Tagesarchiv für 8. September 2010

RTZapper

Außenseiter – Spitzenreiter

Mittwoch, den 8. September 2010
Tags:

MI 08.09.2010 | 20.15 Uhr | MDR-Fernsehen

Zwei Klischees über den MDR: Der MDR ist der offizielle Nachfolger des Fernsehens der DDR. Den MDR gucken nur Oma und Opa.
Wer “Außenseiter – Spitzenreiter” einschaltet, sieht, dass beide Klischees stimmen könnten. In der Sendung – sie lief schon Anfang der 70er im DDR-Fernsehen – steht ein 76-Jähriger – er moderierte das schon Anfang der 70er im DDR-Fernsehen -, der kaum noch laufen, geschweige denn flüssig reden kann, und interviewt einen 95-Jährigen, der immer noch Auto fährt. Der 95-Jährige ist wohl Deutschlands ältester Autofahrer. Respekt.

Aber dennoch ist das ein groteskes Bild, wie Opa 1 zittrig dem Opa 2 das Mikro hinhält und sie beide nur mit Mühe ihre dritten Zähne im Mund behalten.
Dabei hat “Außenseiter – Spitzenreiter” immer noch die öde Anmutung wie in den 80ern. Behäbige Beiträge, Standbilder mit Kuckucksuhr-Ton und noch mehr behäbige Beiträge.

Aber so ist er, der MDR: Das Beste von gestern, vorgestern und kurz nach dem Krieg. Aber da “Außenseiter – Spitzenreiter” zur Primetime um 20.15 Uhr läuft, muss es ja auch noch ganz gut funktionieren. Die Zahl der jüngeren Zuschauer wird jedoch vermutlich nicht allzu groß sein.
Halten wir also fest: Im Fall dieser Sendung stimmen beide Klischees.

Hits: 125

aRTikel

Filme sind sein Hobby – und Freitag ist Premiere

Mittwoch, den 8. September 2010
Tags: , , ,

Kino: Hannes Rössler (24) drehte „Gegensprechanlage“ in Oranienburg und Berlin

MAZ Oranienburg, 8.9.2010

Eigentlich studiert der junge Oranienburger Medizin. Doch jetzt präsentiert er vor Publikum seinen zweiten größeren Film.

ORANIENBURG
Ein roter Teppich ist wohl nicht geplant. Feierlich wird es aber bestimmt. Wenn Hannes Rössler übermorgen im Berliner Kino „Acud“ die Premiere seines neuen Kurzfilms feiert, dann geht er seinem Hobby nach. Denn obwohl „Gegensprechanlage“, so der Titel des etwa 24-minütigen Werkes, sehr professionell aussieht – beruflich will sich der Oranienburger anders entwickeln. Nämlich in Richtung Medizin. Er studiert an der Berliner Charité.

In dem Film geht es um Anna. Sie ist Anfang 20, ein Mädchen in der Großstadt. Sie will eigentlich an die Gesangshochschule, hat die Prüfung aber schon zum zweiten Mal vergeigt. Sie hält sich mit Nebenjobs über Wasser. Beim Zeitungsaustragen macht sie eines Tages eine seltsame Entdeckung: Aus der Gegensprechanlage kommen Töne. Jemand scheint oben in der Wohnung den Hörer nicht aufgelegt zu haben.

„Ich habe so etwas wirklich mal erlebt“, erzählt Hannes Rössler. Daraufhin begann er, eine Geschichte aufzuschreiben und wandte sich an die befreundete Dramaturgin Kathleen Stephan, die für die MDR-Serie „In aller Freundschaft“ arbeitet. „Wir haben dann gemeinsam die Story entwickelt“, so Rössler.
Geld hat der 24-Jährige für seinen Film keins bekommen: „Für Nicht-Studenten gibt es keine Förderung. Es ist ein Null-Budget-Film.“ Das Geld für die Technikmiete kommt aus der eigenen Tasche. Gestemmt hat er das Unternehmen mit lauter Freunden und der Familie. Hauptdarstellerin Anja Thiemann studiert in München Schauspiel. Thilo Herrmann, der im Film den Peter spielt, ist ebenfalls ein Bekannter von Hannes. Lichtmeister Robert Pfuhl leitet die „Obst“-Theatergruppe am Rungegymnasium. Martin Liedt-ke, der in einer Nebenrolle zu sehen ist, kommt vom Louise-Henriette-Gymnasium.
Die Aufnahmen entstanden in nur vier Tagen, vom 6. bis 9. August 2009. „Wir haben in einer leer stehenden Wohnung in der Bernauer Straße in Oranienburg gedreht“, erzählt Hannes Rössler. Zu erkennen ist auch der Gewerbepark Nord, eine Schule sowie ein S-Bahnhof in Berlin. „Das sind alles Orte, die für uns möglichst nah zu erreichen waren.“

Insgesamt waren 21 Leute an „Gegensprechanlage“ beteiligt. „Das ist trotzdem ein sehr kleines Team“, so Rössler. Gerade mal zu viert mussten sie eine Treppenhausszene stemmen – inklusive Licht und Ton. „Das war echt hart. Am Abend waren wir immer total fertig, und irgendwie war alles immer viel zu viel.“ Aber das sei der Preis, wenn man das alles nur als Hobby betreibt. Umso dankbarer ist er, dass seine Freunde immer am Ball blieben.

