Tagesarchiv für 25. November 2010

RTZapper

Wosch – Die Energy-Abendschau

Donnerstag, den 25. November 2010
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DO 25.11.2010 | 18.00 Uhr | Energy Berlin

Da werden den verwöhnten Hitradio-Hörern aber ganz schön die Ohren schlackern. Jeden Abend zwischen 18 und 20 Uhr hat es sich bei Energy Berlin ausgedudelt. Stattdessen geht “Wosch – Die Energy-Abendschau” auf Sendung.

Plötzlich gibt es dort Telefonate mit Korrespondenten über Politskandale in den USA. Gefolgt von Countrymusik, weil irgend so ein Typ heute Geburtstag hat. Oder Wosch erzählt davon, dass eine bekannte Hamburger Hure gestorben ist. Dazu Independentsongs, die Energy-Hörer wahrscheinlich zu ersten Mal wahrnehmen.

Gewagt, gewagt! Mit der Show scheint Energy (nicht nur in Berlin, sondern bundesweit auf einigen Energy-Sendern) weitere neue Wege zu gehen. Nachts laufen Hörspiele, abends anspruchsvolle Unterhaltung. Wosch macht damit genau das, was er bis vor wenigen Monaten im rbb-Jugendradio Fritz getan hat – bis man ihn dort nicht mehr haben wollte. Dass er ausgrechnet im Formatradio wieder auftaucht, hätte wohl niemand gedacht.

Ob das funktioniert, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Schließlich ist Wosch scheinbar ambitionierter als so mancher öffentlich-rechtlicher Radiosender. Aber ob das auch gut ist? Schließlich ist Country immer irgendwie nervig. Wie übrigens auch Woschs Co-Moderatorin Kathrin Thüring. Die spricht, als ob sie erstmals beim Lokalradio auf Sendung gegangen ist: unangenehme Stimmlage und Betonung – und irgendwie ein bisschen dümmlich. Aber vielleicht gehört das ja zum Konzept.

Ich bin kein Freund davon. Ich höre dann doch lieber weiter radioeins. Volker Wieprecht und Robert Skuppin wirken um Längen sympathischer als Wosch in seiner Show.

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RTelenovela

Tempo 30? Ist doch toll!

Donnerstag, den 25. November 2010
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Ich habe seit heute ein neues Hobby. Es heißt: Ich-fahre-im-zweiten-Gang-in-der-Saarlandstraße-so-ziemlich-konstant-30-und-erfreue-mich-am-Rückstau. Hui, ist das ein Spaß! Okay, ich gebe zu: Spätestens auf der Hälfte der Strecke nickt man kurz weg, und eigentlich könnte man genauso gut das Auto schieben – aber der Landkreis Oberhavel fördert solche Hobbys.

Wieder sind die Bomben schuld. Diesmal daran, dass die Autos auf der Oranienburger André-Pican-Straße und der Saarlandstraße nur noch 30 fahren dürfen.
Nein, nein, das ist überhaupt nicht unsinnig! Ich finde das total sinnvoll. Schließlich müssen wir ja in Oranienburg überhaupt noch froh sein, Autofahren zu dürfen. Warum aber nicht auch alle anderen Straßen auf Tempo 30 abgesenkt werden, ist mir jedoch unklar. Es könnte doch schließlich auch mal eine Straße betroffen sein, auf der auch unser rühriger Landrat Karl-Heinz Schröter jeden Tag entlang fahren muss.

Im Übrigen dachte ich ja, dass der Abschnitt zwischen Mosel- und Lehnitzstraße längst abgesucht ist. Schließlich ist die Strecke dort gerade neu, die Brücke dahinter gerade mal 20 Jahre alt. Oder suchte die DDR keine Bomben beim Straßenbau?

Dass man es so richtig gut mit uns meint und uns nur schützen will, konnte man nur Stunden nach Aufstellung der 30-Schilder sehen: Denn schon hatten sich die freundlichen Herren mit dem Lasergerät postiert. Das nennt man dann wohl teure Erziehung. Oder auch Abzocke.

Wie geht’s weiter? Muss bald das Radio im Auto abgeschaltet werden, weil die Bässe die Bombe zum Platzen bringen könnte? Müssen die Fußgänger bald Filzlatschen anziehen? Kommt das Hüpfverbot?
Na los, Karl-Heinz, was hast du dir noch ausgedacht? Wann werden wir endlich evakuiert?

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ORA aktuell

Schlosspark: Wieder neues Gartenschau-Konzept

Donnerstag, den 25. November 2010
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Nach dem Gartenschau-Flop in diesem Jahr, soll im Oranienburger Schlosspark 2011 wieder alles anders werden.
Im Familien- und Bürgerpark Oranienburg sollen die Schwerpunkte neu gesetzt werden. Dazu gehört nicht nur ein teilweiser Rückbau der Beete, sondern auch die konzentration auf einige Events. Gemeint sind beispielsweise Orangefest und das “Hörspielkino unterm Sternenhimmel”.

2011 bekommt der Park einen Zuschuss in Höhe von 1,49 Millionen Euro. Immer wieder gab es Kritik daran, dass der Park auch nach der Landesgartenschau eine geschlossene Anlage bleibt.

