Tagesarchiv für 1. Juli 2010

RTelenovela

Vor 20 Jahren (37): D-Mark

Donnerstag, den 1. Juli 2010
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(36) -> 27.6.2010

Sonntag, 1. Juli 1990.
Als um Mitternacht die DDR-Mark ungültig wurde und wir auch bei uns die D-Mark bekamen, sah ich fern. Ich war allein zu Hause. Ganz unspektakulär.
Und dann war dieser 1. Juli 1990 auch noch ein Sonntag. Deshalb gab es auch noch nicht so viel zum Einkaufen. Dennoch: Ich musste, ich wollte an diesem Tag der Währungsunion das erste Mal ganz offiziell auch bei uns mit D-Mark einkaufen.
Also lief ich zum Getränkehandel in der Robert-Koch-Straße und kaufte mir eine Flasche Karamalz. Keine Ahnung, warum ausgerechnet das, warum ausgerechnet Malzbier.

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aRTikel

Unerwartetes Nachspiel für Spendenaktion

Donnerstag, den 1. Juli 2010
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Gebühren: Organisatoren des Potsdamer Haiti-Benefizkonzertes müssen 280 Euro an die Gema nachzahlen

MAZ Potsdam, 1.7.2010

5000 Euro nahmen Potsdams Schüler für das vom Erdbeben verwüstete Haiti ein. Das Geld ist überwiesen. Nun flattert ihnen wegen der Musik-Urheberrechte noch eine Rechnung ins Haus.

POTSDAM / INNENSTADT
Das Benefizkonzert für die Erdbebenopfer von Haiti, das Ensembles von neun Potsdamer Schulen am 10. Februar auf der Bühne des Nikolaisaals vereinte, hat für die Veranstalter ungeahnte Folgen: Am 1. April schickte die Gema dem Einstein-Gymnasium in der Hegelallee plötzlich eine Rechnung über 272,46 Euro ins Haus. Die Gema ist die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Sie treibt die Gebühren für die Urheberrechte ein, die Konzertveranstalter für die aufgeführte Musik zahlen müssen. Inzwischen liegen dem Einstein-Gymnasium zwei Mahnungen vor, das sind weitere Kosten in Höhe von acht Euro. „Wir haben überhaupt keine Einnahmen mit dem Konzert gehabt“, sagt Schulleiterin Irene Krogmann-Weber im Gespräch mit der MAZ.

Der Schülersprecher des Einstein-Gymnasiums und die beiden Schülersprecherinnen des Humboldt-Gymnasiums hatten nach dem schweren Erdbeben in Haiti die Idee, die Potsdamer Schulen zur Teilnahme an einem gemeinsamen Konzert einzuladen, dessen Einnahmen plus zusätzlicher Spenden an den Verein „Kindernothilfe“ überwiesen werden sollten. Die Aktion wurde ein großer Erfolg: Die Band des Humboldt-Gymnasiums trat beispielsweise auf, die Helmholtz-Bigband, der Chor des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder, das „Tonwerk“ des Einstein-Gymnasiums, dazu weitere Ensembles und Solisten. Am Ende kamen etwa 5000 Euro für die „Kindernothilfe“ zusammen. Das Geld ist komplett übergeben worden, so die Schulleiterin. Die 280 Euro, die die Gema nun haben will, müssten wieder extra aufgetrieben werden. „Das war doch gar keine öffentliche Veranstaltung“, sagt Irene Krogmann-Weber. „Es waren nur Schüler dabei, Lehrer und einige Vertreter des Schulträgers.“ Insgesamt verfolgten etwa 500 Leute das Konzert. Die Gema erfuhr aus der Presse von der Veranstaltung, wurde aber auch vom Nikolaisaal über das Konzert informiert. Sarah Kesting vom künstlerischen Betriebsbüro im Nikolaisaal bestätigt das. „Wir melden alle bei uns gespielten Stücke der Gema“, sagte sie. „Wir haben allerdings auch vermerkt, dass es sich um ein Benefizkonzert handelte.“ Die Schüler sind jedoch über die anfallenden Gema-Gebühren seitens des Nikolaisaales nicht informiert worden.

