Monatsarchiv für Oktober 2010

RTelenovela

Eine Currywurst ist eine Bratwurst – nur geschnitten

Freitag, den 29. Oktober 2010
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Wahnsinn, im Potsdamer Sterncenter gibt es Currywurst mit Pommes zum Sparpreis von nur 4,40 Euro. Allerdings weiß ich nicht genau, was daran ein Sparpreis sein soll, bei mir um die Ecke kostet die Kombi genau 2,35 Euro.

Ich habe das erste Mal etwas bei diesem Currywurstlädchen im Sterncenter gekauft. Bislang war ich immer der Meinung, dass das alles ganz schön teuer dort ist. Heute also meine Premiere. Und nun denke ich, dass das alles ganz schön teuer dort ist.
Was die Currywurst ohne Pommes kostet, wird uns vorsichtshalber nicht verraten. Aber wenigstens war die Verkäuferin gut drauf. Irgendwelchen Touristen erklärte sie den Unterschied zwischen einer Bratwurst und einer Currywurst. Im Grunde sei das das Selbe, nur dass die Currywurst geschnitten wird und Currypulver auf den Ketchup kommt. Die Touristen schienen das nicht recht glauben zu wollen, und die Frau hinter der Theke meinte: “Wieder was dazugelernt, ne?!” Dabei möchte ich das anzweifeln, dass der Unterschied tatsächlich so simpel ist.
Aber Frauen, die teure Würste verkaufen, können einem ja alles erzählen…

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RTZapper

Werbung: BMW

Freitag, den 29. Oktober 2010
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DO 28.10.2010 | 17.58 Uhr | radioeins

Du willst einen Gebrauchtwagen kaufen? Vielleicht einen BMW? Der Begriff “Gebrauchtwagen” ist den Leuten bei BMW neuerdings zu poplig. Gebrauchtwagen heißen dort jetzt “Premium Selection”. Dafür macht die Firma momentan ordentlich Werbung, auch bei radioeins.

Das Ding wird überprüft und aufgemöbelt, blitzblank geschrubbt. Okay, das machen eigentlich alle Autohändler, aber der BMW ist eben auch alt und gebraucht noch was ganz Besonderes. Premium Selektschn. Sehr cool.

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RT im Kino

Wir sind die Nacht

Donnerstag, den 28. Oktober 2010
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Die Kamera zeigt Berlin von oben. Diesen Moloch. Ein beeindruckender, ja, irgendwie schöner Moloch. Aber da unten, irgendwo in dieser Stadt, da tut sich sich etwas Unheimliches.

Lena (Karoline Herfurth) wird bei einem Diebstahl ertappt. Der junge Kommissar Tom Serner (Max Riemelt) kann sie zwar in ein Gespräch verwickeln, und sie findet ihn auch süß, aber sie flüchtet wieder. Sie landet in einem Club. Die Besitzerin ist eine mondäne Erscheinung, die es auf Lena abzusehen scheint. Am Ende des Abends weiß Lena: Louise (Nina Hoss) ist eine Vampirin. Ihre beiden Freundinnen Charlotte (Jennifer Ulrich) und Nora (Anna Fischer) ebenfalls. Und Lena – auch. Louise hat Lena gebissen.
Auch dem verwahrlosten Mädchen wird eine junge Frau, die gemeinsam mit den anderen im Luxus schwelgt. Teure Klamotten, Autos und Hotels. Doch die Mordlust und der Blutdurst bringen bald die Polizei auf den Plan. Auch Tom Serner, und Lena ist in der Zwickmühle.

