Tagesarchiv für 9. Juli 2010

RTelenovela

WM-Tipps 2010: Finale

Freitag, den 9. Juli 2010
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Nun ja, im Tippspiel zwischen Thommi und mir habe ich bereits verloren. Außer, ich tippe zweimal eine Verlängerung und er nicht. Dass muss das nur noch so eintreffen…

SA 10.07.2010
Uruguay 0:2 Deutschland

SO 11.07.2010
Niederlande 1:2 Spanien

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RTelenovela

Rügen 2010 (5): Bitte machen Sie sich nackig!

Freitag, den 9. Juli 2010
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(4) -> 15.2.2010

Kurz nach 8 Uhr am Nordstrand von Binz. Es ist noch nicht viel los, und ich will die Zeit, bis ich in meine Pension kann, nutzen, um noch ein bisschen Schlaf zu bekommen.
Die Sonne scheint schon, der Himmel ist nahezu wolkenlos.
Ich habe zwei Decken dabei. Eine zum Unterlegen, eine zum Zudecken, damit die Sonne mich nicht sofort verbrennt.

Neben mir steckt ein älteres Ehepaar. Nackt. Das ist nichts Besonders, denn es handelt sich hierbei um einen FKK-Strand. Die beiden machen seltsame Bewegungen, es scheint sich um Frühsport zu handeln. Die klopfen sich an den Armen, den Schultern, zu den Hüften. Dann strecken sie sich, hüpfen ein bisschen, strecken sich wieder. Das machen sie betimmt jeden Morgen so.

Ich blättere die Zeitung durch. Rügen ist in Aufruhr. Im Herbst 2011 wird es den Landkreis Rügen wohl nicht mehr geben. Mecklenburg-Vorpommern steht vor einer Kreisgebietsreform. Rügen wird mit Nordvorpommern zusammengelegt, Stralsund wird die neue Kreisstadt. Doch die Rüganer wollen kämpfen.

Der Strand füllt sich. Die obere Reihe, direkt an den Dünen, ist bereits so gut wie belegt. Ständig fährt ein Radlader hin und her und schippt Sand auf seine Schaufel. Viele Männer beobachten das Spektakel. Bagger und Radlader sind immer spannend. Die Frauen interessieren sich nicht dafür.
Die sind damit beschäftigt, den Sichtschutz aufzubauen. Sichtschutz ist wichtig, denn FKK ist ja gut unds chön, aber sehen soll dann doch lieber niemand etwas. Und so: Klopf, klopf, klopf – schlagen sie mit ihren Hämmerchen die kleinen Holzpfäle in den Sand.

Kurz nach 11 Uhr, und so langsam wird die dritte Reihe eröffnet. Der Strand ist voll. Ich traue mch, gehe ins Wasser, das lange flach bleibt, glasklar ist und – kalt.
Nicht alle halten sich ans FKK-Gebot. Aber da haben sie nicht mit den Strandaufsehern gerechnet. Es knackt in den Lautsprechern, und die Durchsage kommt: Dies sei ein FKK-Strand. Textilbader mögen doch bitte in den entsprechenden Abschnitt wechseln oder sich ausziehen. Das nenne ich doch mal konsequent.
Sekunden später knackt der Lautsprecher erneut: Der mann mit der roten Kappe und dem schwarzen Hund. Er habe an diesem Strandabschnitt nichts zu suchen. Und sie seien ja schön verarscht worden. Und alle Leute sollen doch bitte jetzt auf den Mann mit der roten Kappe und den schwarzen Hund achten. Was war denn da los? Die Leute am Strand lachen.

Einen der letzten freien Plätze belegt dann eine Familie aus Sachsen. Der Papa hat lange, dunkle Haare mit grauen Ansätzen und einen Brilli im Ohr. Und wie sollte er sonst heißen als: “Ricow!! Gommste mal?!”, rief seine Frau. Dass die Ossis aber auch immer jedes Klischee bedienen muss.

Irgendwie hat das mit dem Eincremen nicht so richtig funktioniert, und zwischendurch habe ich auch eine gute Stunde geschlafen. Das Baden hat müde gemacht. Dann doch. Jedenfalls habe ich nun einen schönen Sonnenbrand auf Brust, Oberbauch und Hals. Gut, dass es After-Sun-Lotion gibt…

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ORA aktuell

Eklat: Gerrit Große verlässt Kreistag

Freitag, den 9. Juli 2010
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Gerrit Große, Chefin der Linken in Oberhavel, hat ihr Kreistagsmandat niedergelegt. Der Grund: Die Abgeordneten stimmten am Mittwochabend einem Antrag der rechtsextremen NPD zu, sofort über den Austritt des Kreis aus dem Volkshochschulverband abzustimmen. Die SPD hatte sich enthalten, CDU, FDP und Teile der Grünen stimmten zu.

Große zeigte sich empört. Sie verwies auf eine Abmachung, keinem NPD-Antrag zuzustimmen. Zudem habe sie sich noch einmal zu den Volkshochschulen äußern wollen.
Parteikollegen sei es nach Informationen der Märkischen Allgemeinen nicht gelungen, sie umzustimmen.

Vertreter der anderen Parteien zeigten kein Verständnis für Großes Schritt. FDP-Fraktionschef Helmuth Reitmayer sagte, eine linksextreme Partei sei ihm genauso unsympathisch wie eine rechtsextreme.

Für Gerrit Große soll der Lehnitzer Wolf-Dieter Alte (67) nachrücken.

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RTZapper

Der gute Morgen

Freitag, den 9. Juli 2010
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DO 08.07.2010 | 5.00 Uhr | Ostseewelle

Tusch! Der Tusch und der eingespielte Lacher sind die wichtigsten Elemente der Morgenshow der Ostseewelle. “Der gute Morgen” heißt die Sendung, obwohl sie zu alles andere als einem guten Morgen führt.

