Tagesarchiv für 31. Oktober 2010

ORA aktuell

Bomben und Busse: Lange Wege für Pendler wegen Baustelle

Sonntag, den 31. Oktober 2010
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Weil die Stralsunder Straße zwischen Schulstraße und Bernauer Straße ab Montag für zehn Tage komplett gesperrt ist, verkehren am Oranienburger Bahnhof in dieser Zeit keine Busse mehr. Sie können nicht mehr an der Willy-Brandt-Straße losfahren, weil die Stralsunder Straße auf der südlichen Seite sowie die Bykstraße und die André-Pican-Straße zu den Zonen gehört, die wegen der vermuteten Bombenbelastung für Busse gesperrt sind.

Pendler müssen vom Oranienburger Bahnhof aus zur Bernauer Straße vorlaufen. Die Busse fahren vom Boulevard aus. Reisende zum Bahnhof steigen an der Ersatzhaltestelle Bernauer/Stralsunder Straße aus.

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RTelenovela

Bahnbekanntschaften (48): Hohen Neuendorfer Hexennacht

Sonntag, den 31. Oktober 2010
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(47) -> 7.9.2010

Halloween wirft seine Schatten voraus. Überall tauchen sie auf: die weiß Geschminkten. Die mit dem Blut, das aus dem Mund fließt – natürlich auch nur Schminkblut. Auf dem Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen stehen sie neben mir. Mehr oder weniger nüchtern. Einer hat noch seine Perrücke auf. Er sagt, die sei ganz schön bescheuert. Und der andere sagt, damit sehe er wie eine Transe aus.

2.10 Uhr in Hohen Neuendorf. Die S-Bahn stoppt. Aus den Lautsprechern ertönt die Ansage, dass es zu einer Verzögerung komme.
2.18 Uhr. Wieder eine Ansage. Der Zug fahre zurück nach Berlin-Anhalter Bahnhof. Alles aussteigen. Es gebe auf der Strecke nach Oranienburg einen Polizeieinsatz. Weiterfahrt nach Birkenwerder und Oranienburg ungewiss.
2.20 Uhr. Ein Mann steht in der offenen Tür der S-Bahn. Er telefoniert. Will sich offenbar seine private Weiterfahrt organisieren. “Zurückbleiben, bitte!” Der Mann gibt die Tür nicht frei. “Soll ich zurückfahren?”, fragt er. Die Stimme aus den Lautsprechern fordert ihn auf, die Tür frei zu machen. “Geht das?”, fragt der Mann ins Telefon. Und dann “Okay.” Er macht einen Schritt nach vorn. Alles geklärt, die Bahn kann losfahren.

2.25 Uhr. Es ist kalt auf dem Hohen Neuendorfer Bahnhof. Der Bahnsteig ist voller Menschen – zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit. Zwei Hexen kommen die Treppen heruntergelaufen. Auch geschminkt. Die eine hat einen Besen dabei. Sie sieht sich das Ding genauer an. “Wie können Hexen damit bloß nach Hause fliegen?”, fragt sie ihre Freundin. Es sei viel zu kalt und zu ungemütlich.
2.30 Uhr. Der Polizeieinsatz scheint zu Ende zu sein, nächste S-Bahn nach Oranienburg in zehn Minuten. Die Hexen warten auf einen Anruf. Eigentlich wollte sie ein Freund auf dem Bahnhof in Lehnitz abholen. dass dort aber gerade keine Bahn und keine Hexen ankommen, scheint er noch nicht bemerkt zu haben. Er ist doch nicht etwa eingeschlafen?
2.40 Uhr. Ansage: Der nächste Zug nach Oranienburg verspätet sich leider (ja, der Mann, dessen Stimme aus dem Lautsprecher zu uns spricht, sagt wirklich leider) um fünf Minuten. Das Mädchen neben mir sagt ein schlimmes Wort. Mit F.
2.48 Uhr. Wir verlassen Hohen Neuendorf nach weit mehr als einer halben Stunden Aufenthalt. Es hätte schlimmer kommen können.