Applaus, Dennis Gansel! Es war keineswegs sicher, dass “Wir sind die Nacht” ein guter Film sein würde. Das Genre des Vampirfilmes, des Horrors, sind nicht zwingend die Art von Film, die in Deutschland besonders gut funktionieren und stattdessen oft im Trash endeten. “Wir sind die Nacht” ist alles andere als Trash. Nach “Die Welle” bringt Regisseur Dennis Gansel sein nächstes Werk ins Kino – und kann erneut überzeugen.
Okay, letztlich dreht sich die Geschichte wieder nur um die Liebe. Die Vampirin, die auf der Suche nach Liebe und Luxus zu scheitern droht. Der Film ist spannend, zuweilen eklig, bietet stellenweise ordentlichen Grusel. Selbst die komödiantischen Elemente funktionieren vor allem dank Anna Fischers Humortalent hervorragend. Wenn Gansel eine der “Weiberkampfszenen” weggelassen hätte, die dann doch eher an die plumpen Angelina-Jolie-Actionreißer erinnerten, wäre das alles perfekt gewesen.
Hinzu kommt ein fabelhafter Soundtrack und überhaupt eine interessante Ästhetik – Kameraführung, Schnitt. Und überhaupt, wie Berlin in Szene gesetzt wurde – ein ehemaliges Schwimmbad in Lichtenberg dient als Club, der verlassene Plänterwald, der Tiergartentunnel und der Tropical Islands in Brand vor den Toren Berlins – ist höchst beeindruckend. “Wir sind die Nacht” ist nicht nur ein gelungener Vampir-, sondern auch ein exzellenter Berlin-Film.

9/10

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RT liest

Moritz von Uslar: Deutschboden – Eine teilnehmende Beobachtung

Mittwoch, den 27. Oktober 2010
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Dass mal Zehdenick so in den Blickpunkt der Bücherwelt gerückt würde, hätte ich nicht zwingend erwartet. Als ich das letzte Mal dort war, fand ich eher so mittelmäßig. Um es mal so auszudrücken. Der Autor Moritz von Uslar verbrachte sogar mehrere Monate dort.
Aber schon die Fahrt mit der Regionalbahn von Oranienburg nach Zehdenick scheint er in keiner sehr guten Erinnerung zu haben: „Motherfucking Sachsenhausen“, schreibt er in seinem Buch. „Motherfucking Nassenheide. Motherfucking Grüneberg. Motherfucking Bergsdorf.“ Jämmerliche, heruntergekommene Weiden, das Elend, die Kargheit. Der Autor spricht von einem Provinz-Grusel-Frieren.
„Deutschboden – Eine teilnehmende Beobachtung“ heißt das Buch, für das Moritz von Uslar im Frühjahr 2009 drei Monate in Zehdenick lebte. Zehdenick, das im Buch Oberhavel, Hardrockhausen oder auch einfach nur Provinzhöllennest heißt, hat er scheinbar zufällig auf der Durchreise entdeckt – und sich verliebt. In der Innenstadt erblickt er „ein Bild der Freundlichkeit, Buntheit, Geschäftigkeit“, wie er schreibt. Er berichtet von den Jugendlichen, die am frühen Abend ihre Runden mit den Autos drehen, einen zehnminütigen Parcours abfahren.

Ausführlich erzählt Moritz von Uslar über seine Begegnungen in der Gaststätte Schröder. Wie er, der Mann mit Hut, kritisch beäugt wird, von den Rufen des Kellners, der mit dem Tablett durchs Lokal rennt: „Lecker, lecker, lecker! Molle, Molle, Molle!“ Der Autor lernt die Zehdenicker Jugendlichen kennen. Sie zeigen ihm den abendlichen Treffpunkt an der Tankstelle am Stadtrand, wo alles besprochen und jeder Kunde beobachtet wird.
Warum von Uslar allerdings nur den Namen Zehdenick nicht nennt, umliegende Orte wie Templin, Gransee oder Liebenwalde aber schon, ist nicht klar. Noch dazu, weil Oberhavel bekanntermaßen der Landkreis ist in dem sich von Uslars Kleinstadt befindet. Auch viele Namen der Menschen, die er traf, hat der Autor geändert, andere nicht. So gibt es die Gaststätte Schröder, die Pension Heimat unter dieser Bezeichnung nicht.

Die Band 5 Teeth Less gibt es wirklich. Die freut sich, dass sie durch das Buch viele Klicks bei Myspace hat. Seine Beschreibung von Zehdenick käme der Wahrheit sehr nahe, auch wenn das vielen weh tun würde.
Die Jungs von der Band waren es auch, die dem Reporter ihr Deutschboden-Ritual zeigten. Wenn sie zwischen Zehdenick und Templin am Schild „Deutschboden 1km“ vorbeikommen, hupen sie und rufen „Deutschboden!!“ Das hat ihm offenbar so gut gefallen, dass sein Buch gleich einen Namen hatte.