Ursprünglich interessierte sich Hannes für Kameras. „Ich wollte wissen, warum Kino so aussieht wie Kino.“ So kam er auch nach und nach zur Filmerei. Er sah sich viele Kurzfilme im Internet an, begann, eigene kleine Werke zu drehen. „Gegensprechanlage“ ist sein zweiter längerer Streifen. „Ich weiß es noch nicht, vielleicht wird mein Hobby ja auch irgendwann einschlafen.“ Gerade sucht er nach einem Thema für seine Doktorarbeit, das Medizinstudium will er auf jeden Fall durchziehen. Das gehe auch vor, sagt er. „Das ist was Handfestes.“
Und dann ist da ja auch noch seine Band Jazzkomplott. Die Gruppe feiert seit elf Jahren viele Erfolge. Auch das Theaterprojekt „Mischobst“, an dem Hannes außerdem noch beteiligt ist, soll wieder aufleben. „Egal was kommt, ich hoffe, dass mir der Film und die Musik bleiben“, sagt Hannes lächelnd.

(FR 10.09.2010, 19 Uhr, Acud, Veteranenstraße 21)

Hits: 0

RTelenovela

New York!

Mittwoch, den 8. September 2010
Tags: , , ,

Eigentlich reicht die Überschrift schon völlig aus. New York!
Ich habe gerade Frank Sinatras “New York, New York” als Ohrwurm. Und vielleicht werde ich mir eine Playlist mit New-York-Songs anlegen. Mein Fieber wird jedenfalls noch steigen, denn im Frühjahr 2011 bin ich dort – in New York! Der Flug ist schon gebucht, die Hostelsuche für uns drei läuft noch.
New York gehört zu meinen Reise-Traumstädten, schon seit Jahren. Auf der Liste der Reiseziele, steht die Stadt ziemlich weit oben. Die Hochhäuser. Der Hudson River. Die bunte Leuchtreklame. Der Centralpark. Und vielleicht ein Musical.
Mal sehen, was da auf uns zukommt, der Gedanke, dass wir bald in New York sein werden, ist momentan noch nicht so richtig da oben angekommen.

Und ist nicht Hamburg eine Partnerstadt von New York? Passenderweise werde ich auch Hamburg noch in diesem Herbst einen Besuch abstatten. Die Hotelzimmer sind gebucht, der Besuch im “Schmidt”-Theater auf der Reeperbahn ebenfalls. Und den Hafen werden wir ganz sicher auch besuchen.

Noch was? Rotterdam steht auch schon auf dem Plan, auch noch in diesem Herbst. Wir gehen auf ein Konzert und gucken, was sonst noch in der Hafenstadt los ist.
Und Binz wird uns demnächst auch wiedersehen.
Ab und zu bin ich übrigens auch noch zu Hause. Keine Sorge.

Hits: 136

RTZapper

Rachs Restaurantschule

Mittwoch, den 8. September 2010
Tags:

MO 06.09.2010 | 21.15 Uhr | RTL

Rollentausch für Christian Rach: Anstatt Restaurants zu testen, will er nun selbst eines eröffnen. Dazu gibt er zwölf Arbeitslosen die Chance, dabei zu sein. “Rachs Restaurantschule” läuft jeden Montagabend bei RTL.

Es scheint keines dieser Allerwelts-Billig-Coachingformate zu sein, und das liegt ganz allein an Christian Rach. Klar, auch hier lernt der Zuschauer die Teilnehmer auch von ihrer privaten Seite kennen, aber Rach stellt sie nicht bloß. Im Gegenteil.
Die zwölf Leute haben keinen leichten Job, die Arbeit ist hart, und Rach scheint nicht immer ein leichter Chef zu sein. Er will Ergebnisse sehen, will, dass alle an einem Strang ziehen.

So gibt es auch fast schon ergreifende Momente. Einer der Teilnehmer kommt zum wiederholten Male zu spät. Rach bitten ihn nach hinten, der junge Mann erzählt von seiner schwangeren Freundin, die ihm verbieten will, sein Kind jemals zu sehen. Es ist kein krawalliger Augenblick, es ist ein ruhiger, nachdenklicher. Rach gibt ihm eine letzte Chance, und auch er wirkt mitgenommen, als er direkt nach der Szene dem Zuschauer sein Handeln erklärt. Das wirkt verdammt echt. Hoffentlich ist auch alles so echt, wie es den Eindruck macht. “Rachs Restaurantschule” gehört jedenfalls zu den sehenswerten Formate bei RTL.

Hits: 6920