Tagesarchiv für 26. August 2010

RTelenovela

Der einfache Weg zum Knöllchen

Donnerstag, den 26. August 2010
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Oranienburg, die Politessen und die Knöllchen – das ist immer wieder eine spannende Geschichte.
In Sachsenhausen verteilte die Frau vom Ordnungsamt Knöllchen an Autos, die auf Privatgelände standen.
Schon mehrere Male bekamen Autos auf Behindertenparkplätzen Knöllchen, obwohl ihre Ausweise an der Scheibe klebten – an der Seitenscheibe. Das Ordnungsamt beharrte darauf, keinen Ausweis gesehen zu haben, Fotos wurden auch nur vorn und hinten gemacht. Die Lokalpresse berichtete bereits darüber.

Seit den Bauarbeiten in der Stralsunder Straße ist die Schulstraße keine Einbahnstraße mehr, sondern eine Sackgasse.
Parkplätze gibt’s auch, bis zur Baustellenzeit mit Parkautomaten. Der wurde erstaunlicherweise irgendwann abgeschafft, dafür galten zwei Stunden mit Parkuhr. Als die Straße zur Sackgasse wurde, stand das entsprechende Verkehrsschild falschrum – wurde also ungültig. Vier Monate lang war das so, niemand bekam ein Knöllchen.

Am Mittwoch war das plötzlich anders. Viele Autos hatten ein Knöllchen, den roten Zettel am Scheibenwischer. Und ich sah das Schild: Jemand hatte es umgedreht. Somit steht es nun richtigrum und ist gültig – allerdings auch schwer zu sehen, ein Baum und Sträucher verdecken es.
Die Frage ist nun: Wann wurde das Schild umgedreht? Am selben Tag? Am Dienstag stand es, so meine ich, noch andersrum. Und dürfen dann gleich Knöllchen verteilt werden? Oranienburg und seinem Ordnungsamt ist ja alles zuzutrauen.
Ich habe mal eine entsprechende Anfrage ans Ordnungsamt geschickt.

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RT im Kino

Mademoiselle Chambon

Donnerstag, den 26. August 2010

Manchmal ist es wirklich schade, dass es im Kino so dunkel ist. Man könnte so viele schöne Dinge tun. Lesen zum Beispiel. Die Zeitung. Oder mal ein gutes Buch. Kreuzworträtsel sollen ja auch ganz nett sein. Auch Sudoku. Während man nämlich den französischen Film über “Mademoiselle Chambon” sieht, hat man schreeecklich viel Zeit.

Jean (Vincent Lindon) ist Maurer. Mit seiner Frau läuft es so lala. Dann aber verliebt er sich in die Lehrerin seines Sohnes. Diese Mademoiselle Chambon (Sandrine Kiberlain) hat es ihm angetan. Aber irgendwie ist er sehr schüchtern, und irgendwie, na ja, ist sie das auch. Und …

Aber, nun ja, man will ja nicht zu viel verraten. Wenn dieser öde Schinken aus Frankreich schon nicht spannend ist, will man ja wenigstens nicht schon wissen, wie es zu Ende geht, nicht wahr?
Sagte ich schon, dass dieser Film ein öder Schinken ist? Stephane Brize erzählt in seinem Film nicht nur eine relativ langweilige Geschichte, sondern setzt sie auch erschütternd langweilig ins Bild. Zwei Menschen, die irgendwie hilflos sind. Ein Mann, von dem man gar nicht so genau weiß, was er ist: Dumm? Naiv? Langweilig? Feige?
Brize versüßt dem Zuschauer den Film mit langen, langen, sehr langen Einstellungen, großen Gesichtern und vielen ratlosen Menschen. Oft ohne Musik, weil das ja die verkaterte Stimmung ruinieren würde.
Öde.
Öde ist wirklich ein gutes Wort im Zusammenhang mit diesem Film. Ein sehr gutes Wort.
Am Ende – ach, egal, man kann es ja ruhig sagen: natürlich kriegen sie sich nicht – ist es einem fast völlig egal, was da passiert. Ob Jean nun wieder in seine tumbe Lethargie verfällt oder nicht. Man ist dankbar, dass dieser Film zu Ende ist. Ein – einmal muss noch sein – öder Film.

1/10

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