Tagesarchiv für 3. November 2010

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Den ganzen Tag Kekse und Torten

Mittwoch, den 3. November 2010
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Markus Zinnow (22) und Pascal Müller (16) sind Auszubildende bei der Bäckerei Kühnbaum in Töplitz

MAZ Potsdam, 3.11.2010

Sie haben großen Spaß an ihrer dreijährigen Lehre, und die Übernahmechancen sind hoch. Da stört es die beiden Lehrlinge auch nicht, dass sie meistens sehr früh aufstehen müssen.

Die Schicht von Markus Zinnow beginnt mitten in der Nacht. Gegen 0 Uhr muss der 22-Jährige in der Backstube der Bäckerei Kühnbaum in Töplitz (Potsdam-Mittelmark) sein. Gegen 9 Uhr hat er dann Feierabend. Er ist im dritten Lehrjahr und will Bäcker werden. Bis zu 30 verschiedene Sorten Brötchen für neun Läden müssen rechtzeitig fertig sein. „Ich lerne aber auch den Umgang mit Cremes und Torten“, erzählt er. Am Anfang sei die Arbeitszeit eine echte Umstellung gewesen, erinnert er sich. „Spaß macht es aber trotzdem.“

Markus ist einer von zwei Auszubildenden bei den Kühnbaums in Töplitz. Pascal Müller hat gerade erst angefangen, ist im ersten Lehrjahr. „Ich werde Konditor“, erzählt der 16-Jährige aus Potsdam. Um 6 Uhr in der Früh geht’s los. „Es ist viel Handarbeit. Ich mache zum Beispiel Streuselkuchen oder Kekse.“ Zwei Wochen Praxis wechseln sich mit einer Woche Schule in Brandenburg an der Havel ab.

„Viele können sich unter unserem Beruf nichts vorstellen“, sagt Gunnar Kühnbaum, der Chef seiner Firma. „Oft sind Bewerber erstaunt, was sie alles für Kenntnisse brauchen.“ Es müsse ein technisches Verständnis für die verschiedenen Maschinen da sein, sie müssen sich Wissen über Teigbildung und Frischhaltung erwerben. „Es ist schwer geworden, junge Leute zu finden, die eine Lehre zum Bäcker machen wollen“, so Kühnbaum weiter. Auch mit der Nachtarbeit kämen viele nicht klar. „Dabei ist das wirklich eine krisensichere Arbeit.“ Brötchen würden immer gegessen.
Zur Ausbildung gehören die Herstellung der Rohstoffe für die Brote, Brötchen, Kuchen und Torten. Wichtig, so Kühnbaum, sei auch die Hygiene und die Werterhaltung der Maschinen. Voraussetzung seien unter anderen gute Kenntnisse in Mathematik. „Die schulischen Leistungen müssen schon einigermaßen gut sein“, sagt Gunnar Kühnbaum. „Das Interesse ist wichtig, sie müssen sich verantwortlich für das fühlen, was sie da machen.“ Besondere Vorkenntnisse seien nicht notwendig. „Wir sind allerdings öfter mal überrascht, wie viele junge Leute das Backen als Hobby für sich entdeckt haben.“
Die Übernahmechancen seien recht hoch. „Wenn die Leistung entsprechend ist und überhaupt das Interesse da ist, auf jeden Fall“, sagt Gunnar Kühnbaum. Die Bäckerei gibt es seit 1910, in diesem Jahr feierte die 60-köpfige Belegschaft den 100. Geburtstag des Unternehmens.

Markus Zinnow und Pascal Müller sind sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. „Das schönste ist, zu sehen, wie sich aus Getreide, Mehl und den anderen Zutaten nach und nach das Produkt entwickelt“, erzählt Markus Zinnow. „Man sieht, was man geschaffen hat, wenn dann im Ofen das Brot liegt.“ Pascal Müller sieht das genauso: „Ich finde es toll, wie kreativ man in dem Job sein kann.“ Wenn er seine Lehre als Konditor abgeschlossen hat, stehen ihm alle Wege offen. „Als Konditor findet er immer eine Arbeit“, glaubt Gunnar Kühnbaum.

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Straße ohne Regeln (3): Andersrum und umgedreht

Mittwoch, den 3. November 2010
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(2) -> 29.9.2010

Wer soll da eigentlich noch durchsehen? Vor etwas mehr als einer Woche ist die umgekehrte Einbahnstraßenregelung in der Oranienburger Mittelstraße aufgehoben worden. Und das, obwohl erst Tage zuvor die (zu dem Zeitpunkt) richtige Beschilderung hergestellt worden ist.
Die Mittelstraße war wieder die übliche Einbahnstraße, und sogar die Parkplatz-Schilder und der ganze Rest wurden fix wieder angebracht.

Heute Morgen war dann aber wieder alles anders. Die Mittelstraße ist wieder mal umgedreht worden. Die Zufahrt von der Bernauer Straße ist gesperrt. Grund ist wohl die Baustelle in der Stralsunder Straße.
Bald kommt es so weit, dass man jeden Tag erst mal nachsehen muss, welche Regel denn eigentlich in der Mittelstraße heute nun wieder gilt. Warum nun aber die Zufahrt aus der Schulstraße in Richtung Willy-Brandt-Straße verboten ist, weiß wohl nur der findige Verkehrsbestimmer von Oranienburg.

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