Okay, für Fußballfans war der Donnerstagmorgen kein wirklich guter Morgen. Deutschland hat es wieder nicht ins WM-Finale geschafft, und das war dann auch das Hauptthema von Moderator Marcus Japke. Er habe keine Lust, alles sei doof, und überhaupt. Mit seiner Kollegin Andrea Sparmann schien er den ganzen Morgen vorher geschriebene Witzchen vorzulesen. Und das in erstaunlich langen Wortstrecken. Das Ganze wirkte wie ein dillettantischer Vorlesewettbewerb. Witz folgte auf Witz. Und damit auch jedem, verdammt noch mal, klar ist, dass dieser Witz witzig ist, spielt Japke nach jedem Pointenversuch einen Boxring-Gong und einen Lacher ein. Immer dasselbe. Immer wieder. Bis zum Erbrechen.

Liebe Leute von der Ostseewelle, soll das witzig sein? Soll dieses unispirierte Witzeablesen den Hörern den Morgen versüßen. Die Morgenshow der Ostseewelle ist leider nur nervig, öde und einfach nur mies gemacht.

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ORA aktuell

Oberhavel verlässt Volkshochschulverband

Freitag, den 9. Juli 2010
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Der Landkreis Oberhavel tritt zum Jahresende aus dem Brandenburgischen Volkshochschulverband aus. Der Kreistag in Oranienburg stimmte bei 14 Gegenstimmen am Mittwoch dafür. Grund für diesen Schritt ist die große Unzufriedenheit über den Verband. Es würde sich nichts ändern, wenn Oberhavel austritt, so Landrat Karl-Heinz Schröter (SPD).
Gerrit Große (Die Linke) bezeichnete den Schritt als unsolidarisch, auch der SPD-Abgeordnete Benjamin Grimm äußerte Bedenken.

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RTelenovela

In Richtung Morgengrauen

Freitag, den 9. Juli 2010
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Es ist 2.20 Uhr. Ich setze mich in mein Auto, starte den Motor und fahre los. Ziel: Binz auf Rügen.
Mitten in der Nacht geht es los. An einem Tag, an dem die Ferien beginnen, könnte es voll werden auf den Straßen, so dachte ich. Also entschloss ich mich, vor dem Schlafengehen den größten Teil der Strecke zurückzulegen.
Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, ob das eine gute Idee gewesen war.

2.40 Uhr, bei Wandlitz. Hinter der Zühlsdorfer Kreuzung auf der B273 führt die Strecke nur noch einseitig nach Wandlitz. Und fast wäre es wieder passiert: Ein Häschen rannte auf meine Fahrbahn. Es wäre das zweite Mal, dass ich einen Hasen zu Matsch gefahren hätte – das erste Mal passierte ausgerechnet in der Nacht zu Ostersonntag 2002. Der Hase und ich hatten Glück – nichts passiert.
Am Kreisverkehr in Wandlitz war ich dann ratlos: Die B273 Richtung A11 ist gesperrt. Wo die Umleitung in Richtung Bernau entlangführt, seht auf dem Schild. Aber ich wollte ja gar nicht nach Bernau. Also fuhr ich auf die B109 in Richtung Zerpenschleuse, wohl wissend, dass die Strecke auch dort dicht ist.

Kurz hinter Wandlitz kam dann ein Hinweis auf die Autobahn. Die Strecke führte eine schmale Straße durch einen dichten Wald entlang.
Ich erreichte den Ort Lanke – und auch hier gab es eine Großbaustelle. Im Landkreis Barnim scheint momentan auch kräfrig Geld für neue Straßen ausgegeben zu werden.

Kurz vor 3. Ein bisschen macht sich doch schon Müdigkeit breit. Ich beschließe, kurz vor Werbellin an der Raststätte Buckowsee anzuhalten. Ich kaufe mir etwas zu Essen. Etwas, das mich wach(er) macht. So eine seltsame Energy-Bi-fi zum Beispiel. Keine Ahnung wieso, aber sie machte mich fitter.

Etwa 3.15 Uhr. Direkt vor mir biegt von der Auffahrt Chorin ein Schwerlasttransport auf die Autobahn. Dahinter ein Begleitfahrzeug, auf dem das Überholverbotsschild leuchtet. Ich denke kurz an die versteckte Kamera und zuckele hinter dem Transport her. In der Baustelle ist er tatsächlich unüberholbar. Aber dann geht’s auch irgendwann schneller weiter.
Inzwischen graut am Himmel der Morgen. Auf der A20 fahre ich in die Helligkeit, was mitunter ein bisschen unangenehm ist, weil man plötzlich nichts mehr sieht, wenn man aus dem Dunklen und kommt und ins Helle düst.

4.40 Uhr. Ich komme in Stahlbrode an. Die erste Fähre nach Glewitz auf Rügen legt um 6 Uhr ab. Ich habe also noch Zeit, parke mein Auto auf einem Feldparkplatz, schiebe den Sitz zurück und döse ein wenig. Schlafen kann ich nicht.
5.45 Uhr. Die erste Fähre nach Rügen ist befahrbar. Zu dieser frühen Stunde sind es nur vier Autos, die rüber wollen.
Ein Berliner scheint die Ampel falsch gedeutet zu haben, denn er steht ohne Grund ewig an der Ampel. Erst als ihn ein Auto mit Greifswalder Kennzeichen überholt, traut auch er sich auf die Fähre.

Punkt 6 Uhr. Die Fähre macht sich auf den Weg nach Rügen.

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