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ORA aktuell

Tempo 30 auf der Saarlandstraße

Donnerstag, den 25. November 2010
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Neue Schikane für Oranienburgs Autofahrer: Seit Mittwoch gilt in der André-Pican-Straße sowie auf der Saarlandstraße zwischen Berliner und Lehnitzstraße Tempo 30.
Um die Geschwindigkeitsbegrenzung durchzusetzen, ließ die Stadt bereits Stunden später Kontrollen per Laser durchführen.

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RTelenovela

Zweibrücken – zwei Flüge

Donnerstag, den 25. November 2010
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Ganz sanft sinkt das Flugzeug aus Schönefeld über die rheinland-pfälzsichen Dörfer. Gleich werden wir in Zweibrücken landen. Das Flugzeug setzt auf, bremst – und dreht um. Auf der Landebahn, auf der wir eben angekommen sind, macht der Flieger kehrt und rollt zurück, biegt ab zum Gate.
Wo erlebt man so was schon mal? Das kann nur ein Flughafen sein, auf dem… nun ja, wenig los ist.

Die Ankunftshalle sieht aus wie eine provisorische Halle im Gewerbegebiet. Die Toiletten befinden sich in Containern.
Wir laufen raus und stehen im Nirgendwo. Selbst das Zentrum von Zweibrücken liegt einige Kilometer entfernt – und sonst ist viel freie Erde zu sehen.

Zehn Stunden später. Wir kehren nach Zweibrücken zurück. Wir wollen wieder nach Schönefeld. Die Abflughalle ist noch ziemlich leer.
Auf dem Bildschirm stehen die Flüge des Tages. Um 8.20 Uhr ging ein Flug nach Schönefeld. Um 19.45 Uhr geht ein Flug nach Schönefeld.
Und das war’s.
Klar, dass da noch Platz für den morgigen Flugplan ist. Für 8.20 Uhr ist ein Flug nach Schönefeld angekündigt. Um 19.45 Uhr soll dann ein Flug nach Schönefeld gehen.

Warum ist eigentlich noch keiner auf einen vernünftigen Werbeslogan für den Flughafen Zweibrücken gekommen. Passend wäre: Zweibrücken – zwei Flüge.

Zweimal am Tag ist also was los in der Halle. Hin und wieder startet wohl mal ein Urlauberflieger. Dennoch gibt es eine langgezogene Bar, an der es Getränke und Speise gibt. Verkaufen die den ganzen Tag? Wenn ja: für wen? Es kommt doch niemand!
Durch die Halle schlendert ein schwerbewaffneter Polizist. Seine Maschinenpistole macht keinen besonderen Eindruck. Offenbar glaubt niemand so richtig an einen Anschlag in Zweibrücken. Ein Chaos würde der jedenfalls nicht auslösen. Zwei Flüge würden halt ausfallen.

Eine weibliche Stimme fordert die Passagiere des Fluges nach Schönefeld auf, die Sicherheitsschleuse zu passieren. Das findet sie so aufregend (es passiert ja nur zweimal am Tag), dass sie das alle 10 Minuten wieder macht. Oder ist es doch nur eine Stimme vom Band?

Welchen Sinn hat es, für zwei Flüge einen ganzen Flughafen offen zu halten? Und das, wo Saarbrücken und Hahn nicht all zu weit entfernt sind. War es besonders billig, in Zweibrücken zu investieren? Über Fluglärm regen sich die Dörfler rumherum sicher nicht auf – für die zwei Flüge würde sich eine Demo gar nicht lohnen.

Noch nie bin ich so sanft mit einem Flugzeug gestartet wie in Zweibrücken. Noch nie habe ich so einen niedrigen Steigungswinkel erlebt.
In der Saarbrücker Zeitung steht unterdessen im Wirtschaftsteil die Meldung, dass die Flüge von Schönefeld nach Zweibrücken abgeschafft werden sollen.
Dann kommen die Mitarbeiter wohl nur noch sehr sporadisch zu ihrem Arbeitsplatz…

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RT im Kino

Stichtag

Donnerstag, den 25. November 2010

Na, Mensch! Da hatte Regisseur Todd Philips mit seinem Männer-Roadtrip “The Hangover” einen großen Erfolg. Nun dachte er sich: Mache ich doch einfach noch mal was Ähnliches, da werden die Leute schon wieder in die Kinos rennen. Und das funktioniert nur so halb.

In “Stichtag” treffen Peter Highman (Robert Downey, j.) und Ethan Tremblay (Zach Galifianakis, bekannt aus… na? Richtig! “The Hangover”) aufeinander. Sie wurden aus dem Flugzeug nach Los Angeles geschmissen und müssen nun mit dem Auto quer durch die Staaten. Und, wie sollte es anders sein, es ist ein chaotischer Trip. Ethan ist der abgedrehte, rücksichtlose, egoistische Nichtsnutz. Peter der genervte, der schnell nach Hause will, weil seine Frau ein Kind erwartet.

Das Ganze ist nur mäßig lustig. Das liegt zum einen daran, dass man das Gefühl hat, das alles schon mal gesehen zu haben. Zum sind Szenen, wie die, in der Peter am flughafen schikaniert wird, eher ärgerlich als witzig. Die Figur des Ethan taugt zwischenzeitlich auch mehr zum Fremdschämen als zum Lachen.
Dass die Komödie zudem noch ziemlich vorhersehbar ist – geschenkt. Kann man, muss man aber alles nicht haben.

5/10

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