Tagesarchiv für 22. September 2010

ORA aktuell

Handball: OHC verliert gegen Bundesligisten aus Hamburg

Mittwoch, den 22. September 2010
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Die Sensation ist ausgeblieben: In der 2. Runde des DHB-Pokals verlor der Handball-Drittligist Oranienburger HC gegen die Bundesliga-Mannschaft HSV aus Hamburg mit 18:48. Bester OHC-Spieler war Maximilian Bachmann, er warf sechs Tore.
Das Spiel in der Sporthalle der Oranienburger Turm-Erlebniscity war seit Wochen ausverkauft.

aRTikel

Die Königlichen

Mittwoch, den 22. September 2010
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Die anderen Kinder aus Hennigsdorf machen unaufgeregten Indiepop

MAZ Oranienburg, 22.9.2010

Die Musiker sind auf der Popkomm Sieger im Songwriter-Contest von Radioeins geworden. Aber sie suchen noch nach einem Proberaum.

HENNIGSDORF
Die anderen Kinder live im Radio. „Das war aufregend“, erzählt Florian Nikolai. Der 22-jährige Hennigsdorfer stand mit Bandkollege Friedrich Schultz (22) auf der Radioeins-Bühne auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof. Eine Jury wählte die Gruppe zum Gewinner des Radioeins-Singer-Songwriter-Contests.
„Wirklich sehr cool“, so Sänger und Gitarrist Florian im Nachhinein. Sie durften nicht nur mit Moderatorin Anja Caspary sprechen, sondern auch live im Radio ihren Song „Königlich“ spielen. Ein großer Erfolg für Die anderen Kinder, die es erst seit März 2009 gibt. Am Anfang waren nur Flo und Friedrich dabei. „Wir wollten ruhige Songwriter-Musik machen.“ Einige Lieder stammen noch aus den Zeiten der Band Leben hoch 4. Friedrich war vorher bei 22Uhr30 aktiv.

Inzwischen haben sich Die anderen Kinder verstärkt. Philipp Krämer (22) spielt Bass und Kristof Pajonk (22) Schlagzeug. „Wir haben momentan 15 Lieder in unserem Repertoire“, erzählt Flo und ergänzt: „Es geht um Liebe und die Welt.“ Über den Bandnamen haben sie lange nachgedacht. „Die meisten anderen Leute in unserem Alter machen eher diese Auf-die-Fresse-Musik“, erzählt Flo. „In unserer Gegend hier gibt es kaum solche Bands wie wir. Hennigsdorf braucht keine weitere Metalband.“ Die anderen Kinder machen Pop. Oder „unaufgeregten Indiepop“, wie Friedrich die Musikrichtung präzisiert. „Vorbilder haben wir nicht, aber man kann schon sagen, dass uns Tomte und Tocotronic durchaus beeinflussen“, sagt Flo nach einigem Überlegen.

Geprobt wird hier und da, neulich erst wieder in Hennigsdorf. Einen festen Proberaum haben die Jungs nicht. „Das muss sich noch ändern“, findet Flo, der gerade eine Lehre zum Fotograf macht. Alle anderen studieren in Berlin. Wenn sie zu Auftritten in Berliner Clubs oder zu Stadtfesten in Hennigsdorf, Fürstenberg oder Rheinsberg fahren, müssen sie viel improvisieren. „Wir borgen uns zum Beispiel die Mikros und versuchen, das Beste draus zu machen“, sagt Friedrich. Spielen sie ihre Songs, ist das kraftvoll. Bandleader Flo ist voll im Einsatz, spielt die Gitarre, singt, wippt mit den Füßen. Hin und wieder treten sie zu zweit auf, in der akustischen Version. Flo spielt lieber zu viert, auch wenn die Akustikvariante seine Texte noch viel stärker und ausdrucksvoller zur Geltung bringt.

Den großen Charterfolg sehen die Musiker aber nicht kommen. „Wir sind Realisten“, sagt Kristof. Und Flo ergänzt: „Unser kleines Ziel ist es, uns in der Region einen kleinen Namen zu machen.“ Friedrich stimmt ihm zu: „Wir sehen uns nicht in den großen Hallen, dafür machen wir nicht die richtige Musik.“
Für das nächste Jahr planen Die anderen Kinder eine CD mit „nicht mehr als fünf Songs“, so Flo. „Königlich“ lief nun immerhin schon mal bei Radioeins. Vielleicht ist das ja nur der Anfang.

www.myspace.com/dieanderenkinder

RTelenovela

Rechts statt links

Mittwoch, den 22. September 2010
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So langsam fühle ich mich in Oranienburg als Autofahrer gemobbt. Ich glaube, ich muss wirklich dankbar sein, dass ich überhaupt noch meinen Kiez verlassen darf.

Nicht nur, dass die Straße rund um den Bahnhof momentan gesperrt ist oder im Chaos versinkt. Neuerdings gilt in der Mittelstraße auch eine andere Einbahnstraßenregelung – nämlich zur Bernauer Straße hin. Ich muss von meiner Straße aus rechts statt links abbiegen. Angekündigt hat das niemand, das nimmt man in Oranienburg nicht so wichtig.
Die neue Regel wäre völlig in Ordnung, wenn nur nicht am Ende der Mittelstraße ein Schild stehen würde, dass es mir verbietet, links abzubiegen. Dabei muss ich nach links. Bedeutet: Entweder fahre ich rechts und gurke bis zur André-Pican-Straße und stehe dann in der Saarlandstraße an den diversen Baustellenampeln rum. Oder ich biege ab und drehe sofort wieder um. Nur wo? Ich könnte natürlich auch einen großen Bogen durch die Rungestraße fahren – soll ja auch eine schöne Gegend sein.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, was die neue Regel in der Mittelstraße soll (offizieller Grund sind die Bauarbeiten auf dem Gelände des Runge-Gymnasiums, die aber nicht wirklich was mit dieser Straße zu tun haben), die Abbiegeregel an der Ecke Mittel-/Bernauer Straße nervt nun wirklich.

Wenn ich reich bin, kaufe ich mir einen Hubschrauber und baue mir einen Landeplatz auf dem Grundstück bei mir gegenüber. Dann können sie meinetwegen alle Straßen dichtmachen.