Tagesarchiv für 13. März 2011

RTZapper

n-tv-Nachrichten: Japan und der Atom-GAU

Sonntag, den 13. März 2011
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SA 12.03.2011 | 3.00 Uhr (So.) | n-tv

Und wieder diese beiden Bilder: Das Atomkraftwerk im japanischen Fukushima aus der Ferne im Qualm. Dann dasselbe Akw und die Explosion. Der Nachrichtensender n-tv zeigt sie in seiner nächtlichen Sondersendung. Es sind die Bilder des Tages. Immer und immer wieder.

Heutzutage kann man es den Zuschauern offenbar nicht mehr zumuten, in einem Interview nur den Gesprächspartner zu zeigen. Um mehr Bewegung und Action zu bieten, muss es meist ein Splitscreen sein. Rechts der Experte, links die Bilder aus Japan. Und eigentlich immer dieselben. Der Qualm und die Explosion. Im Ersten liefen sie in der Dauerschleife. In der “Tagesschau”, im “Brennpunkt”, in den “Tagesthemen”. So erschütternd das Dokument auch ist: In der wenige Sekunden dauernden Dauerschleife werden sie nicht (noch) dramatischer.

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RTelenovela

Traumtagebuch (71): Du, hier?

Sonntag, den 13. März 2011
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(70) -> 28.12.2010

Ich betrete das Wohnzimmer. Es ist allerdings nicht meins und auch nicht das heutige meiner Eltern. Meine Mutter sitzt auf dem Sofa. Auf dem Sessel daneben: mein Vater.
Ungläubig staunend laufe ich um ihn herum, setze mich. Ich sehe zu ihm, er sieht zu mir. Ich sage nichts. Ich denke nur: Du, hier? Was machst du hier?
Es scheint, als ob alles normal ist.
Das ist es jedoch nicht, es ist ein Traum.

Der erste Traumtagebuch-Eintrag nach seinem Tod ist einer, in dem er vorkommt.
Jetzt ist es fast ein Vierteljahr her, und so langsam ist es auch oben im Hirn angekommen, dass es jemand fehlt.

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RTZapper

Tschernobyl – Der GAU und die Ohnmacht der Politik

Sonntag, den 13. März 2011
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SA 12.03.2011 | 20.45 Uhr | Das Erste

Dieser 12. März 2011 stand ganz im Zeichen des drohenden Super-GAU in den japanischen Atomkraftwerken. Wäre es da angesichts der Erdbeben- und Flutkatastrophe pietätslos gewesen, den “Musikantenstadl” zu zeigen? Das Erste verzichtete auf die Ausstrahlung der Liveshow – genauso wie der federführende ORF2 und das Schweizer Fernsehen. Sie wurde aufgezeichnet und soll später gesendet werden.

Dass die ARD am Sonnabend keinen “Musikantenstadl” zeigte, war richtig – auch wenn das mit Pietät wenig zu tun hatte. Die Show wäre mit fast drei Stunden einfach zu lange gewesen. Drei Stunden ohne Informationen aus Japan, das wäre angesichts der brisanten Lage in Japan einfach eine zu lange Zeit gewesen. Und unterbrechen kann man so eine Show auch schlecht – zumal das wegen der zeitgleichen Ausstrahlung in Österreich und der Schweiz auch gar nicht funktioniert hätte.

Stattdessen lief zur besten Sendezeit die hochinteressante Doku “Tschernobyl – Der GAU und die Ohnmacht der Politik”. Sie zeigte, wie die Politik und die Menschen in Deutschland 1986 auf den GAU in der Ukraine reagierte. Die Sowjets haben damals erst sehr spät und spärlich über die Katastrophe informiert. Da fragt man sich natürlich, warum die Japaner das 2011 eigentlich anders machen sollten. Angesichts der vielen widersprüchlichen Meldungen liegt die Vermutung nahe, dass die offiziellen Stellen mehr wissen, als sie sagen.

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