Tagesarchiv für 10. März 2011

RTZapper

Tod einer Richterin – Auf den Spuren von Kirsten Heisig

Donnerstag, den 10. März 2011
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MI 09.03.2011 | 22.50 Uhr | Das Erste

Wenn “Hart aber fair” pausiert, hat das für den Zuschauer durchaus was Gutes. Denn dann bestückt die ARD ihr Programm gleich mit drei spannenden Dokumentationen.

Eine von ihnen war am Mittwochabend “Tod einer Richterin – Auf den Spuren von Kirsten Heisig”. Die Berliner jugendrichterin beging im vergangenen Jahr Selbstmord. Zumindest fand die Polizei sie erhängt in einem Wald in Berlin-Heiligensee. Ob es aber wirklich Selbstmord war, darüber schwieg sich die Doku aus.
Im Blog von Fernsehkritik.TV wird im Zusammenhang mit dem Film noch mal daran erinnert, dass es da durchaus Ungereimtheiten gab. So sollen Ermittlungsakten zurückgehalten worden sein. Auch erzählen so ziemlich alle ihr bekannten Menschen, dass sie von einer Depression nichts geahnt haben.

Doch diesen Rechercheweg gingen die Autoren der Doku nicht. Für sie stand der Selbstmord fest. Unstimmigkeiten waren da leider nicht interessant. So war “Tod einer Richterin” dann doch nur ein fast schon rührseliges Porträt ohne jede Brisanz. Neuigkeiten hat der Film schon mal gar nicht zu bieten gehabt. Da habe ich auf jeden Fall mehr erwartet.

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RTelenovela

Der einfache Weg zum Knöllchen (4): Behindert? Pah!

Donnerstag, den 10. März 2011
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(3) -> 27.1.2011

Neues von den Oranienburger Knöllchenverteilern. Die sind bekanntlich unerbittlich. Gern auch mal bei Behinderten, wie zwei Fälle zeigen.

Normalerweise müssen Fahrer, die auf Behindertenparkplätzen stehen, ihren entsprechenden Ausweis sichtbar auslegen. Am Auto eines Berliners, der die Turm-Erlebniscity besuchte, fehlte dieser Ausweis. Es gab ein Knöllchen. Obs der Fahrer den Nachweis vergessen hat oder das Ding runtergefallen ist, kann er im Nachhinein nicht sagen. Stattdessen schickte er eine Kopie des Ausweises ans Oranienburger Ordnungsamt. Doch da kennt er die Oranienburger schlecht. Denen ist so was schnurz. Im Nachhinein, was zählt das schon? Da kennt unser städtisches Ordnungsamt kein Pardon.

Fall 2: Der Behindertenausweis klebte an der Seitenscheibe und nicht an der Frontscheibe und lag auch nicht auf dem Armaturenbrett. Damit war der/die Knöllchenverteiler(in) offenbar überfordert, denn der rote Zettel klemmte trotzdem am Scheibenwischer. Und einen Nachweis müssen die Damen und Herren nicht liefern. Der Autofahrer, der im Recht ist, stieß beim Ordnungsamt auf taube Ohren.

“Die hören nicht zu – weil sie nicht wollen, können oder müssen”, beschwerte sich der Berliner Autofahrer am Mittwoch in der MAZ. Vielleicht hilft ja ein längeres Telefongespräch. Bei mir hat’s ja auch funktioniert. Am Ende jedenfalls.

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