Monatsarchiv für Dezember 2010

RTelenovela

Sein letzter Obstsalat

Freitag, den 31. Dezember 2010
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Noch einmal mit Genuss. Sein letzter Obstsalat. Die letzte Schüssel.
Heiligabend, da hat er noch gelebt. Und hat seinen Obstsalat gezaubert.
Apfelsinen, Mandarinen, Äpfel, Bananen, Weintrauben, Pfirsiche, Ananas, Rum. Und irgendwas habe ich in der Aufzählung bestimmt vergessen.
Nun ist er zwei Tage tot. Vieles bleibt. Sein Obstsalat wird in die Familiengeschichte eingehen.

Ein Kollege hat mir heute erzählt, sie hätten überlegt, eine Trauerkarte zu schreiben. Sie haben sich dagegen entschieden, und es war die richtige Entscheidung.
Mir ist ein persönliches Gespräch lieber. Ein Anruf. Oder einfach mal so. Ein paar Minuten zusammenstehen und erzählen. Sich erinnern.
Damit kann ich besser umgehen, als mit einer Karte. Oder mit bedrückendem Schweigen. Ich kann darüber reden, und ich möchte darüber reden.
Der Umgang mit Trauernden ist immer schwierig, aber ich gehöre wahrscheinlich zu den Leuten, die zwar nicht von jedem Fremden drauf angesprochen werden möchten, bei Freunden und Kollegen ist das anders. Reden hilft.

Ablenkung auch. Und seien es nur “Die 25 emotionalsten TV-Momente”. oder auch ein, zwei Stunden im Büro. Die Kollegen lassen mir den Freiraum, tatsächlich habe ich für morgen einen Beitrag geschrieben. Er ist in recht fröhlichem Ton, aber ich merke, wie mich das anstrengt. Mehr, als hier in den Blog zu schreiben.
Mein Dienst in Neuruppin wird ein paar Tage später beginnen.

Eigentlich war der ganze Tag heute völlig anders geplant, eigentlich wollte ich heute in Binz auf Silvester warten. Stattdessen sitzen wir im Bestattungshaus und beraten, welche Urne wir für ihn nehmen. Und was sonst noch zu klären ist.
Voraussichtlich am 21. Januar ist die Beerdigung.

RTelenovela

Im Winterwunderland (11): Das Diktat der geräumten Wege

Donnerstag, den 30. Dezember 2010
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(10) -> 24.12.2010

Manchmal ist ein kleiner Spaziergang sehr befreiend. Und durch das Winterwunderland zu stapfen, durch die malerische Landschaft, hat sowieso was.
Nebenbei kann man sich ansehen, ob denn auch wirklich alle ihren Schnee vor dem Grundstück weggeräumt haben. Entlang des Bahndamms in Oranienburg, zwischen Pasteur- und Berliner Straße, sind verschiedene Arten der Schneeräumung zu sehen. Und viele davon machen auch beim besten Willen einfach keinen Sinn.

Da ist zum Beispiel der schmale freigeschaufelte Pfad direkt am Zaun entlang. Kann man eigentlich ganz gut nutzen. Na ja, jedenfalls bis zu der Stelle, wo die beiden Nadelbäume über den Zaun hinweg wachsen. Der weg ist zwar frei, aber nicht begehbar, es sein denn, ich krieche drunter durch.

Beispiel 2: die ganz Gewissenhaften. Die räumen so ziemlich die komplette Straße frei. Sowohl die Fläche vor dem Zaun, als auch die komplette Straße an sich. Schon fast ein bisschen streberhaft.

Beispiel 3: die, die ein Eckgrundstück haben. Die müssen um die Ecke räumen. Und machen das auch. Ebenfalls ein schmaler Pfad am Zaun entlang. Um die Ecke. Blöd nur, wenn ich aber geradeaus weiter laufen will. Umweg oder Klettern. Das ist die Frage. Oder doch auf der Straße gehen.

