Tagesarchiv für 17. Oktober 2010

RTZapper

Uwe Wöllner will’s wissen

Sonntag, den 17. Oktober 2010
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FR 15.10.2010 | 0.00 Uhr (Sa.) | rbb

Kennt ihr das auch? Wenn etwas so peinlich ist, dass man eigentlich weghören und – besser noch – umschalten will, aber trotzdem dranbleibt? Der rbb hat wieder mal so ein Format im Programm: “Uwe Wöllner will’s wissen”, immer freitags im Mitternacht im rbb sowie schon vorab im Vorabendprogramm des Jugendradiosenders Fritz.
Hinter der Verkleidung des Uwe Wöllner steckt Christian Ulmen. Er spielt den etwas naiven jungen Mann, der sich Promis in sein etwas versifftes Wohnzimmer holt, um ihnen einfach mal die Fragen zu stellen, die ich interessieren.
Dabei kommen schon mal sehr … nun ja, intime Dinge ans Licht.

Marco Schreyl zum Beispiel. Über den RTL-Moderator ist so einiges bekannt, offiziell und inoffiziell. Bei Uwe Wöllner gab er in der Nacht zum Sonnabend neue aufregende Details über sein Intimleben preis. Wir wissen jetzt, womit er sich wo überall rasiert. Und dass er sich die Haare ja eigentlich eher stutzt und nicht ganz wegraspelt. Und dass er es unter der Dusche tut. Ohne Spiegel und so.
Eines muss man Wöllner alias Ulmen lassen: Die Frage “Hast du Haare am Anus?” hat man so in einer Talkshow wahrscheinlich noch nicht gehört. Erstaunlicherweise beantwortet Schreyl selbst diese Frage.

Im zweiten Teil kommt noch Gregor Gysi zu Wöllner. Warum in einer 30-minütigen Sendung jedoch gleich zwei Gäste durchgeschleust werden müssen, bleibt unklar. Mit Schreyl wird sich Wöllner doch nicht nur 13 Minuten unterhalten haben? Und vor allem nicht nur über Körperbehaarung?
In der nächsten Folge sind es sogar drei Interviews, die ins Korsett der Sendung gezwängt werden. Da wäre sicherlich noch mehr Potenzial gewesen. So wirkt das Ganze doch eher wie eine oberflächliche Schnipselshow.

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RTelenovela

Eine Haselnuss

Sonntag, den 17. Oktober 2010
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Da hatte ich sie also in der Hand: eine Haselnuss. Ich hatte schon einige Jahre keine Haselnuss mehr in der Hand.
Im Potsdamer Lindenpark: Vorn auf der Bühne las Bürger Lars Dietrich aus seinem Buch, da packte meine reizende Begleitung ihre Plastikdose voller Nüsse aus.
Ich habe eine Nussallergie, insbesondere Erd- und Walnüsse sind tabu. Mandeln gehen wohl einigermaßen, bei Haselnüssen bin ich mir nicht so sicher. Es hat damals ewig gedauert, bis ich dahinter gestiegen bin, warum ich ständig Magenprobleme hatte.

Nun hatte ich also die Haselnuss in der Hand. Ein kühner Entschluss: Ich würde sie essen. Ich nahm sie in den Hand, spürte ihren Geschmack auf der Zunge. Den Geschmack, den ich gut drei, vier Jahre nicht mehr vernahm. Und es war lecker. Ich habe Nüsse immer gern gegessen.
Und ich habe es überlebt. Nun ja, es war ja auch tatsächlich nur eine einzige Haselnuss. Die nächste darf man mir dann wieder in drei Jahren reichen.

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