Tagesarchiv für 21. Oktober 2010

RTZapper

Jumbos Würstchenmillionär

Donnerstag, den 21. Oktober 2010
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DI 19.10.2010 | 20.15 Uhr | kabeleins

Mann, ist das spannend! Da steht ein Haufen Leute an einem Tisch, um Mayo zu machen. Sie mixen, sie rühren, und die Spannung ist kaum noch greifen.
“Es kann nur einen geben!”, sagt XXL-Testfresser Jumbo Schreiner. “Und der wird…” Ja, was? Reich? Berühmt? Top-Schauspieler? Superstar? Der Mann mit dem X-Faktor? Nein. Er wird Würstchenmillionär.

Und wenn ihr euch jetzt fragt: Bitte, was? – Dann ist das genau die richtige Frage. Ja, richtig, kabeleins zeigte Dienstagabend mit “Jumbos Würstchenmillionär” eine neue Primetimeshow, in der Leute darum kämpfen, einen Currywurst-Imbisswagen betreiben zu dürfen. Dazu müssen sie sich mit einem Konzept bewerben.
Und jetzt fragt ihr euch sicherlich: Ist das spannend? Und die Antwort ist: Nein. Nein, verdammt.

Okay, Currywurst kann lecker sein und es gibt Buden, da schmecken sie grässlich. Aber das ist noch lange kein Grund, darüber eine zweistündige (und mehrteilige) Show zu senden.
Leider meint es aber kabeleins verdammt ernst mit seinem Currywurstcasting. Sie schickt die Würstchenjury (!) über einen roten Teppich (!!) und tut so, als sei irgendwas spannend, als der junge 17-jährige Kochschnösel vor der Jury steht und auf sein Würstchenurteil wartet – um dann die goldene Grillzange in Empfang nehmen zu dürfen. Dazwischen labern die Würstchenjurymitglieder belangloses Zeug darüber, was wir sowieso gerade gesehen haben.

Wenn XXL-Jumbo seinen Würstchenmillionär gefunden hat (falls der öde Kram nicht vorher abgesetzt wird), kann er ja weiter suchen: Jumbos Kartoffelschälprofi. Jumbos Obstsalatmogul. Jumbos Cocktailshakerstar. Jumbos Brötchenschmierstar. Ich bin gespannt.

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RTelenovela

Über Elster, Nuthe, Nuthe und Nuthe

Donnerstag, den 21. Oktober 2010
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Auf dem Rückweg von Bad Liebenwerda nach Hause entschloss ich mich, nicht auf der Autobahn bis zum Berliner Ring zu fahren, sondern auf der B101.
Bevor ich Bad Liebenwerda verließ, warf ich noch einen Blick auf die Schwarze Elster. Sie sah ein wenig zersaust aus – wenn Wasser überhaupt zersaust aussehen kann. Aber es trieb viel Zeug auf dem Fluss herum. Noch vor gut drei Wochen stand die Elster sehr hoch und trat fast über die Ufer. Der Deich sieht immer noch sehr aufgeweicht aus, und das Wasser scheint den Normalpegelstand immer noch nicht erreicht zu haben.

Weiter ging’s auf der B101. Irgendwo bei Luckenwalde traf ich auf die Nuthe. Die Nuthe kenne ich, so fließt in Potsdam im Affenzahn direkt an unserem Bürogelände vorbei.
Ein paar Kilometer weiter das nächste braune Hinweisschild: Nuthe. Die scheint sich ja ganz schön durch die Gegend zu schlängeln.
Noch ein paar Kilometer weiter schon die nächste Brücke: Nuthe, stand auf dem Schild.
Seltsamerweise lässt sich die Route über Google Maps nicht zurückverfolgen, auf deren Karte trifft die Nuthe nicht dreimal auf die B101. Sehr seltsam.
Zuletzt, bei Trebbin, kommt dann auch noch der Nuthegraben. Als krönender Abschluss sozusagen.

Bei Rangsdorf erreichte ich schließlich den Berliner Ring. Weiter gings am Schönefelder Kreuz auf die A113. Bei Schönefeld kann man sehr schön die Fluge beobachten, die sich im Landeanflug bewegen. Es sieht aus, als würden sie direkt auf der Autobahn landen wollen. Imposant!
Richtig schön war’s dann noch im Berliner Zentrum. Am Dreieck Charlottenborg leuchtet im Rahmen des Festivals of Light der Funkturm Grün-Blau, selbst das ICC sieht bunt angestrahlt gar nicht so hässlich aus wie sonst.

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RTZapper

Weißensee

Donnerstag, den 21. Oktober 2010
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DI 19.10.2010 | 20.15 Uhr | Das Erste

Ein Ende mit Knalleffekt: Martin und Julia, beide DDR-Bürger in Berlin Anfang der 80er, wollen Kontakt mit einem westdeutschen Journalisten aufnehmen. Als sie vor seiner Tür stehen, werden sie von einem Stasimann fotografiert. Und Schluss.