Soll ja bald tauen. Vielleicht.

aRTikel

Systemkiller und andere Kinder

Mittwoch, den 29. Dezember 2010
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Rückblick: 52-mal „Willi“: Die MAZ-Jugendredaktion mit ihrer eigenen Jahresbilanz 2010

MAZ Oranienburg, 29.12.2010

Der ProSieben-Clubretter macht Stress in Marwitz. Und die Schweinegrippe den „Willi“-Schreibern. Eine Rückschau.

Januar:
2010 beginnt für einen 21-jährigen Oranienburger dramatisch. Beim Böllern zerfetzt er sich eine Hand.
Und auch die Schweinegrippe setzt vielen Menschen zu – auch „Willi“. Einer unserer Schreiber stellte Silvester fest, dass der Ouzo ja ganz schön heiß sei. War dann aber doch eher Fieber – und die Schweinegrippe.
Die Jugendlichen im Oberhavel-Süden fahren lieber nach Berlin in die Disko. Eine Umfrage bringt es ans Licht. Die Nordlichter düsen dagegen schon mal bis nach Walsleben in Ostprignitz-Ruppin. So oder so: lange Wege.

Februar:
Oranienburger Jugendliche recherchieren in Lehnitz für das Stolpersteinprojekt. Im Mittelpunkt steht ein jüdisches Genesungsheim. Das Potsdamer Landesarchiv bringt allerdings kaum neue Erkenntnisse.
Trotz Abistress: Ein Nebenjob nach der Schule muss sein. Schließlich will die Freizeit finanziert sein. Eine 17-Jährige aus Gransee bringt es auf den Punkt: „Man will teure, bessere Klamotten. Mehr Party.“

März:
2010 endeten die Nuller-Jahre. Wir fragten euch: Was brachte das Jahrzehnt? Vor allem Castingshows im Fernsehen. Und Facebook oder Jappi. Und natürlich den I-Pod.
Auch neu: Twitter. Der Kurznachrichtendienst im Internet ist immer beliebter. „Für mich ist es ein abstrakter Notizblock“, sagt ein 20-jähriger Oranienburger.
Am Hedwig-Bollhagen-Gymnasium in Velten sammeln Schüler für das Hilfsprojekt Operation Smile. Spendenläufe und Kuchenbasare gegen die Hasenscharten-Krankheit in der Dritten Welt.

April:
Die Band Jazzica Nabis aus Birkenwerder gewinnt beim Schooljam-Bundesfinale in Frankfurt am Main einen Sonderpreis.
Alfi Hartkor legt einen denkwürdigen Auftritt in der Beat-Fabrik in Marwitz hin. Er schied in der ersten Casting-runde von „Deutschland sucht den Superstar“ aus. Zu recht. „Ich bin praktisch der zweite H. P. Baxxter von Scooter“, sagte er im Willi-Interview. Fast wären Gläser geflogen, hätte Hartkor weitergesungen. Wenn man das singen nennen kann.

Mai:
Die Marwitzer Beat-Fabrik hat Ärger mit ProSieben. „Cem – Der Clubretter“ wollte die Disko modernisieren. Ein paar neue Lampen taten es auch, und im Fernsehen sah es aus, als würde der ganze Laden den Bach runtergehen. Die Disko gibt’s immer noch, auch ohne angeblichen Clubretter.
Veltens Jugend kämpft um den S-Bahn-Anschluss, die Verlängerung der S 25 in die Ofenstadt. Im StudiVZ im Internet gibt es entsprechende Unterstützergruppen.

Juni:
Jede Woche freuen sich die Bewohner des Oranienburger Domino-Seniorenheimes auf Besuch ihrer Schulpaten. Am Louise-Henriette-Gymnasium gibt es ein entsprechendes Projekt. Ausgezeichnet!
Die Theatergruppe „Obst“ probt in Oranienburg ihr 20. Stück. Es heißt „Biedermann und der Brandstifter“.
Willi ruft den Kampf Bibliothek gegen Wikipedia aus. Lesen sei zwar allgegenwärtig, aber immer weniger in gedruckter Form. E-Books sind auf dem Vormarsch. Bibliotheksleiterin Bölke hält das Aussterben der Bücher jedoch für keine realistische Vision.
Unterdessen ist Oberhavel im Fußball-WM-Taumel. In den Schulpausen dominieren Schwarz-Rot-Gold – und der eine oder andere Fernseher.

