Tagesarchiv für 18. November 2010

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1990 – Jahr der Einheit: Velten bekommt die S-Bahn – vielleicht 2010

Donnerstag, den 18. November 2010
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Oktober 1990 II -> 30.10.2010

Rückblick – November 1990: Unterschriften für den Zug von Kremmen nach Tegel / Birgit ist „Miss Busen“

MAZ Oranienburg, 18.11.2010

Was passierte Jahr der Einheit im Altkreis Oranienburg – und was stand in der MAZ? Diesmal: der November 1990.

OBERHAVEL
Die Liebenwalder Stadtverordneten geben Anfang November 1990 grünes Licht: Auf dem Gelände des Krankenhauses an der Zehdenicker Straße soll ein Senioren- und Pflegeheim entstehen. Fertigstellung bis 1996.

Auch Velten steht vor einem Umbruch. In Süd sind Wohnhäuser geplant, der Stadtkern soll erneuert werden und an der Gersinskystraße ein Marktplatz entstehen – mit einem Turm als künftigem Wahrzeichen der Stadt. Damit nicht genug: In der Kachelbrennerei in der Karl-Marx-Straße ist ein Gasthaus mit 80 Übernachtungsbetten geplant. Ärger gibt es um den geplanten Gewerbepark in Hohenschöpping. Dessen Vorteile: Autobahn-, S-Bahn- und Hafenanschluss und die bestehende Energievorsorgung. Der Nachteil – und um den streiten die Menschen: 200 Hektar Wald müssen für die Siedlung weichen.

Neue Supermärkte wachsen nun wie Pilze aus dem Boden: In Flatow öffnet ein Container mit einer Verkaufsfläche von 180 Quadratmetern, Birkenwerder bekommt demnächst einen Billigmarkt, in Lehnitz zieht Aldi in eine neue kleine Markthalle.

Die Zukunft der Fläche am Grabowsee in Friedrichsthal steht unterdessen in den Sternen. Dort, wo bislang sowjetische Militärfahrzeuge ein- und ausfuhren, herrscht nun Leere. Bürgermeister Michael Alpermann träumt von einer Rehabilitationsstätte oder einem Kinderdorf.

In der Oranienburger Nikolaikirche stellt sich am 11. November 1990 der Superintendent Pfarrer Albrecht Rademacher vor. Lob und Ruhm schlagen Gottes Brücken zu den Menschen, sagt er.

Erotisch geht es fünf Tage danach im Gesellschaftshaus in Oranienburg zu – bei der Wahl der „Miss Busen“. Eine gewisse Birgit gewinnt.

Die Kreissparkasse in Oranienburg baut an. Ein Kran hebt am 22. November einen Container von der Straße des Friedens (Bernauer Straße) über das Haus und den Flachbau daneben in den Hof.

Am 27. November überfällt ein maskierter Mann die Sparkasse in Bötzow. Seine Beute ist groß: 35 000 D-Mark.

Auf den Straßen rollt’s – dafür stehen die Züge. Oranienburg ist von einem Bahnstreik betroffen. Erst fallen die D-Züge aus, dann stoppt auch der Güterverkehr. Die Bahner wollen höhere Löhne.

Im Kreis Oranienburg müssen die Asylanten erneut umziehen. Ende September mussten sie von Schildow in die Oranienburger Kanalstraße wechseln. Der Kreistag legt nun fest, dass das Heim ab Januar 1991 in einem ehemaligen Internat für ausländische Arbeiter in Velten untergebracht wird. Leiterin Heidrun Wagner ist sauer, denn eigentlich stand Oranienburg als Standort fest. Wagner bekommt ihre Kündigung zum 31. Dezember.

Die Bürgerinitiative (BI) Kremmen-Tegeler Bahn sammelt 1500 Unterschriften für eine S-Bahn-Strecke von Kremmen nach Tegel. Die Mitglieder der BI sind sauer über die Politik, denn die Stadt Velten steht auf der Prioritätenliste ganz hinten. Das heißt, die S-Bahn kommt also wohl erst im Jahr 2010. Die BI fordert dagegen die Inbetriebnahme der Kremmener S-Bahn bis zum Jahr 1993.

