Tagesarchiv für 11. Oktober 2010

RTZapper

Talk Radio

Montag, den 11. Oktober 2010
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SO 10.10.2010 | 0.30 Uhr (Mo.) | 3sat

Wenn ich mir heute alte Videos von 1990 oder 1991 ansehe, dann sieht das Bild nicht mehr all zu dolle aus. Wer am späten Sonntagabend 3sat einschaltete, bekam diese VHS-Nostalgie noch mal zu spüren.

Nun gut, der Film “Talk Radio” ist von 1988, also schon 22 Jahre alt. Leider sah man das dem Film auch an.
Darin geht es um einen Night-Talk-Moderator. Er sitzt meistens in seinem dunklen Radiostudio. Und Dunkelheit ist ganz schlecht für altes Magnetband-Material: Saß dieser Barry im Dunkeln, dann sah das Bild völlig grieselig aus. Kein schöner Anblick, und im Zeitalter von HD auch eher ungewöhnlich.
Gibt es von “Talk Radio” tatsächlich keine weniger ramponierte Fassung? Das Ding ist doch garantiert auf DVD zu haben – und da sicherlich in einer sehr viel besseren Qualität.

Eigentlich wollte ich “Talk Radio” von 3sat mitschneiden und mir auf DVD brennen. Hätte ich auch bleiben lassen können, meine alte VHS-Kaufversion sieht sicherlich noch besser aus, als das, was 3sat uns da vorsetzte.
Am Freitag, 15. Oktober, läuft um 23.15 Uhr im WDR die Wiederholung. Ob’s da besser wird? Vermutlich nicht. Was schade ist, denn “Talk Radio” ist wirklich sehenswert.

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RTZapper

Der Deutsche Fernsehpreis 2010

Montag, den 11. Oktober 2010
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SO 10.10.2010 | 21.45 Uhr | Das Erste

Der Applaus war … sagen wir mal: höflich. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erhielt den diesjährigen Ehrenpreis beim Deutschen Fernsehpreis 2010. Weil die ARD diesmal die Verleihung ausrichtete, deshalb über diesen Ehrenpreis entscheiden konnte und offenbar niemanden kannte, den sie den Ehrenpreis hätte überreichen wollte, musste eben König Fußball herhalten. Normalerweise sind das verdiente Leute aus Show, Film und Kultur. Wie Marcel Reich-Ranicki, der das Ding 2008 aber gar nicht haben wollte.
Das Peinliche: Bis auf Oliver Bierhoff hatte kein fußballer Lust, sich den Preis abzuholen. Sandra Maischberger kündigte den Programmpunkt verzweifelt als Höhepunkt an und leitete in Wirklichkeit zum Tiefpunkt über.

Die Showgilde war sowieso mies drauf. Viele Kategorien sind abgeschafft, Regisseure, Maskenbilder oder Kameramänner haben keine eigenen Kategorien mehr. Annette Frier, die für “Danni Lowinski” einen Preis bekam, las gleich noch schnell ihre Protestnote vor.
Dennoch war die Show durchaus unterhaltsam. Mit Stefan Raab bekam auch der richtige Mann einen Fernsehpreis, ebenso die hervorragende Doku “24h Berlin – Ein Tag im Leben”. Dass die RTL-Rummelreporter ausgerechnet die beste Fußball-WM-Sendung ablieferten, finde ich zwar nicht, aber RTL muss ja auch mal gewinnen. Völlig zu recht bekam Christian Rach Preise für “Rachs Restaurantschule” und “Rach – Der Restauranttester”. Auch die “heute show” hat verdient gewonnen, auch wenn denen mal jemand sagen sollte, dass sie nicht die einzige Politsatire Deutschlands sind.

Was aus dem Fernsehpreis 2011 wird, steht in den Sternen. Der Streit um die Personenkategorien könnte im nächsten Jahr wieder zu Änderungen führen. Vielleicht können sich alle Seiten ja auf einen Kompromiss einigen?

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RT im Kino

Wie durch ein Wunder

Montag, den 11. Oktober 2010

Deine blaue Augen machen mich so sentimental. So blaue Augen!
Dieser Song schwirrt einem im Kopf herum, wenn Zac Efron auf der Kinoleinwand in Großaufnahme in die Gegend starrt. In dem Kitschdrama “Wie durch ein Wunder” gibt es diese Momente öfter. Und bestimmt auch das innerliche Seufzen der Efron-Fans. Denen wird das wohl kaum auffallen: Ein Film aus dem Schmalzbaukasten.

Zac Efron spielt Charlie St. Cloud. Gemeinsam mit seinem Bruder Sam (Charlie Tahan) bildet er ein Segler-Dreamteam. Die beiden sind nicht zu schlagen. Aber auch im restlichen Leben kann die beiden nichts trennen. Bis zu diesem Unfall. Bis der Lkw ins Auto kracht. Bis Sam stirbt.
Für Charlie ist das eine Katastrophe. Er lässt sein Stipendium sausen, um jeden Tag zum Sonnenuntergang in einer kleinen Waldlichtung seinen Bruder zu treffen. Als aber die Seglerin Tess (Amanda Crew) in sein Leben tritt, fürchtet Charlie, seinen Bruder endgültig zu verlieren.

“Wie durch ein Wunder” hat Charlie den Film überlebt. Für einige Zuschauer dürfte der Schmachtstreifen von Burr Steers kaum zu ertragen sein. Eine Geschichte aus dem Kitschbaukasten. Bruderliebe. Tragischer Tod. Neue Liebe. Noch mehr Tragik. Punkt für Punkt wird die Liste abgearbeitet, und das wirkt oftmals eher uninspiriert als anrührend. Triefende Dialoge, die nur für die Tränendrüse geschrieben sind, machen das Ganze nicht besser.
Kitsch muss nichts Schlechtes sein, aber durchaus einfallsreicher.
Überraschenderweise hat der Film irgendwann doch noch eine ziemlich spannende Wendung, die das Drama dann doch noch aus der Bedeutungslosigkeit retten.
Insbesondere für Zac Efron wird es nun mal langsam höchste Zeit, sich einem neuen Rollenspektrum zuzuwenden – weg vom schmachtenden Teenieschwarm. Muss ihm doch auch mal langweilig werden.

6/10

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RTelenovela

Traumtagebuch (68): Feuerstoß auf dem Yangzi

Montag, den 11. Oktober 2010
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(67) -> 27.8.2010

Wir schippern auf dem Yangzi in China herum. Ich stehe oben auf dem Sonnendeck und beobachte die Wellen auf dem Fluss, die von vorn kommen.
Gar nicht weit von unserem Schiff ist ein kleines Boot zu sehen. Der Steuermann scheint jedoch die Kontrolle über sein Gefährt zu verlieren.
Von hinten taucht plötzlich ein weiteres Miniboot auf, es wird angetrieben von einem Feuerstoß. Es stößt an das Boot mit der Havarie und schiebt es aus der Fahrrinne unseres Schiffes.
Neben mir steht eine Frau. Sie sieht, dass ich eine Fotokamera in der Hand habe. Sie fragt: “Haben Sie das?”
Ich werde wach.

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