Tagesarchiv für 19. Juli 2010

RTZapper

Trailer: Das Leuchten des Himmels

Montag, den 19. Juli 2010
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MO 19.07.2010 | 22.47 Uhr | Das Erste

Eine herrliche Schneelandschaft, in der sich die Menschen tummeln. Das Erste weist nach den “Tagesthemen” auf seinen neuesten Kracherfilm hin: “Das Leuchten des Himmels”. Er spielt in der Einöde Alaskas. Schnee, wohin man blickt.

Ganz toll, ARD. Die Programmplaner wünschen sich wahrscheinlich auch den Winter zurück, die frische Briese. Oder warum sonst läuft Mitte Juli ein Winterfilm? Wie wäre es mit dem “Weihnachtsfest der Volksmusik” direkt im Anschluss? Würde zum Themenabend “Winter” passen.

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RTZapper

League Of Balls

Montag, den 19. Juli 2010
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SA 17.07.2010 | 23.10 Uhr | ProSieben

Wie weit gehen notgeile Männer, nur um mit doofen Tussis in einem sterilen Club tanzen zu dürfen? Erschreckend weit.
ProSieben startete am Sonnabend die “League Of Balls”. Irgendwelche ach so geile Typen (cool hier, cool da), mussten Mutproben über sich ergehen lassen, um in den seltsamen Club aufgenommen zu werden.

Okay, es ist schon ein bisschen peinlich, wenn Mann sich im “Borat”-Kostüm (vorsichtshalber im Schritt rasiert) auf die Bühne eines Einkaufszentrums stellen und tanzen muss, aber dafür dürfen sie dann mit Frauen (!) tanzen (!!). Das ist doch ein Wahnsinnsgewinn, oder?
Für die Zuschauer der Show ein Wechselbad der Gefühle. Irgendwie zwischen Ekel, Scham und Fassungslosigkeit.

Wie sagte doch Kandidat Kristian so schön: “Ich will in den Club, weil Idioten gibt es schon genug.” Seltsam, denn genau dort sitzen sie doch, die ganzen Idioten, die sich im Fernsehen zu eben diesen Idioten machen.
Außer Kristian selbst: Der wollte sich nicht in Dessous zeigen, weigerte sich und durfte prompt nicht in den Club. Und wurde dafür noch ausgelacht. Wahrscheinlich ist Kristian klar geworden: Er hatte den Hauptpreis an diesem Abend gewonnen. Er musste nicht zu den Deppentussen in ihrem heißen Dääänzklapp. Glückwunsch, Kristian, du hast Glück gehabt!

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RT im Kino

Männer al dente

Montag, den 19. Juli 2010

Tommaso (Riccardo Scamarcio) hat sich seinen Plan lange überlegt. Eigentlich sollte der jüngste Sohn der Cantones in die Pastafabrik einsteigen. So wie es seit Generationen üblich war. Leider macht sich der junge Mann so gar nichts aus Nudeln. Viel lieber will er Schriftsteller werden. Und mit seinem Freund Marco (Carmine Recano) glücklich werden. Tommaso erhofft sich, rausgeschmissen zu werden und dann seine Ruhe zu haben. Beim gemeinsamen Abendessen will er das alles verkünden.
Doch es kommt irgendwie anders, irgendwie überraschend: Tommasos Bruder kommt ihm zuvor. Und verkündet, er sei schwul. Und wird rausgeschmissen. Nun liegt es an Tommaso, die Firma zu übernehmen – ohne jegliche Geständnisse.

“Männer al dente” spielt mit allen möglichen Klischees. Italienische Familie, Pastafabrik, wütender Vater. Bla, blub, laber, sülz. Das wird dem Film von Ferzan Ozpetek zum Verhängnis. Denn er macht aus diesen Klischees wenig Neues, so gut wie nichts Überraschendes. Der nörgelnde Vater, der wegen des Geständnisses seines Sohnes einen Herzkasper bekommt – nein, das haben wir nun wirklich schon zigmal gesehen und ist nicht mehr besonders lustig. “Männer al dente” erscheint wie aus den 90ern entsprungen, wo solche Geschichten noch revolutionär erschienen. Jetzt sind sie es nicht mehr.
Nur wenige Szenen können überzeugen, nur wenige Momente sind wirklich witzig. Als Tommasos Freunde plötzlich am Abendbrottisch sitzen, wird es wirklich witzig – auch wenn auch an der Stelle wenig Neues kommt.
Der Film zeigt zwar, dass Familienliebe sehr wichtig ist, das vermittelte Bild ist trotzdem ziemlich veraltet – oder sollte es sein.
“Männer al dente” ist nett-unterhaltsam. Mehr nicht.