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RTZapper

Sport und Talk aus dem Hangar-7

Donnerstag, den 18. November 2010
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MO 15.11.2010 | 21.05 Uhr | ServusTV

Red Bull ist toll. Das wollen wir hier mal festhalten. Red Bull ist nämlich nicht nur das süße Gesöff, sondern betreibt auch einen Fernsehsender in Österreich und ein Formel-1-Rennteam. Und das alles ist total toll. Ganz sauber. Ganz seriös. Dafür wollen wir jetzt mal kurz aufstehen und applaudieren. Und jubeln.
Sagte ich kurz? Nein, gern auch länger.

In der Sendung “Sport und Talk aus dem Hangar-7” bei ServusTV war am Montagabend der neue Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel zu Gast. Ein Coup für den kleinen Sender.
Auf den ersten Blick.
Auf den zweiten Blick hatte Vettel wahrscheinlich keine Wahl.
ServusTV gehört nämlich zu 100 Prozent der Red Bull Media House GmbH, einer Tochterfirma der Red Bull GmbH. Und auch das Team, für das Vettel fährt, gehört zu Red Bull.
Toll: Das Red-Bull-Team auf dem Red-Bull-Sender. Da bleibt eine Prise Eigenlob natürlich nicht aus.

Aber es wäre plump, das selbst zu tun. Also hebt Rennsport-As Niki Lauda zu einer Lobrede an.
ServusTV sei toll, besser als der öffentlich-rechtliche ORF. Applaus des Publikums. Jubel. Standing Ovations.
Das Rennsportteam sei toll. Und ganz sauber, das sei ja mal ganz anders gewesen. Aber jetzt nicht mehr. Das Red-Bull-Team habe den saubersten Sieg jemals eingefangen. Applaus des Publikums. Jubel. Standing Ovations.
Ach ja, und dem Zweiten im Team, Mark Webber, will man natürlich auch danken. Ganz toller Mann. Applaus des Publikums. Jubel. Standing Ovations. Und war da nicht gerade ein Anheizer kurz im Bild?

Sebastian Vettel fallen unterdessen fast die Augen zu. Nach seinem Sieg in Abu Dhabi bekam der WM-Fahrer nur wenig Schlaf. Mit schweren Lidern verfolgt er Lauda Laudatio. Aber um die Werbe- und PR-Sause kam er wohl nicht herum. So ein Titel hat eben nicht nur Vorteile.

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RTelenovela

Die facebooksche Comicplage

Donnerstag, den 18. November 2010
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Mal wieder ein neuer Hype bei Facebook. Für eine, nein, zwei, ähm, nein, drei Wochen ersetzen zig tausende User ihr Profilbild durch ein Comicfoto – und zwar das ihres Comichelden der Kindheit.

Wie eine Welle raste diese Aktion heute über das soziale Netzwerk hinweg. Etwa ein Viertel meiner Freunde haben sich in Alfred J. Kwak, den Jungdrachen Poldi, Lolek und Bolek, Asterix und Obelix, die Abrafaxe, den Maulwurf oder der Grinsekatze aus “Alice im Wunderland” verwandelt.
Ziel: Keine “Menschenbilder” mehr auf Facebook zu sehen, dafür eine richtige Flut an Kindheitserinnerungen. Das macht’s dann auch so schön übersichtlich – oder so.

Ich mache da einfach mal nicht mit. Und muss mich echt dafür verteidigen. Man sei uncool, ein Spielverderber. Selbst Leute, die sonst total vorsichtig sind und so gut wie nichts von sich preisgeben wollen, machen mit. Erstaunlich.
Bis 30. November soll das Ganze dauern. So lange habe ich lauter Comics als Freunde.
Ich bleibe standhaft und schätze alle meine Facebook-Freunde, die es auch bleiben. Wenn ich aber doch mitgemacht hätte, würde Wile E. Coyote an Stelle meines Gesichts da stehen.
Nur mal so als Info.

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