Juli:
Fritz-Moderator Thommy Wosch verkündet das Aus seiner täglichen Show „Ab 18“. Im Willi-Gespräch kündigt er aber schon die Fortsetzung an. Und tatsächlich: Einige Monate später geht er bei Energy auf Sendung.
In der Oranienburger Schulstraße muss es ein Drama gegeben haben. Auf dem Fußweg liegt ein zerrissener Schulaufsatz über eine Klassenfahrt. Note 3. Ist doch gar nicht soo schlecht …

August:
Mallorca liegt in Vehlefanz. So war das jedenfalls geplant, doch die Sause am Autohof geht im Dauerregen unter. Die Stargäste, Big-Brother-Jürgen und Willi Herren, kommen erst gar nicht.
Immer mehr Jugendliche planen ein Jahr im Ausland. Die Auswahl der Organisationen ist groß: vom europäischen Freiwilligendienst bis zum Parlamentarischen Patenschaftsprogramm.

September:
Startschuss für die Reihe „Soundtrack OHV“. „Willi“-Leser dürfen ihre fünf Lieblingslieder aufzählen. Und die „Willi“-Schreiber fangen an: Auf der Liste stehen The XX, Nena, The Killers und Silbermond.
Hannes Rössler aus Oranienburg, bekannt mit seiner Band Jazzkomplott, feiert mit seinem Kurzfilm „Gegensprechanlage“ in einem Berliner Kino Premiere.
„Willi“ stellt das WG-Abc vor. Zum Beispiel der Denkzettel am Kühlschrank: „Es freut mich, dass du dich verliebt hast. Ich möchte nachts aber schlafen.“
Das Kino-Zauberwort heißt 3D. Animationsfilme laufen kaum noch auf die herkömmliche Art.
Schock am Abend: Facebook funktioniert stundenlang nicht. Im Internet rumort es ein paar Stunden.

Oktober:
Martin Wenzel aus Oranienburg ist Rapper. Als Presto gibt er sein erstes Album heraus. Es heißt „Killer im System“.
Das Herbstforum des europäischen Parlaments tagt in Liebenberg. 50 Jugendliche aus ganz Europa sind zu Gast.
Moritz von Uslar gibt sein Buch „Deutschboden“ heraus. Dafür lebte er ein Vierteljahr in Zehdenick. Die Stadt heißt im Buch Oberhavel – oder Hardrockhausen.

November:
Die anderen Kinder gewinnen den Hennigsdorfer Bandwettbewerb. Kurz zuvor zeichnete sie bereits der Sender Radioeins beim Berlin-Festival aus.
Den Kampf unter den sozialen Netzwerken im Internet kann Facebook immer mehr für sich gewinnen. Das StudiVZ hat das Nachsehen.
Im Hennigsdorfer Stadtklubhaus proben die Musikschüler für das neue Musical „Luise“. Am 18. Februar 2011 ist Premiere.

Dezember:
Goethe ist bei Jugendlichen in Oberhavel ziemlich out. Sie tun sich schwer mit Werther und Erlkönig. Martina Köpp, Lehrerin am Rungegymnasium in Oranienburg, hält dagegen: Die Lebensweisheiten würden auf jede Zeit zutreffen.
Die Abschaffung der Wehrpflicht hat auch Konsequenzen für den Zivildienst. Ein 19-Jähriger aus Oranienburg spricht sich bei „Willi“ gegen das Aus des Zivildienstes aus.
Und zum Jahresende kommt noch eine erfolgreiche Band aus Oberhavel. Ramaze aus Zühlsdorf gewinnt den Landesrockwettbewerb in Potsdam.

ORA aktuell

Turm: Ärger um Preiserhöhungen

Mittwoch, den 29. Dezember 2010
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Die angekündigte Preiserhöhungen in der Turm-Erlebniscity in Oranienburg sorgt für Ärger. 1340 Kunden mit Fitnesscenterverträgen dürfen im neuen Jahr nicht mehr kostenlos in die Sauna und ins Bad wechseln. Künftig sind 4 Euro fällig – von Abokunden wollen die Betreiber für ein halbes Jahr ein halbes Jahr zunächst nur 2 Euro haben.

