Tagesarchiv für 7. Oktober 2010

ORA aktuell

Bomben: Landrat Schröter will nicht mit Bürgermeister Leasicke sprechen

Donnerstag, den 7. Oktober 2010
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Karl-Heinz Schröter (SPD), Landrat von Oberhavel, ist stur: In der Oranienburger Bombenproblematik verweigert er jedes persönliche Gespräch mit Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD). Während der Sitzung des Kreistages am Mittwoch forderte ihn der SPD-Abgeordnete Dirk Blettermann auf, in die Offensive zu gehen. Schröter sagte, es gebe ausreichenden Kontakt auf den Fachebenen, von einem Gespräch mit Laesicke verspreche er sich “keinen augenscheinlichen Zugewinn”.
Die Stadt Oranienburg leidet auch 65 Jahre nach Kriegsende unter der Minitionslast im Erdreich. An vielen Stellen der Stadt ist der Busverkehr ausgesetzt worden.

Vor diesem Disput hatte es zwischen Blettermann und Schröter bereits einen weiteren Streit gegegeben, es ging um den Gestank an der Germendorfer Mülldeponie.

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RTelenovela

Teurodi

Donnerstag, den 7. Oktober 2010
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Schon ein paar Mal bin ich einem Billigladen vorbeigefahren, der sich T€DI nennt. In Zehdenick gibt es einen und in Berlin-Prenzlauer Berg begegnet er mir auch öfter.
Aber was soll das Eurozeichen in dem Namen bedeuten? Wie spricht man dieses Geschäft aus? Teurodi? Bedeutet das, dass der Laden gar nicht billig ist, sondern ein Luxusgeschäft? Oder Teudi? Das klingt auch doof.
Ich weiß jetzt, dass das Ding Tedi heißt. Aber manchmal kann so ein Firlefanz im Firmenlogo auch irritierend sein.
Egal, vielleicht nenne ich die jetzt trotzdem Teurodi.

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RT im Kino

Max Schmeling

Donnerstag, den 7. Oktober 2010
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Uwe Boll hat einen Film mit Henry Maske gedreht. Das ist ein Satz mit gleich zwei Gründen, sich nicht “Max Schmeling” anzusehen. Ganz so schlimm ist der Film dann aber doch nicht geworden. Dass es aber nicht das ganz große Werk ist, die emotionale Verbeugung an den großen Boxer – das liegt leider dann doch an Henry Maske.

Max Schmeling war in den 30er-Jahren der deutsche Boxer schlechthin. Doch dann kam der Krieg, und Schmeling musste als Soldat mitkämpfen. Genau da setzt Bolls Film an. Wir begegnen Max Schmeling (Henry Maske) 1943 auf Kreta (Kreta ist in wirklichkeit Malta). Er soll einen englischen Kriegsgefangenen überführen. Während des Marsches beginnt Maske… äh, Schmeling zu erzählen, wie das denn war mit seiner Boxkarriere.
Und wir tauchen ein in die Geschichte. Wie es losging. Wie Schmeling boxte, kämpfte, siegte, verlor und wieder siegte.

Henry Maske war und ist ein guter Boxer. Ein guter Schauspieler ist Henry Maske nicht. Und das ist leider ein wirklich Manko dieses Films. Wenn Maske spricht, wirkt das schlechter als jedes Schülertheater. Aufgesagt, unbetont, unfreiwillig komisch. Maske ist Maske, der versucht, Schmeling zu sein. Irgendwann gewöhnt man sich zwar dran, aber gerade in der ersten halben Stunde tut es oft weh.
Auch hat “Max Schmeling” einige Längen, emotional packt er den Zuschauer nur sehr selten, was auch an dem etwas holprigen Aufbau der Geschichte liegt. Gerade zum Ende hin plätschert das Ganze ein wenig vor sich hin, weil der eigentliche Höhepunkt weit vor dem Schluss kommt. Durch Maskes holpriges Spiel wirken die Zwischengeschichten abseits der Boxkämpfe zudem meistens sehr steril. Viele Dialoge wirken schrecklich aufgesetzt. Da konnte Boll wohl wenig retten. Die Kämpfe selbst sind hingegen recht spannend und filmisch gut umgesetzt. Auffallend ist nur der nicht alternde Radiokommentator (RTL-Nachrichtenmann Andreas von Thien).
In Nebenrollen sind übrigens weitere prominente Gesicher aus dem Boxzirkus zu sehen: Arthur Abraham spielt Richard Vogt, Manfred Wolke einen Trainer.
Uwe Boll wäre gut beraten gewesen, auf Maske zu verzichten. So ist seine Hommage an “Max Schmeling” nur Mittelmaß, und der Boxer hätte mehr verdient gehabt.

5/10

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