Tagesarchiv für 1. März 2011

aRTikel

Von der Bühne an den Tatort

Dienstag, den 1. März 2011
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Porträt: Saskia Pauli (11) aus Schwante gehört neuerdings zum jungen Ensemble des Friedrichstadtpalastes

MAZ Oranienburg, 1.3.2011

Die Sechstklässlerin spielte schon in Musicals mit, komponiert eigene Lieder und hat noch viel vor.

SCHWANTE
Einmal im „Tatort“ mitspielen. Das wär’s. Mit Axel Prahl und Jan-Josef Liefers in einem Film. „Ich liebe Krimis“, sagt Saskia Pauli. Die Elfjährige aus Schwante sitzt in ihrem Zimmer am Keyboard. Hinter ihr hängt ein Poster der Fernsehserie „Das Haus Anubis“. Im Regal liegen unzählige Kuscheltiere. Sie spielt ein Stück, das sie selbst geschrieben hat. Es klingt melancholisch. Das allerdings ist Saskia ganz und gar nicht. Eher aufgeweckt und neugierig. Und talentiert.

Ihren „Tatort“-Traum könnte sie vielleicht sogar mal umsetzen – denn sie arbeitet sich gerade langsam, aber sicher in die Schauspielbranche ein. Sie ist seit einigen Wochen Mitglied in der Nachwuchsgruppe des Berliner Friedrichstadtpalastes. Dort hat sie derzeit einmal pro Woche Unterricht im Singen, Tanzen und Schauspielern. Dass es die Möglichkeit gibt, hat ihre Mutter Annett im Internet entdeckt. „Ich wusste, dass ich ihr das zutrauen könnte“, erzählt die 40-Jährige.

Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass Saskia damit zu tun hat. Sie geht auf die Neuruppiner Montessorischule, trat dort bereits in Theaterstücken und Musicals auf. Auch in Hauptrollen. Sie ist Mitglied im Schulchor. Außerdem besucht sie die Jugendkunstschule in Neuruppin und in den Ferien einen Stage-Coach in Berlin.
Auf Familienfeiern singt sie „I’ll Be There“ von Mariah Carrey. Und selbst wenn ihr niemand zusieht – im Wohnzimmer, macht sie auf Show. „Ich tue dann so, als wenn viele Leute da sind“, erzählt Saskia. „Das macht Spaß, aber Mama nervt’s manchmal.“ Neulich war sie bei einem Casting für den Film „Fünf Freunde“, es ging um eine Hauptrolle. „Aber da stehen für einen Neuling die Chancen eher schlecht“, sagt Mama Annett.

Im Friedrichstadtpalast sah das schon sehr viel besser aus. Da war Saskia eine von 45, die eingeladen waren. Sie bereitete sich gut vor, hat ein Lied aus „Cabaret“ gesungen, einen Tanz aus „Be Italia“ gezeigt sowie einen Monolog aus dem Stück „Eins auf die Fresse“ gehalten. „Ich war ziemlich aufgeregt“, erzählt sie. „Aber danach kam sie raus und war total happy“, sagt ihre Mutter. Knapp zwei Wochen später kam die Mail: die Einladung in den Recall. Nur sechs Mädchen waren dafür zugelassen, Saskia war eine von ihnen. Alle sechs Mädchen schafften es später in die „Starter 2011“-Gruppe. Nun beginnt das Training. Im kommenden Jahr darf sie in einer der Shows auftreten.

Eigentlich wollte Saskia auch zu einer richtigen Castingshow. Ins Fernsehen, zum „Supertalent“. Aber das hat ihr ihre Mutter schon ausgeredet. „Ich möchte ihr das ersparen“, sagt sie. „Man weiß ja nicht, wie das alles dort abläuft. Da finde ich den Friedrichstadtpalast schon eine tolle Sache. Dort werden sie betreut und ausgebildet.“ Das sei ihr wichtig. Saskia sieht das inzwischen auch so. Dennoch lässt sie es sich nicht nehmen, etwas vorzusingen. Ihre Stimme ist klar, sie hält die Töne. Auf Feiern bekam sie dafür schon von ihren Zuschauern „dreimal ja!“ zu hören, wie es bei Dieter Bohlen gern vergeben wird.

