Tagesarchiv für 10. April 2011

RTelenovela

Mein BMW und ich (16): Servus!

Sonntag, den 10. April 2011
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(15) -> 26.2.2011

Wir haben viel Zeit und viele, viele Kilometer zusammen verbracht. Wir waren gemeinsam an der sonnigen und an der tief verschneiten Ostsee, in München, in der Schwäbischen Alb und vielen anderen Orten. Unsere Beziehung war schwierig. Einmal hat er mich sogar stehen gelassen, und ich brauchte fremde Hilfe, um nach Hause zu kommen. Manchmal war er ganz schön klapprig. Und viele Leute haben Anteil genommen an unserer Beziehung.
Nun ist Schluss. Und ich habe schon einen anderen. Ja, so schnell geht das.

Die Rede ist von meinem Auto. Ich habe es heute abgegeben. Wir werden demnächst noch die Auspuffanlage reparieren und ihn dann verkaufen. Und ich fahre nun das Auto, den BMW, den mein Vater noch zu Lebzeiten gekauft hat.
Endlich mal einer ohne Macken. Und ich hoffe noch lange.

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RTZapper

Schneeland

Sonntag, den 10. April 2011
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SA 09.04.2011 | 23.30 Uhr | WDR

Weit mehr als 1300 Folgen der “Lindenstraße” hat Hans-W. Geißendörfer schon produziert. Vor kurzem wurde er 70. Aus diesem Anlass zeigte der WDR seinen Kinofilm “Schneeland” aus dem Jahr 2004.

Elisabeth will nach dem Tod ihres Mannes sterben. Auf einem hof in Lappland findet sie neben der Leiche einer alten Frau deren Tagebücher. Sie erzählen von Ina und wie sie einst vom Vater misshandelt wurde.

„Schneeland“ wird in zwei verschiedenen Ebenen erzählt. Wobei die heutige, in der Hauptsache von Maria Schrader gespielt, durchaus verzichtbar gewesen wäre. Gerade diese Szenen, die in heutiger Zeit spielen, wirken oft hölzern und schrecklich bemüht.
Interessant dagegen ist die Geschichte, die sich um Ina und Aron rankt. Diese ist meist glaubhaft erzählt und im Gegensatz zum Jetzt auch relativ spannend. Mitunter erschreckend und verstörend.
Insbesondere der ganze Anfang des Films lässt zunächst erahnen, dass es sich bei „Schneeland“ um einen absolut verkorksten Kunstfilm handelt, auf den man getrost verzichten kann. Das Gefühl bestätigt sich im Laufe der mehr als zwei Stunden (zu lang!) glücklicherweise im Großen und Ganzen nicht. Dennoch: So richtig rund ist der Film nicht.

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RT im Kino

Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln

Sonntag, den 10. April 2011

Maggie (Jenna Fisher) und Grace (Christina Applegate) sind schwer genervt: Ihre beiden Männer scheinen nur an das eine zu denken. Sie sehen nur noch einen Ausweg: Sie geben ihnen einen Freibrief. Eine Woche werden sie von ihrer Ehe freigestellt, dürfen machen, was sie wollen.
Rick (Owen Wilson) und Fred (Jason Sudelkis) wollen diese Zeit natürlich ausgiebig nutzen. Endlich mal nur nur den Frauen nachglotzen, sondern auch mal wieder so richtig…

Für die beiden ist “Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln”. So heißt der Film der Farrelly-Brüder, die sich einst mit der Sperma-ins-Haar-Szene bei “Verrückt nach Mary” unsterblich machten. Um Flüssigkeiten dreht es sich mitunter auch in ihrem aktuellen Werk. Und wie das immer so ist: Man erwartet etwas, es kommt auch etwas, allerdings dann doch anders, als man denkt.
Aber davon mal abgesehen: “Alles erlaubt” ist ein wunderbarer Film über zwei Freunde, die auf Abwege geraten wollen. Wenn die in die Jahre gekommenen Freunde in einer Kneipe versuchen, Frauen aufzureißen, dann kann das nur komisch sein. Und während die Männer feststellen, dass sie während ihres “Freigangs” irgendwas vermissen, genießen auch ihre Frauen das vorübergehend freie Leben.
Die Farrelly-Brüder schaffen es, ihre Gags auf den Punkt zu setzen, hier und da aber auch warmherzige, leise Momente zu schaffen.
Und auch wenn man beim Abspann schon ganz allein im Kino sitzt: Es lohnt sich, bis ganz zum Schluss zu warten.

8/10

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