Am Dienstag endete im Ersten die erste Staffel von “Weißensee”. Die spannende 6-teilige Serie handelte von einer Familie in Ost-Berlin, von der Stasi, von Beobachtung, Erpressung, Schiebung – und natürlich von der Liebe. Um Liebe geht’s ja immer.
Auf jeden Fall zeigt die ARD, dass auch am Dienstagabend neben dem ganzen Schmachtkram niveauvolle Serien zeigbar sind und angenommen werden.

Und weil das alles so spannend und erfolgreich ist, gibt es auch eine Fortsetzung. Irgendwann 2012. Voraussichtlich. Mal sehen. Man weiß es nicht. Aber sie kommt, die Fortsetzung.
Bevor “Weißensee” dienstags um 20.15 Uhr im Ersten lief, feierte “Mord mit Aussicht” dort große Erfolge. Auch da kommt eine Fortsetzung. Bald. Ganz bestimmt. Nur wann, weiß keiner. Eventuell 2012. Oder so.
Schade, dass die ARD immer so lange braucht, um zu handeln.

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ORA aktuell

Baustelle: Saarlandstraße für eine Woche gesperrt

Donnerstag, den 21. Oktober 2010
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Wegen der seit Monaten andauernden Bauarbeiten ist die Saarlandstraße zwischen Robert-Koch- und Mainstraße bis zum 27.Oktober voll gesperrt. Geplant ist, den zweiten Teil der Schwarzdecke aufzutragen.

Durch den Bau soll die Trasse in Höhe Nauener Straße um gut einen halben Meter angehoben werden. An der Stelle befand sich bis 2005 eine Eisenbahnbrücke. Darunter entstand bei heftigen Regenfällen oft eine Überflutung.

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RTelenovela

James Last segelt mit Rod Stewart durch die Hitze

Donnerstag, den 21. Oktober 2010
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Herrlich. Während es draußen wie wild herbstelt, liegt es sich in der 95 Grad heißen Sauna besonders gut. Und doch: Es gibt Misstöne. Sie kommen aus den Lautsprechern der Sauna. “I’m Sailing”. Wenn es ein Hasslied gibt, dann ist es eindeutig “I’m Sailing” von Rod Stewart. Da kann man sich einfach nicht entspannen, sondern muss sich wahlweise übergeben oder sofort den Radiosender wechseln.
Aber leider handelt es sich ja nicht um ein Radio, sondern um eine der Saunen in der Lausitztherme in Bad Liebenwerda. Immerhin singt nicht Rod selbst, sondern es spielt ein Orchester. Ich vermute stark, dass es sich um James Last handelt.

Aber möchte man in der Sauna wirklich die beschwingte Orchestermusik von James Last hören? Ganz sicher nicht. Es folgten weitere maritim gespielte Songs, die eigentlich zum Schunkeln einladen sollen. Aber in die Sauna kommt niemand zum Schunkeln.
Die anderen Leute unterhielten sich gerade darüber, dass die Lautsprecher lange kaputt waren. Nun seien sie wieder in Ordnung. Und ich denke: schade eigentlich. Mir wäre Ruhe lieber gewesen, als das Gesumse.

Aber ansonsten: Die Therme in Bad Liebenwerda ist – auch wenn sie arg weit weg von der Berliner Region liegt – sehr zu empfehlen. Mehr dazu voraussichtlich am 13. November.

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RTZapper

N24 live: Wulff-Rede – Bundespräsident spricht vor türkischem Parlament

Donnerstag, den 21. Oktober 2010
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DI 19.10.2010 | 14.00 Uhr | N24

Na Mensch, da wollen sie bei N24 mal keine Dokus zeigen und stattdessen ein politisches Ereignis live übertragen – und dann geht das in die Hose.
Am Dienstagnachmittag sprach Bundespräsident Christian Wulff vor dem türkischen Parlament in Ankara. Dieter Kronzucker saß neben dem Moderator im Studio, um (nicht besonders) spannende Fragen zu beantworten.

Als N24 dann live aus Ankara überträgt, ist Wulf nur leider nicht zu verstehen. Eine Frau spricht die türkische Übersetzung über die Rede. Und hört auch nicht auf. Nach zwei Minuten bricht N24 die Übertragung ab. Da sei wohl was schiefgelaufen, so der Moderator. Muss also Kronzucker herhalten, um die Frage, wie wichtig denn die Rede sei, zu beantworten.
N24-Zuschauer sahen mal wieder in dir Röhre, bei n-tv und phoenix wurden sie jedoch bedient.

Was war da los bei N24? Ganz einfach: Man wollte sparen und übernahm die Übertragung von einer Nachrichtenagentur. Nur leider lieferte die neben dem Bild des türkischen Senders TRT3 auch den türkischen Ton von TRT3. Blöde Sache, das. Die Rechte bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU) waren N24 so teuer – im Gegensatz zu n-tv.
Vielleicht wäre es besser, wenn N24 lieber Dokus gesendet hätte – wie ja sonst auch immer.

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