Es ist ein sehr spannendes Buch geworden. Geradezu liebevoll beschreibt er die Leute in Oberhavel, also in Zehdenick. Der Reporter interessiert sich für ihre Geschichten, kommentiert sie, ordnet sie ein. Wenn einige Zehdenicker sauer sind: An keiner Stelle macht sich der Autor über die Kleinstädter lustig, im Gegenteil: im Laufe der drei Monate scheint er viele von ihnen lieb gewonnen zu haben. Insofern ist „Deutschboden“ ein wunderbares Porträt über eine Stadt, die viele Leser vielleicht mit neuen Augen sehen werden.

Moritz von Uslar: Deutschboden – Eine teilnehmende Beobachtung
Kiepenheuer & Witsch | September 2010

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RTelenovela

Die Sache mit der TRANSPARENZ, der groß geschriebenen

Mittwoch, den 27. Oktober 2010
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“Bei uns wird TRANSPARENZ groß geschrieben.” So steht’s auf der Internetseite von flug.de. Aber irgendwie weiß ich nicht genau, was die damit meinen.

Im Dezember fliege ich von Berlin nach Salzburg. dafür musste ich mir natürlich einen Hin- und einen Rückflug buchen. Man gibt Tage und Tageszeiten ein, dann sucht das System passende Flüge. Und findet welche.
Zum Beispiel für schlappe 120 Euro. Inklusive Gebühren. Na, das ist doch toll. Angeklickt, und Überraschung erlebt. Diese 120 Euro galten für einen Alternativ-Flug am Abend, ich wollte jedoch am Vormittag fliegen. Und, schwupp, standen da 143 Euro. Ist das Transparenz?

Hinzu kommt noch eine Vermittlungsgebühr, etwa 15 Euro. Nun gut, wenn’s denn sein muss, das steht ja auch von Anfang an dabei.
Und, schwupps, stehen da noch mal 5 Euro mehr – fürs Bezahlen nämlich, mit der Kreditkarte. Ohne Kreditkarte kann man nicht bezahlen. Ist das Transparenz?

Schade, ich hatte flug.de eigentlich gar nicht so unseriös in Erinnerung.

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RTZapper

Blue Moon / LateLine

Mittwoch, den 27. Oktober 2010
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DI 26.10.2010 | 22.00 Uhr | Fritz

Vor mehr als drei Jahren verkürzte die rbb-Jugendwelle Fritz seinen “Blue Moon” von zwei Stunden auf eine. Jetzt kommt die Rolle rückwärts. Aber nur ein bisschen.
Fritz gesellt sich nämlich zu den ARD-Jugendradios, die viermal pro Woche die “LateLine” ausstrahlen. Aber nur ein bisschen.

So kann man seine Hörer natürlich auch verwirren. Immer am Dienstag und Mittwoch laufen bei Fritz nun zwei Hörertalksendungen zu jeweils einem Thema.
Gibt’s den “Blue Moon” sonst von 22 bis 0 Uhr, ist er an diesen Tagen nur noch von 22 bis 23 Uhr auf Sendung. Danach, von 23 bis 1 Uhr gibt’s die ARD-weite “LateLine” mit dem selben Thema und dem selben Moderator.

Mal ganz davon abgesehen, dass es sich hierbei wieder mal um eine versteckte Sparmaßnahme handelt: Warum ist Fritz nur zweimal pro Woche dabei? Warum so halbherzig? Und wieso wird die “Blue Moon”-Sendezeit für die restlichen Tage nicht angepasst?
Na ja, wäre vielleicht alles ein wenig zu simpel…

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ORA aktuell

Verkehr: Saarlandstraße wieder frei, Mittelstraße andersrum

Dienstag, den 26. Oktober 2010
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Einen Tag früher als geplant, ist die Oranienburger Saarlandstraße am Dienstag für den Verkehr freigegeben worden. Auch die Zufahrt zur Nauener Straße und Robert-Koch-Straße ist wieder möglich.
Auch in der Mittelstraße herrscht wieder der normale Verkehr. Sie ist wieder von der Bernauer Straße aus befahrbar – sogar die Verkehrsschilder stehen wieder richtig.

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