Wie “Die Mark Online” berichtet, sorgt die Änderung für einen Sturm der Entrüstung. “Wir werden von den rund 1340 Kunden einige verlieren“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Knoll. Er wirft seinen Kunden vor, den Vertrag nicht richtig gelesen zu haben – nach seinen Angaben gehöre die kostenfreie Nutzung von Sauna und Bad nicht zum Vertrag.
Die Betroffenen sehen das anders. Wie eine Lehnitzer Kundin sagt, stünden auch diese Konditionen im Vertrag. Das Versöhnungsangebot der Stadtwerke, Sauna und Bad künftig eine halbe Stunde kostenlos nutzen zu können, schlägt sie aus.

RTelenovela

Vati

Dienstag, den 28. Dezember 2010
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Vati ist tot.

Vor ein paar Tagen kam mir noch in den Sinn, dass ja in letzter Zeit einige bekannte Leute gestorben sind. Die Einschläge kommen näher, dachte ich. Aber sie kommen uns nicht zu nah. Dachte ich. Bis heute Nachmittag.

Plötzlich und unerwartet. So heißt es doch immer in diesen Traueranzeigen in der Zeitung. Man weiß, was das bedeutet. Und auch wieder nicht.
Er ist heute den ganzen Tag mopsfidel unterwegs gewesen. Wieder zu Hause. Und wieder unterwegs. Und dann ganz plötzlich: Aus. Von einer Minute zur nächsten.
Und dann liegt er da, und nichts wird mehr, wie es war.
Plötzlich und unerwartet.

Jetzt sitze ich hier, in der Küche meiner Eltern. Alle sind weg, alles ist ruhig. Neben brennen ein paar Kerzen, aus dem Laptop erklingt ruhige Musik von Moby.

Wir haben uns nichts nachzutragen. Wir waren mit uns im Reinen. Aber trotzdem: Viel zu früh, und überhaupt, er stand noch mitten im Leben.

Machs gut. Danke für alles. Und passe ein bisschen auf sie auf.

aRTikel

1990 – Jahr der Einheit: Golf jagt Trabant

Dienstag, den 28. Dezember 2010
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Dezember 1990 I -> 18.12.2010

Rückblick: Im Dezember 1990 sorgt ein Verkehrsrowdy für Wirbel / Armee im Umbruch

MAZ Oranienburg, 28.12.2010

Was passierte im Jahr der Einheit im Altkreis Oranienburg – und was stand in der MAZ? Diesmal: die zweite Hälfte im Dezember 1990.

OBERHAVEL
Nach der Wende ist auch die Armee im Umbruch. Am 12. Dezember 1990 zieht sie sich wieder ein Stück mehr aus Oranienburg zurück. 40 Panzer vom Typ T55 des Motschützenregiments in der Straße des Friedens (Bernauer Straße) werden per Güterzug nach Löbau abtransportiert und dort verschrottet.
Zur selben Zeit gibt die Bundeswehr bekannt, dass sie das Oranienburger Wehrkreiskommando schließen wird. Die Musterung und Einberufung der Soldaten sollen nun die Dienststellen in Neuruppin und Nauen übernehmen.
Die Raketenbrigade der Bundeswehr will bis März 1991 den Standort in Beetz aufgeben. Was mit der dortigen Kaserne passieren soll, ist noch völlig unklar. Die Beetzer Bürgermeisterin Ingeborg Füllert bekundet ihr Interesse am Standort: Sie denkt darüber nach, dort ein Kurhaus oder einen Gewerbepark zu etablieren.

Der Konsum von Kreuzbruch verzeichnet einen traurigen Rekord. Innerhalb von sechs Wochen wird das Geschäft sechsmal von Einbrechern heimgesucht. „Wegen Einbruch geschlossen“ – dieses Schild hängt nun öfter an der Ladentür. Die Diebe nehmen hauptsächlich Alkohol und Zigaretten mit.