Die Schule darf dabei natürlich nicht in den Hintergrund treten. Nach der 6. Klasse wird sie im Sommer Neuruppin verlassen und entweder nach Oranienburg oder Kremmen wechseln. Sie könnte aufs Gymnasium, aber ihre Mutter Annett befürchtet, dass sie dort das Lernpensum und ihre Proben nicht unter einen Hut bekommt. „Wir streben das Abi an“, sagt sie, „aber nicht auf dem direkten Weg.“

Bis Saskia 16 ist, darf sie im jungen Ensemble des Friedrichstadtpalastes bleiben. „Was dann ist, wissen wir noch nicht“, sagt Annett Pauli. Klar ist wohl nur, dass Saskia nicht ins Erwachsenen-Ensemble geht. Eher in die Richtung Bühnenschauspielerin, Musical oder Film. Und wer weiß, vielleicht machen die „Tatort“-Kommissare Prahl und Liefers ja noch so lange weiter, bis Saskia Pauli aus Schwante dort ihren großen Auftritt hat.

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ORA aktuell

Medien: OGA im MOZ-Layout

Dienstag, den 1. März 2011
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Der Verkauf des Oranienburger Generalanzeigers (OGA) an die Märkische Oderzeitung (MOZ) ist seit Dienstag auch für die Leser spürbar. Der OGA und seine Schwesternzeitungen beziehen den Mantelteil nun von der MOZ aus Frankfurt (Oder).

Die Zeitung erscheint nicht mehr mit vier Teilen (Büchern), sondern nur noch mit zweien. Im ersten ist der Lokalteil, im zweiten der Rest inklusive Lokalsport. Besonders für Leser des Sportteils macht sich das neue Konzept stark bemerkbar. Hatte der Sport bislang ein eigenes Buch, befindet sich die Rubrik nun inmitten der Zeitung.
Sichtbar ist die Neuerung auch durch die verschiedenen Schriftarten und Layouts im Lokal- und Manteilteil.

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RTelenovela

Happy End beim Inder

Dienstag, den 1. März 2011
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Neulich waren wir in Hohen Neuendorf beim Thailänder, obwohl wir eigentlich zum Inder wollten. Peinlicher Irrtum. Aber wir haben das inzwischen nachgeholt, waren tatsächlich beim Inder.

Eigentlich ist dieser Eintrag nur für Tomtesk gedacht, der sich darüber beklagte, ich würde immer nur schlecht über Restaurants oder Essen schreiben. Deshalb: Es war lecker! Das Chicken Curry war ein Genuss! Und die Gaststätte war auch gemütlich. Am Anfang noch sehr leer – wir waren die einzigen Gäste, was meist kein gutes Zeichen ist -, dann füllte sich der Raum aber doch noch.
Da müssen wir unbedingt mal wieder hingehen!

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RTZapper

Oscar 2011

Dienstag, den 1. März 2011
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SO 27.02.2011 | 2.30 Uhr (Mo.) | ProSieben

Die Kritiker der diesjährigen Oscar-Verleihung scheinen eine andere Veranstaltung gesehen zu haben als ich. Die Moderatoren Anne Hathaway und James Franco seien langweilig gewesen, liest man vielerorts. Die Gala habe keinen Glemmer gehabt, und überhaupt.

Kann ich nicht bestätigen. Ich hatte bei den Oscars 2011, die ProSieben in der Nacht zum Montag übertrug, meinen Spaß. Mit einem unglaublich witzigen Einführungsfilm sorgten Hethaway und Franco für gute Stimmung. Sie switchten sich von einem Film in den nächsten. Sie machten Gags, verkleideten sich – was will man mehr? Die Kategorien folgten Schlag auf Schlag. Ich brauche nicht ständig irgendwelche Zwischenfilmchen und Nummern oder ewige Danksagungen. Seltsam war es dennoch, dass es diesmal offenbar keinen Ehrenpreis gab.

So kurzweilig wie in diesem Jahr war die Oscar-Verleihung jedenfalls selten. Aber vielleicht haben die Moserer ja etwas anderes erwartet.

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