Tagesarchiv für 5. September 2010

RTelenovela

Das Datenleck

Sonntag, den 5. September 2010
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Die Leute von Schlecker kümmern sich um ihre Kunden. Neulich hatte ich eine Mail in meinem Postfach.
“In den Medien wird aktuell über ein Datenleck bei uns berichtet. Wir bedauern diesen Vorgang außerordentlich und bitten dafür um Entschuldigung”, hieß es da. Nun ja, ich hatte davon nichts mitbekommen, aber schön, dass die so offen damit umgehen. “Diese Berichte sind jedoch teilweise unzutreffend bzw. irreführend”, steht da noch. Da bin ich ja beruhigt.
“Das Datenleck trat nicht im Schlecker-Onlineshop auf, sondern bei einem externen Dienstleister, bei dem wir lediglich Kunde sind. Es handelt sich dabei um eines der renommiertesten Unternehmen am Markt mit langjähriger Erfahrung im Datenschutzbereich, das auch mit zahlreichen anderen namhaften deutschen Großunternehmen und deutschen Bundesbehörden zusammenarbeitet.”
Bloß keine Namen nennen, scheint das Motto zu sein. Irgendwie macht mich das auch nicht schlauer.

Damit die Schlecker-Mail dann aber doch noch einen Sinn hat, gabs auch noch eine Überraschung: “Wir haben unseren Shop aktuell auf Herz und Nieren geprüft – und können Ihnen versichern, dass alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen und Sicherheitsstandarts getroffen sind. Überzeugen Sie sich selbst – Wir haben bereits für Sie einen 5-Euro-Einkaufsgutschein hinterlegt.”
Ja, Wahnsinn! Und damit die Kunden Nägel mit Köpfen machen, war der Gutschein dann genau drei Tage gültig. Also, hurtig, ab in den Schlecker-Shop!

Ich habe daraufhin bei Schlecker mal nachgefragt: Ob das denn ein Witz sei, so einen Gutschein gerade mal drei Tage lang anzubieten – blöderweise hatte ich nichts, was ich in den drei Tagen hätte bestellen können, oder es wäre teurer als 5 Euro gewesen.
Die Antwort von Schlecker war, sagen wir mal, beliebig: “Ihre E-Mail ist bei uns eingegangen. Wir klären momentan noch Detailfragen Ihres Anliegens. Daher können wir aktuell noch nicht auf Ihre Anfrage antworten. Natürlich erhalten Sie schnellstmöglich eine Rückinformation.”
Auf die warte ich nach einer Woche noch immer. Müssen ja knifflige Detailfragen sein.

RTZapper

Wir müssen reden!

Sonntag, den 5. September 2010
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FR 03.09.2010 | 22.15 Uhr | Sat.1

Cordula, wir müssen reden! Eigentlich ist eine Impro-Comedy ja eine sehr schöne Idee. Hat ja mit der “Schillerstraße” schon mal recht gut funktioniert. In der neuen Serie “Wir müssen reden!” funktioniert das leider nicht so wirklich.

Cordula Stratmann und Annette Frier (die zwar in der Serie auch Cordula und Annette heißen, jedoch nicht Stratmann und Frier) treffen sich in einem italienischen Restaurant. Am Eingang steht eine Tafel, auf der die Situation steht, um die es geht. Mehr ist nicht vorgegeben.

Das hätte ganz lustig sein können. Aber sehr viel mehr als Laberei ist es dann doch nicht geworden. Es fehlt das besondere Etwas, das wirklich Sehenswerte. Hinzu kommt, dass es hier und da nicht glaubhaft wirkt: Wenn Annette sagt, sie habe Bastian Pastewka noch nie gesehen und total aufgeregt ist, wenn er plötzlich vor ihr steht, haut das nicht hin. Die fiktive Annette nimmt man der Annette Frier nicht ab.

Vielleicht hätte das Konzept noch reifen müssen. Wie es heißt, ist es sehr schnell realisiert worden. Die Quoten befinden sich inzwischen im tiefsten Keller, ob es weitergeht, ist unklar.