6/10

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RTZapper

Solitary – Besieg dich selbst!

Montag, den 19. Juli 2010
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SA 17.07.2010 | 20.15 Uhr | ProSieben

Dieser Martin Kesici. Vor einiger Zeit hat der “Star Search”-Gewinner ein Buch geschrieben, wie schlimm doch die Castingshow-Branche ist. Wie die jungen Sänger ausgelutscht und benutzt werden. Hat wohl alles nichts gebracht – Geld jedenfalls nicht. Oder warum sonst macht dieser Martin Kesici nun in der ProSieben-Show “Solitary” mit und begibt sich somit auf die Ex-Promi-Restmüllstation.
Irgendein Profiwrestler (Hä?? Promi???), ein Model, eine Castingtante und weitere seltsame Möchtegernpromis lassen sich von ProSieben einbuchten und foltern. Ob sie wirklich die Hoffnung haben, Ruhm und Geld zu erlangen?

Nun müssen Kesici und Co. in kleinen Zimmerchen hocken. Ohne Tageslicht, ohne Kontakt zur Außenwelt. Ein kleines bisschen Folter. Sie müssen Aufgaben erledigen, ohne zu wissen, ob die anderen noch dabei sind. Wer tut sich so was freiwillig an? Wie verzweifelt muss man sein?

Wenn es denn wenigstens unterhaltsam wäre: Im Gegensatz zur RTL-Dschungelshow kommt Moderatorin Sonya Kraus komplett ohne guten Humor aus, jegliches Augenzwinkern fehlt, die Promis (also, diese Leute, die da eingezogen sind – wer davon ein Promi sein soll … na ja, lassen wir das) werden billig auf ihre Charaktere beschränkt.

Wenn wir Glück haben, wird der eine oder andere Teilnehmer der Show auf immer und ewig in diesen Zimmern versauern. Und zur Strafe werden dann auch noch die Kameras abgeschaltet. Dann wäre die ProSieben-Promiresterampe wenigstens effektiv.

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RTelenovela

Blitzschnell reagiert

Montag, den 19. Juli 2010
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Das muss man den Oranienburgern schon lassen. Sie reagieren blitzschnell, wenn es darum geht, blödsinnige Verkehrsregelungen zu ändern.
Die Schulstraße ist wegen der Bauarbeiten in der Stralsunder Straße eine Sackgasse. Und ich finde das gut. Es ist deutlich weniger Verkehr vor meiner Tür, die Parkplätze sind nicht so belegt und sie sind kostenlos.

Nicht-Oranienburger brauchen nicht weiterlesen, für die wird das Folgende nur Kauderwelsch sein.
Nun ist es so, dass die Mittelstraße eine Einbahnstraße ist. Das entsprechende Schild steht vor der Schulstraße. Das bedeutet: Von der Willy-Brandt-Straße kommend durfte niemand in die Schulstraße abbiegen, sondern musste erst einen großen Umweg fahren. Und das nur weil die Sperrschilder nicht ein paar Meter nach hinten verlegt wurden.
Aber das wurde nun erledigt – blitzschnell, wie gesagt. Nur drei Monate hat es gedauert, bis die Schilder mal versetzt wurden. Oranienburg ist schon toll.

Genauso toll wie übrigens der Bäcker (oder was immer auch das Geschäft darstellen soll) in der Schulstraße. Für den September wird ein Nachmieter gesucht. Hat wohl nicht so ganz funktioniert. War auch nicht wirklich lecker dort – und die Dönergeschichte war der absolute Tiefpunkt. Ob der Laden wohl lange leer steht?

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