Die Gema besteht auf der Zahlung der Rechnung. „Es ist oft so, dass Schüler ein Konzert organisieren, aber nicht daran denken, dass auch Urheberrechte betroffen sind“, sagt die Münchner Gema-Sprecherin Gaby Schilcher. Ihre Kollegen von der Bezirksdirektion in Berlin hätten bereits – wie meistens bei Jugendlichen – auf eine Kostenkontrollrechnung verzichtet und einen Nachlass von 20 Prozent gewährt. „Alles, was außerhalb der eigenen vier Wände stattfindet, ist öffentlich“, so Schilcher. „Auch wenn der Verein eine geschlossene Veranstaltung hat. Läuft dort Musik, müssen Gebühren an die Gema entrichtet werden.“ Dass es sich bei dem Konzert im Nikolaisaal um eine Benefizveranstaltung gehandelt hat, sei unerheblich. „Der Auftritt von Schulchören bedeutet nicht zugleich, dass es sich um Gema-freies Repertoire handelt“, heißt es in dem Schreiben, das dem Einstein-Gymnasium vorliegt. Die Gema-Sprecherin rät allen Veranstaltern, bereits vorher mit der Verwertungsgesellschaft in Kontakt zu treten. „Dann kann vieles schon im Vorfeld geklärt werden“, sagt Schilcher. „Aber es macht keinen Sinn, auf stur zu stellen.“

Bislang weigert sich Schulleiterin Irene Krogmann-Weber, das Geld an die Gema zu zahlen. Sie ist frustriert: „Irgendwann hat man dann auch keine Lust mehr, irgendetwas zu organisieren, wenn dann solche Kosten auf uns zukommen“, sagte sie. Die Gema bleibt jedoch hart. Sie könnte sogar gerichtlich gegen die Veranstalter vorgehen, so Sprecherin Schilcher. „Das kann aber nicht unser Ziel sein“, ergänzt sie.
Nach MAZ-Informationen könnte es im kommenden Jahr eine Neuauflage des großen gemeinsamen Benefizkonzertes geben, zu dem Potsdams Schulen ihre besten Ensembles und Solisten entsenden. Erste Überlegungen der Schüler gibt es bereits.

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ORA aktuell

Krise vorbei: Orafol baut wieder

Donnerstag, den 1. Juli 2010
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Die Oranienburger Firma Orafol scheint gestärkt aus der Wirtschaftskrise rauszugehen. Nach dem Auftragseinbruch im Jahr 2008 werde die Mitarbeiterzahl in der zweiten Jahreshälfte 2010 über der von vor der Krise liegen. Momentan arbeiten bei Orafol etwa 500 Leute.
Zudem wird am heutigen Donnerstag im Gewerbepark Nord der Grundstein für ein weiteres Firmengebäude gelegt.
Orafol stellt selbstklebende Folien und Klebebandsysteme her

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ORA aktuell

Unfall in Russland: Oranienburger Schülerinnen verletzt

Donnerstag, den 1. Juli 2010
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Bei einem Busunglück im russischen Kaliningrad sind am Dienstag acht Schülerinnen des Oranienburger Runge-Gymnasiums verletzt worden. Die Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren erlitten dabei Prellungen und einen Knöchelbruch. Eine 15-Jährige kam zunächst mit dem Verdacht auf Rippenbrüche ins Krankenhaus.
Am Mittwoch trafen sie in Oranienburg ein.

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RTZapper

Wahl 10: Bundespräsident

Donnerstag, den 1. Juli 2010
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MI 30.06.2010 | 20.15 Uhr | Das Erste

Gott sei Dank! Die Wahl des Bundespräsidenten hat glücklicherweise nur etwa mehr als neun Stunden gedauert. Noch ein paar Minuten länger und der ARD wäre der Sendestoff ausgegangen.

Nun gut, Ulrich Deppendorf war nicht zu beneiden. Um 11.40 Uhr ging er im Ersten auf Sendung. Keine große Sache, dachten alle. Der Wulff schafft das schon in einem Jahrgang, und um 15 Uhr haben sich alle zum Kaffee verabredet. Aber daraus wurde bekanntlich nichts.
Also kramte die ARD alles raus, was irgendwie sendefähig war. Hier noch ein Porträt der Kandidaten, da noch Interviews mit den Kandidaten. Dann mal rausgeschaltet zu den Leuten, die vor dem Reichstag warten. Oder mal ein paar Politiker gefragt, was die denn so denken. Und man könnte ja auch mal rausschalten zu den Leuten, die vor dem Reichstag rumstehen. Zwischendurch ein bisschen WM in der Jogischau. Und haben eigentlich die Leute, die vor dem Reichstag warten, auch eine Meinung zum Spektakel?

Unterdessen ließ das Erste eine Sendung nach der anderen ausfallen, bis hin zum Primetime-Film. So redete und redete und redete Deppendorf um 20.15 Uhr noch immer. Die Wahlsendung ging letztlich bis 21.40 Uhr. Dauerschicht für die Hauptstadtreporter, und großes Aufatmen, als das Ergebnis endlich feststand. Christian Wulff, im dritten Wahlgang.

Verkneifen hätte sich der Sender nur den Plenarsaal-Kommentator. Dass die Abgeordneten aufstehen und applaudieren, ja, das sehen wir auch, das muss uns nicht erklärt werden.

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