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RT im Kino

Hochzeitspolka

Sonntag, den 31. Oktober 2010

Frieder (Christian Ulmen) wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Dabei hat sie es von Norddeutschland bis an die Ostgrenze Polens geschafft. Die Vergangenheit heißt: Heide Hurricane. So hieß die Band von Frieder und seinen Freunden. Und diese Freunde stehen plötzlich wieder vor ihm. Am Tag vor Frieders Hochzeit.
“Im Grund ist das ein wildes Land”, hat Frieders Vater ihn gewarnt. Doch nun ist er Geschäftsführer einer Firma und muss sich mit Streiks herumschlagen. Gleichzeitig will er aber auch den schönsten Tag seines Lebens verbringen – die Hochzeit mit Gosia (Katarzyna Maciag). Doch die polnisch-deutsche Hochzeit droht zu einem Desaster zu werden. Und die Bandmitglieder sind daran sind ganz unschuldig.

Lars Jessen hat diese “Hochzeitspolka” komponiert. Er bringt deutsche und polnische Klischees auf den Tisch, mixt zu einem unterhaltsamen, wenn auch nicht überbordend komischen Film zusammen. Erst im letzten Drittel dreht er so richtig auf, wenn die wirklich derben Witze gemacht werden, wenn sich alle plötzlich so richtig auskotzen. Davor plätschert die Komödie oft ein wenig vor sich hin, nervt ein wenig mit Fremdschämaugenblicken, die nicht so wirklich witzig sind.
Christian Ulmen jedoch ist voll in seinem Element. Den etwas schrägen Typ, der sich einerseits durchsetzen, andererseits integrieren will, spielt er hervorragend.
So ist “Hochzeitspolka” eine nette Komödie mit einigen wenigen echten Höhepunkten und ansonsten langen Schmunzelstrecken.

6/10

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Preview der 1300. Lindenstraßen-Folge

Sonntag, den 31. Oktober 2010
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SA 30.10.2010 | Berlin, ARD-Hauptstadtstudio

Fast hätte es Klausi Beimer nicht rechtzeitig nach Berlin geschafft. Er stand auf dem Berliner Ring im Stau, an der Brückenbaustelle bei Michendorf.
Das wäre schade gewesen, haben doch die Lindenstraßen-Fans im Berliner Hauptstadtstudio der ARD auch auf ihn gewartet. Gemeinsam mit Joachim Hermann Luger (Hans Beimer) und Sybille Waury (Tanja Schildknecht) nahm Moritz Sachs an der Preview der 1300. Folge der “Lindenstraße” teil. Die Folge läuft am Sonntagabend im Ersten.

Marion Pinkpank von radioBerlin 88.8 führte durch das Programm und machte nicht gerade Werbung für sich und ihren Radiosender. Etwas stammelnd sagte sie die Promis an, schleimte sie an und stellte mitunter peinlich-blöde Fragen.
Und überhaupt scheint man die Fans der Serie, die im Dezember 25 Jahre alt wird, für ein bisschen dämlich zu halten. Drei Leute konnten an einem Quiz teilnehmen mit Fragen wie: In welchem Jahr startete die Serie? Drei Antworten wurden vorgeben, 1984, 1985 und 1986, und die drei Frauen (ja, nur Frauen) durften sie nacheinander beantworten. 1985. Klar. Ganz schön sinnfrei.

Die 1300. Folge der “Lindenstraße” kommt mit daher mit einem fallenden Schlüpfer, mehreren Heiratsanträgen und einem WG-Casting. Eine tatsächlich ganz schöne Folge.
Das Publikum wollte danach wissen, ob denn die Folgen nicht doppelt so lang dauern könnten (nein), ob denn Wiederholungen alter Folgen laufen (ja, bei einsfestival), ob es Kneipen gibt, wo man gemeinsam “Lindenstraße” gucken kann (keine Ahnung) – und so weiter, und so weiter.

Erstaunlich ist das schon: Die drei Darsteller, die in berlin dabei waren, sind bereits seit Anfang an in den “Lindenstraße” – 25 Jahre. Im Fall von Moritz Sachs fast ein ganzes Leben. Unterschrieben haben sie 1985 für ein Jahr. Dann für noch eins. Und für noch eins. Inzwischen drehen sie die Folgen, die im Januar 2011 laufen werden.

Ein Bekannter fragte mich vorher, ob ich denn Lindenstraßen-Fan sei. Mein Ja beantwortete er mit: Tut mir Leid. Muss es nicht.

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