Tagesarchiv für 28. März 2011

RTelenovela

New York (1): Times Square!

Montag, den 28. März 2011
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Erst als wir wirklich auf dem Times Square standen, war uns klar: Wir sind angekommen, wir sind in New York! In der glitzernden Metropole. Wer über den Times Square spaziert, wird mit vielen Eindrücken geradezu bombardiert. Allen voran: die Unmegen von Leuchtreklamen. Da wird für Musicals geworben, neue Fernsehshows, für Klamotten, Spielzeug und vieles mehr. Entlang der Straße stehen zig Leute, die uns in eine Stand-Up-Comedyshow locken wollten. Keine Ahnung, warum dafür so viele Werber gebraucht werden.
Am Sonntagabend sind auf der Bummelmeile Himmel und Menschen unterwegs gewesen, und dennoch: Von Hektik kann man nicht sprechen, die Menschen sind gelassen in dem munteren Treiben. Der Luft von Verbranntem steigt einem hier und da in die Nase, alle paar Meter stehen Imbisswagen, an denen man Hotdogs oder Burger kaufen kann. Was das kostet, wird dem Kunden erst verraten, wenn er die Geldbörse zückt. Vielleicht ist der Preis eine Glückssache.

Die Einreise nach New York war sehr viel unproblematischer, als wir vorher dachten. Und mein Laptop ist übrigens auch frei von Explosionsstoffen. Um das herauszufinden, musste ich einer Zollbeamtin durch den halben Flughafen folgen. Ein netter Herr wischte dann mit einem Wasweißich über Innenseite, um dann festzustellen, dass da nix ist. Und weil das so schön ist, musste ich gleich danach, bei der Rückkehr in den Abflugbereich, noch mal abgetastet werden…
Acht Stunden und 15 Minuten dauerte der Flug. Die gehen schneller vorbei, als man so denkt. Jeder hat seinen eigenen Monitor am Platz und kann wählen, was er sehen möchte. So vertreibt man sich die Zeit: ein bisschen lesen, Solitäre spielen, Musik hören, in einen Film reinschauen, noch ein bisschen lesen, und schon landen wir in New York.

In New York macht man erstes: warten. Warten, dass man rein darf. Warten, dass man seinen Stempel in den Pass bekommt. Der Beamte kennt sich mit den deutschen Passagieren schon aus. Er war sogar recht freundlich: Wie lange ich denn in NY bleibe. Echt, so lange? Er lächelte sogar. Wahnsinn! Und dann: “Rechte vier!” “Daumen!” “Linke vier” “Daumen!” Gemeint sind die Fingerabdrücke. Später noch ein Gesichtsfoto. Dann weiter zur Gepäckabholung. Erstaunlicherweise wollte niemand noch mal in unsere Koffer sehen. Das haben wir alles schon mal anders gehört…

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Vor 20 Jahren (58): Oma Kupfer

Montag, den 28. März 2011
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(57) -> 26.3.2011

Donnerstag, 28. März 1991.
Oma Kupfer ist gestorben. Sie war nicht meine richtige Oma, aber so was Ähnliches.
Man kann sagen, ich hatte in meinem Leben vier Omas. Zwei richtige Omas. Eine Stiefoma. Und eine Nennoma.
Oma Kupfer wohnte nebenan. Nach der schule war ich oft bei ihr, es gab meist etwas zu essen, ich las ihr aus der Zeitung vor, holte die Post aus dem Briefkasten vorn an der Robert-Koch-Straße.
Nach der Wende hat sie sich immer über die viele Reklame in der MV und der späteren MAZ aufgeregt. Man könne ja gar nicht mehr zwischen Werbung und dem Rest unterscheiden, sagte sie mal.

Am 22. Februar 1991 ist sie gestorben, fünf Wochen später, am 28. März 1991, wurde sie auf dem städtischen Friedhof beigesetzt. Sie kam in die Urne.
Was ich allerdings nicht mehr weiß: Ob ich bei der Beerdigung eigentlich dabei war, denn meine Eltern hielten mich als Kind immer von solchen traurigen Anlässen fern. Aber ich meine, dass ich in dem Fall dabei war.

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