Tagesarchiv für 7. April 2011

RTZapper

SF Dok: Kachelmanns Fall – Die Anzeige, der Medienrummel und die aufwändige Wahrheitssuche

Donnerstag, den 7. April 2011
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MI 06.04.2011 | 20.15 Uhr | 3sat

Jeder kennt vermutlich diese Szene: Wettermoderator Jörg Kachelmann kommt in Mannheim vom Haftrichter und muss durch eine Tür zum Gefangenentransporter laufen. Die Fotografen schießen jede Millisekunde ab, Kachelmann sagt: “Ich bin unschuldig!” Dann verschwindet er.

Eine Dokumentation des Schweizer Fernsehens, die 3sat am Mittwochabend zeigte, wirft diese Sekunden in ganz anderes Licht.
Was wurde Kachelmann alles vorgeworfen: Man habe die Szene inszeniert. Was wurde Kachelmann alles reininterpretiert: das Lächeln, das T-Shirt, sein Gang. Irgendwelche RTL-Schnepfen sezierten jede Regung, um zu sagen, wie falsch der Mann sei.
Dabei war alles ganz anders. Der Film “Kachelmanns Fall – Die Anzeige, der Medienrummel und die aufwändige Wahrheitssuche” zeigt, wie es war: Der Gefangenentransport stand ursprünglich direkt vor der Tür, und die Fotografen beschwerten sich. So hätten sie gar keine Fotos machen können. Man einigt sich, dass das Auto ein paar Meter weiter vorfährt.
Kachelmann musste an der Meute vorbei. Und die Meute machte ihre Bilder und kassierte. Um dann zu lästern. Diese Heuchler.

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RT im Kino

Saša

Donnerstag, den 7. April 2011

Was für ein Tag: Saša (Saša Kekez) muss in die Aufnahmeprüfung der Musikhochschule. Er will ein Klavierstudium aufnehmen. Also… eigentlich möchte seine Mutter, dass er Klavier spielt.
Doch Saša hat ganz andere Sorgen: Sein Klavierlehrer (Tim Bergmann) will wegziehen. Für den 19-Jährigen ein Schock, muss er sich doch eingestehen, dass er sich unsterblich in seinen Lehrer verliebt hat. Für ihn bricht eine Welt zusammen, er vertraut sich seiner Freundin Jiao (Yvonne Yung Hee) an, für die widerum auch eine Welt zusammenbricht – sie hatte sich mehr versprochen als eine platonische Freundschaft.
Seine Eltern kommen aus Mazedonien, und gerade sein Vater Vlado (Pedja Bjelac) könnte die Nachricht, dass sein Sohn auf Männer steht, sicherlich kaum verdauen.

Im Film von Dennis Todorović passieren alle Katastrophen, die möglich sind. Sašas Outing, ein miesenpetriger Vater, der zudem etwas plump erscheint. Eine sorgenvolle Mutter, die ihre Karriere zurückstellt. Die verliebte und (kurzzeitig) enttäuschte Freundin. Der Machobruder.
So ist “Saša” durchaus spannend, gerade in kultureller Hinsicht. Wann bekommt der kinozuschauer schon mal was über in Köln lebende Mazedonier mit? Wie sie ticken und handeln.
Aber gerade zum Ende hin ist Todorović doch etwas über das Ziel hinausgeschossen, da kommt es etwas “Dicke”. Aber vielleicht ist ja auch das das wahre Leben, das im kino eben nicht so oft vorkommt.

7/10

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RTelenovela

Traumtagebuch (74): Knut lebt doch (noch)!

Donnerstag, den 7. April 2011
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(73) -> 5.4.2011

Das ist die Story überhaupt, und es ist ein Skandal, dass niemand darüber berichtet. Knut, der Knuddeleisbär aus dem Berliner Zoo, ist nämlich nicht tot. Er lebt!

Ich bin in einem Raum, der ein bisschen wie ein Labor aussieht. Mandy begleitet mich. Ein Professor faselt irgendwas daher. Und da sehen wir ihn! Knut lebt! Er sitzt in einem Käfig und bewegt sich. Streckt sich. Steht auf, läuft hin und her. Allerdings ist er braun geworden und ist nicht mehr weiß. Aber er lebt, das ist doch die Hauptsache.

Der Professor erzählt uns, dass Knut ein Forschungsobjekt ist. Er ist schwer krank und wird bald sterben. Dann aber wirklich.
Ich beschließe, diese Geschichte öffentlich zu machen. Warum berichten alle, dass Knut tot ist, wenn es gar nicht stimmt?
Doch bevor es so weit ist, wache ich auf. Es war nur ein Traum.

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