Tagesarchiv für 11. März 2011

aRTikel

Schnapszahl-Schmöker

Freitag, den 11. März 2011
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Kultur: Else Grigo hat in 20 Jahren 1111 Bücher gelesen

MAZ, 11.3.2011

FEHRBELLIN
Seit Else Grigo Rentnerin ist, hat sie viel Zeit, um Bücher zu lesen. Die 85-Jährige aus Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin) feierte in diesen Tagen ein besonderes Jubiläum. Sie las ihr 1111. Buch. Sie weiß das so genau, weil sie darüber eine Liste führt. In ihr Heft notierte sie, welche Bücher sie in den vergangenen 20 Jahren gelesen hat.
Der Schnapszahl-Schmöker war „Dezembersturm“ von Iny Lorentz. „Das ist ein wirklich sehr gutes Buch“, erzählte Else Grigo gestern. Sie schafft etwa 100 Seiten am Tag – meistens in der Nacht, wenn sie mal wieder nicht schlafen kann. „Bevor ich in Rente ging, hatte ich nie die Zeit dazu“, so die frühere Bäuerin.
Else Grigo ist Mitglied im Fehrbelliner Lesekreis. Dort treffen sich einmal im Monat in der städtischen Bibliothek ein gutes Dutzend Seniorinnen, um darüber zu diskutieren, was sie in letzter Zeit alles gelesen haben. Else Grigo ist regelmäßig dabei. Beim gestrigen Treffen beschloss sie, aus Anlass ihres 1111. Buches für ihre Mitstreiterinnen eine Torte zu backen.

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RTelenovela

Im Stall: Augen auf bei der Schuhwahl!

Freitag, den 11. März 2011
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Bei Temperaturen über 10 Grad kann man das schon mal machen: die leichten Schuhe wieder rausholen. Für Winterschuhe ist es einfach zu warm. Was ich leider nicht bedachte, als ich mit den Tretern aus dem Haus ging: Ich hatte einen Termin, wo ich besser doch die festeren Schuhe angezogen hätte: in einem Ziegen- und einem Schweinestall.

Kleine Kinder und Tierbabys. Das ist eine Kombination, der sich wahrscheinlich niemand entziehen kann. Ich begleitete heute 18 Kinder aus einer Königshorster Kita dabei, wie sie eine Tour übers Land machten.
Auf dem Karolinenhof zwischen Flatow und Kuhhorst besuchten sie die kleinen Zicklein im Stall. Kinder haben da erstaunlicherweise keine Berührungsängste. Sie fummeln überall rum, kneten auf dem Kopf der Tiere rum und suchen nach den Hörnern, die noch nicht da sind.
Und ich watete durch den Schlamm.

Gut zwei Kilometer weiter ist Kuhhorst. Auf dem dortigen Ökohof erwarteten uns Schweine. Eins hieß Rambo. Und ein kleines Mädchen kommentiere das arme Tier lapidar: “Rambo stinkt!” Ein anderes Schwein hieß Schnitzel – damit man gleich weiß, was mal draus wird, wie auch eine der Begleiterinnen der Kinder anmerkte.
Und ich watete durch den Schlamm. Der war noch schlammiger als bei den Ziegen. Glücklicherweise war ich nicht der einzige, der bei der Schuhwahl gepatzt hat. Ich wechselte einen Blick mit einer der Frauen – dann sahen wir auf unsere Schuhe und wussten, dass da was schiefgelaufen war.
Als wir aber die acht kleinen Ferkel sahen, von denen eins genüsslich bei der Mama saugte, war das schnell wieder vergessen.

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