Unheimliche Begegnung der dritten Art” zu entdecken. In der Originalversion hat sogar Steven Spielberg einen kleinen Auftritt.
Im Vordergrund steht nicht die Science-Fiction, sondern der Humor mit ein wenig Herz-Schmerz. So wirkt der Alien allzu menschlich, wo er doch schon so lange auf der Erde lebt. Er raucht, er trinkt, er kratzt sich an den Alieneiern.
Der Film handelt aber von der Freundschaft zwischen Graeme und Clive, von einer zerrüteten Familie, vom Schicksal eines Mädchens.
So schwankt der Film zwischen Komödie, Drama und Action. Hier und da gibt’s echte Lacher, so mancher Witz versandet jedoch, insgesamt hätte “Paul” sicherlich noch eine Spur witziger und abgedrehter sein dürfen.

7/10

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ORA aktuell

Stasi-Debatte: Semper tritt zurück

Dienstag, den 19. April 2011
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Gerhard Semper wird zum 30. April sein Mandat als Stadtverordneter niederlegen. Das teilte er am Montagabend der Stadtverordnetenversammlung mit.
Wie er sagt, sei die Stasi-Debatte der vergangenen Wochen nicht der Anlass, aber eine Ursache gewesen für seinen Schritt.

Vor allem aus gesundheitlichen Gründen, wolle er in den politischen Ruhestand gehen, so der 70-Jährige. Dennoch übte er erneut Kritik an der Diskussion. Sein Stasifall sei bereits Anfang der 90er besprochen worden. Er sprach von einer Schlammschlacht und einer Hetzjagd.

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RTZapper

Verstehen Sie Spaß?: Versteckt?

Dienstag, den 19. April 2011
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SA 16.04.2011 | 20.15 Uhr | Das Erste

Die Streiche mit der versteckten Kamera waren vor gut zwei Jahrzehnten noch Filme in ziemlich schlechter Bild- und Tonqualität. Schließlich waren ja Kamera und Ton versteckt.
Aber wie ist das eigentlich heute?

Am Sonnabend zeigte das Erste eine überraschend unterhaltsame Ausgabe von “Verstehen Sie Spaß?”. Darin wurde unter anderen ein Taxifahrer das Opfer der versteckten Kamera. Er sollte ein Brautpaar von A nach B fahren. Am Ziel jedoch stieg ein völlig anderes Paar aus. Später stand ein komplette andere Hochzeitsgesellschaft am anderen Ort. Der Taxler verstand die Welt nicht mehr.
Und das alles haben die Macher der Show wunderbar ins Bild gesetzt.

Der Verarschte schien ein Mikro zu haben. Alle relevanten Lockvögel hatten Mikros. Überall waren Kameras – und erstaunlicherweise bewegte Kameras. Im Auto fuhr jemand mit, der alles filmte. An den Start- und Zielpunkten müssen Menschen ganz offen gefilmt haben. Es wurde hin- und hergeschwenkt bei Dialogen. Es gab Zwischenschnitte, in denen man Details sah, wie zum Beispiel ein- oder aussteigende Menschen in Großaufnahme.
Wie geht das? Ist das alles vielleicht doch inszeniert? Oder durch nachfolgende Dreh aufgepeppt? Kann man als Zuschauer dem Format der “versteckten Kamera” noch trauen?

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RTelenovela

Zahnarzt (31): Zähneputzen deluxe

Dienstag, den 19. April 2011
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(30) -> 22.3.2011

Heute wird es ein bisschen eklig. Ich werde nämlich über meine Zahnprophylaxe erzählen, über die Zahnreinigung.
Es ist nämlich so, dass man sich dumm und dämlich putzen kann, so richtig sauber, sauber, sauber bekommt man die Zähne nie. Dann bildet sich Zahnbelag. Dreck sammelt sich in sogenannten Taschen. Das alles entzündet sich, das Zahnfleisch zieht sich zurück, und alles wird ganz dramatisch, und man hockt nur noch beim Zahnarzt rum.
Deshalb also die Zahnreinigung.

So sitze ich also auf dem Zahnarztstuhl. Nein, falsch. Ich liege im Stuhl. Und los geht’s. Mit einem Piksnadeldingsbumsgerät säbelt die Ärtzin (oder war sie eine Schwester?) zwischen Zahnfleisch und Zahn herum. Kratzt an der Stelle und an der nächsten auch. Dann raspelt sie weiter. Puhlt. Es knistert. Es ziept. Es ruckelt. Ganz doll angenehm.
Und bitte mal ausspülen. Ich spucke braunes Wasser aus. Hmmm, lecker. Ein paar rote Punkte sind auch dabei.

Weiter geht’s. Noch mehr schaben, raspeln, pieksen und und und. Und um den Rücken der Schwester (oder ist sie eine Ärtzin) zu schonen, liege ich inzwischen so tief im Stuhl, dass ich fast auf dem Kopf stehe.
Und ausspülen, bitte. Braun. Und rot. Diesmal mehr rot.

Noch weiter geht’s. Ich habe Glück, da ist Dreck, aber er hat sich noch nicht festgefressen. Das wäre nämlich so richtig schlimm gewesen.
Inzwischen hantiert die Frau in Weiß mit einem Gerät, das die Zähne aufraut. Und danach mit einem Gerät, das sie wieder glatter macht. Zum Schluss noch diese Paste und jene Paste.
Es kann noch ein bisschen bluten. Und am besten benutzen Sie eine weiche Zahnbürste. Und vielleicht auch mal eine Mundspülung. Und, ach ja, Zahnseide. Und die Zahnpasta XY. Und im nächsten Jahr machen wir das alles noch mal. Am besten jedes Jahr.
Das macht dann 75 Euro. Auf Wiedersehen!

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