Tagesarchiv für 5. März 2011

RTelenovela

Macht sie platt, die Bayern!

Samstag, den 5. März 2011
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Eine Region im Ausnahmezustand: Wenn in der Fußball-Bundesliga Hannover gegen die Bayern aus München antritt, dann fiebern in der Region alle Leute mit. In Hannover selbst, aber auch nördlich davon, in der Wedemark.
Schon als wir uns in Meitze ins Auto setzen, muss erst mal das Radio lauter gedreht werden. NDR2 berichtet live. Hannover führt. 1:0. Erster Jubel.

Wir spazieren durch Bissendorf, sehen uns die alten Häuser und Höfe an, laufen um das Heimatmuseum rum. Das Handy klingelt. Meldung aus Meitze: Es steht nun 2:0. Noch mehr Jubel.
Wir gehen schließlich ins Café im Bürgerhaus. Und auch dort beherrscht ein Thema den Raum. Und, wie steht’s?
Inzwischen 3:1. Wahnsinn! Die Frau hinterm Tresen erzählt, dass ihr Mann heute nicht zu gebrauchen gewesen sei. Schon den ganzen Tag sei er aufgeregt gewesen, haben sich seinen Hannover-96-Schal umgelegt. Die Kollegin nickt, bei ihr zu Hause sieht es wohl heute nicht anders aus. “Und wie steht’s noch mal? 2:1?” – “Nein, inzwischen 3:1?” Und schon wieder Jubel.
Minuten später. Das Handy klingelt erneut. Kurzer Blick auf die Uhr. Das Spiel müsste jetzt vorbei sein. “Und? Gewonnen?”
Es blieb beim 3:1, und im Bissendorfer Café sind nun alle Hannoveraner. Aber jetzt schnell nach Hause. “Sportschau” gucken! Sehen, wie die Bayern blöd aus der Wasche schauen.

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aRTikel

Sportstunde mit Annemarie

Samstag, den 5. März 2011
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Freizeit: Jeden Dienstag treffen sich in Königshorst 20 Frauen, um sich fit zu halten – gefeiert wird danach

MAZ Neuruppin, 5.3.2011

Die Frauensportgruppe gibt es bereits seit 19 Jahren. Lisa Kessler, das älteste Mitglied, feiert bald ihren 80. Geburtstag.

KÖNIGSHORST
Einmal recken und strecken. Lisa Kessler macht sich ganz lang, sie drückt ihre Arme nach oben. Sie gehorcht, was die männliche Stimme aus dem CD-Spieler ihr sagt. Immer noch: recken und strecken. Und dann auf der Stelle gehen, im Rhythmus der Musik. Dann wippen und in die Knie beugen. „Das ist schön und so richtig angenehm, nicht wahr?“, sagt die CD-Stimme. Einige der 20 Frauen im Saal stöhnen, haben angestrengte Gesichter. Lisa Kessler nicht. Obwohl sie die Älteste in der Runde ist. Im Mai wird sie 80.
Jeden Dienstag kommt sie in den Saal neben der Königshorster Grundschule, um sich gemeinsam mit den anderen Damen in der Frauensportgruppe fit zu halten – und das schon seit 1992. „Das macht mir nichts aus“, sagt sie. „Ich bin doch noch gelenkig und schlank.“
Damals, kurz nachdem ihr Mann starb, wurde sie von den anderen Frauen in Königshorst angeprochen, ob sie denn nicht mitmachen wolle in der Gruppe. „Eigentlich wollte ich nicht“, sagt Lisa Kessler und lächelt. „Aber dann haben sie mich einfach geholt. Ich weiß noch, es hat fürchterlich geregnet damals , aber es hat mir gefallen.“ Die Stunde Sport sei mal was anderes, findet sie. „Und ich finde schön, mit den anderen zusammen zu sein.“

Aus dem CD-Lautsprecher ertönt das Lied von „Annemarie“. Einige Damen summen mit während die auf der Stelle treten. Manche haben sogar die Puste, mitzusingen: „Liebchen ade, Scheiden tut weh, Annemarie!“ Das Lied zieht sich, der Rhythmus wird schneller. Jetzt geht es aufs Ganze. „Oh, noch eine Strophe?“, ruft eine der Frauen atemlos. Annemarie hat inzwischen die doppelte Geschwindigkeit erreicht, nur die wenigsten Frauen bleiben im Takt.
Sieben Minuten dauert das Lied. „Wir müssen schon eine ganz gute Kondition haben, um das durchzuhalten“, sagt Brigitte Seeger. Die 59-Jährige ist die Jüngste im Bunde, sie leitet die Gruppe das zweite Jahr. „Wir machen, was uns Spaß macht“, ergänzt sie. „Das ist eine tolle Truppe.“ Nachdem ihre Vorgängerin aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste, wurde sie von den Frauen gebeten, die Leitung zu übernehmen. Sportlehrerin ist sie nicht, sie hat sich trotzdem in ihre Aufgabe hineingearbeitet. „Und bis jetzt haben sie es mit mir aushalten“, sagt Brigitte Seeger und lacht.
Die Übungen, die sie im Laufe der Sportstunde absolvieren sind altersgerecht. Ein bisschen laufen, Maskeln an- und entspannen. Hauptsache bewegen. „Wir sind ja keine Teenies mehr“, so die Gruppenleiterin. „Das Wichtigste ist eigentlich, dass wir uns regelmäßig sehen.“

Das scheint – neben der Bewegung – eines der wichtigsten Motive zu sein. Denn das sagt auch Jutta Lachner. Die 72-Jährige ist seit neun Jahren dabei. „Ich bin damals hierher gezogen und habe etwas gesucht, wo ich mich einbringen kann.“ In der Sportgruppe fühlt sie sich nicht allein.
Viele der Frauen treffen sich schließlich nicht nur zum Sport, sondern auch zum monatlichen Kaffeetreff. Oft stellen sie nach dem Sportkurs die Bänke und Stühle in der Halle zusammen und feiern noch ein bisschen. Frauentag, Weihnachten, Geburtstage. „Das schweißt zusammen“, sagt Jutta Lachner. Im Hintergrund nickt Lisa Kessler. „Aber eben erst nach dem Sport.“ Diese Regel halten sie immer ein.

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RTelenovela

Sportlicher Qualm

Samstag, den 5. März 2011
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Oranienburg hat seit einiger Zeit eine sportorientierte Kita. Ob das aber auch für die dortigen Mitarbeiter gilt? Passen Zigaretten und Sport zusammen?
Vor der Sportkita nämlich standen heute zwei Damen, die ganz genüsslich eine durchgezogen haben.
Nun ja, vielleicht treiben sie ja danach wieder Sport.

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