Die Oranienburger müssen sich von der alten „Puckelbrücke“ an der Saarlandstraße verabschieden. Die Holzkonstruktion ist überflüssig, nachdem vor einigen Monaten die neue Dropebrücke eröffnet wurde.

Die Hilfsschule für lernbehinderte Kinder in Sachsenhausen sendet Hilferufe aus. Das Haus ist vollkommen verfallen, die Kinder erhalten ihren Unterricht in alten Baracken. Die sanitären Einrichtungen gelten als unzumutbar, die Turnhalle ist ein zehnmal fünf Meter kleiner Raum. Die Verantwortlichen denken über einen Standortwechsel nach. Vielleicht in Oranienburg, am besten in S-Bahn-Nähe.

Kurz vor Weihnachten kommen Maria und Josef nach Borgsdorf und eröffnen einen Gebrauchtwagenmarkt. Das Ehepaar Olteano benennt ihr Geschäft tatsächlich „Maria und Josef“, ab 1991 soll es auch Neuwagen geben.

Die Awu will 1991 ihre Preise senken. Der Preis für die Abfuhr einer Mülltonne sinkt von 4 auf 2,95 Mark.

Am 22. Dezember 1990 kommt es zwischen Hohen Neuendorf und Hennigsdorf zu einem denkwürdigen Zwischenfall. Mario R. aus Ulm knackte in Berlin einen Golf, im Lehnitzer Friedrich-Wolf-Haus trank er diverse Mengen Alkohol. Auf seiner Fahrt nach Hennigsdorf trifft er dann auf einen Trabant, der ziemlich langsam vor dem Golf herfährt. Der Trabifahrer fühlt sich vom Fernlicht des Golfs geblendet, fährt noch langsamer. Daraufhin überholt der Golf, lauert dem Trabi später aber wieder auf. Mario R. klemmt sich wieder hinter die Rennpappe, fährt mehrmals auf. Der Trabant stoppt. Der Golf nicht, er schiebt das Ostauto vor sich her. Als der Trabifahrer den Golffahrer zur Rede stellen will, verriegelt der die Türen und gibt dem Trabant stattdessen den Rest – mit sechs Rammstößen in die Seite. Der Ulmer flüchtet, die Polizei findet den Golf später in Hennigsdorf-Nord. Es kommt raus, dass der Mann auch in seiner Heimat schon per Haftbefehl gesucht wird.

Am Ende schaut Jette positiv auf 1990 zurück. Es gebe keinen Grund zum Meckern. Oder doch: Behältst du deine Arbeit? Das sei dann schon eine der wichtigsten Fragen der Zeit. Für das Jahr 1991 bestehe dennoch große Hoffnung.

RTelenovela

Traumtagebuch (70): Sturmschaden

Dienstag, den 28. Dezember 2010
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(69) -> 1.11.2010

Ich sehe aus dem Fenster. Es ist nicht das Fenster meiner Wohnung, sondern eines irgendwo anders.
Am Gebäude gegenüber steht ein Gerüst. Es ist stürmisch. Sehr stürmisch. Das Gerüst scheint schon sehr wacklig zu sein. Einige Teile haben sich offenbar schon gelöst.
Auf dem Gerüst steht eine große Zahl Bauarbeiter, die versuchen, es zu sichern. Doch es gelingt ihnen nicht. Der Sturm wird heftiger.

Und dann passiert es. Ein Teil des Gerüsts löst sich und fliegt auf mein Fenster zu. Es kracht durch die Scheibe, die Scherben fliegen durch den ganzen Raum. Und gleich noch eins. Das Gerüst löst sich auf, und mehr und mehr Teile fliegen auf unser Haus zu.

Nur meine Eltern bleiben gelassen. Hauptsache, der Fernseher wird nicht getroffen, meinen sie.

Ich wache auf und beschließe: Diesen Traum muss ich aufschreiben, ich muss mir Notizen machen, damit ich ihn in mein Traumtagebuch eintragen kann.
Dann wache ich wirklich auf. Und beschließe, na ja… siehe oben.