Tagesarchiv für 12. Juni 2010

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FIFA-WM 2010 live: Argentinien – Nigeria

Samstag, den 12. Juni 2010
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SA 12.06.2010 | 15.50 Uhr | Das Erste

Ööööööööööööö! Was klingt wie eine dauerhafte Tonstörung, ist in Wirklichkeit Stadionatmosphäre. Oder zumindest das, was die Fußballfans in Südafrika dafür halten.
Die Fußball-WM 2010 erlebt gerade mal ihren zweiten Spieltag und hat schon das Hassobjekt aller Hassobjekte: die Vuvuzela.
Es ist aber auch ein widerliches Geräusch. Das “Ööööööööööööö” scheinen die Südafrikaner irgendwie toll zu finden. Aber mal abgesehen davon, dass es nicht schön klingt: Es macht müde. So ein sanftes Öööööööööö lässt den Fußballgucker schnell mal wegnicken. Ein bisschen mehr Abwechslung wäre da echt nicht schlecht: Oder wieso können diese Trötdinger keine Melodien fabrizieren?

Und wenn dann noch das Spiel langweilig ist: Ein müdes Tor! Was ist los mit euch, ihr Argentinier? Mehr als ein 1:0 war gegen Nigeria offenbar nicht drin. Vielleicht lag es aber auch an besagten Vuvuzelas, dass irgendwie nichts klappte. Aber selbst die Franzosen haben es ja am Freitag nicht gebacken bekommen, mal den Ball ins Tor zu schießen. Wer weiß, vielleicht macht sie das Getröte auch kirre. Und da hätten wir ja alle schon mal was gemeinsam.

RTelenovela

München – Ebingen: (K)ein Katzensprung

Samstag, den 12. Juni 2010
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Von München bis zum Albstädter Stadtteil Ebingen? Ich dachte so an zwei Stunden. Ist doch ein Katzensprung von der bayerischen Hauptstadt in die Schwäbische Alb. Und da ich diesmal das Navigationsgerät meiner Eltern dabei hatte, musste ich mir um die Wegfindung keine Sorgen machen.
Im Nachhinein stellte sich das als sehr gut heraus. Und um es vorweg zu nehmen: Die Fahrt dauerte fast dreieinhalb Stunden. Was nicht an den Staus lag. Es gab keine Staus.

Aus München ging es über die A96 raus aufs bayerische Land. Laut Navi führte mich mein Weg direkt vorbei am Ammersee. Gesehen habe ich ihn nicht, die Strecke ist so zugebaut, dass der Blick versperrt ist. Vielleicht auch ein Stück Lärmschutz.

Bei Memmingen ging’s weiter auf die A7. Wahnsinn, wie lang diese Autobahn ist. Ich kenne sie bislang nur von den Teilstücken rund um Hamburg, Hannover bis runter nach Hessen. Dabei geht die A7 durchs ganze Land, bis eben nach Bayern. Aber schon an der nächsten Abfahrt, bei Berkheim, verließ ich die Autobahn.
An den Namen Albstadt war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu denken. Ich befand mich nun auf der B312.

Gerade im Westteil Deutschland ist es ja normalerweise so, dass man von der Autobahn mekist nie sehr lange braucht, bis man an seinem Ziel angekommen ist. Das kann man für Albstadt nicht gerade behaupten.
Aber immerhin überfuhr ich nun die Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg.

Selbst auf den Kilometerwegweisern kam der Ort Albstadt nicht vor. Dafür erfuhr ich, dass es noch rund 100 Kilometer bis Reutlingen sind. Somit war zumindest klar, dass ich nicht komplett in die falsche Richtung fahre.
Ich fuhr durch Orte, von denen ich noch nie gehört habe: Ochsenhausen zum Beispiel. Oder Edenbachen. Kleine Dörfer, abseits von allem. Die nächste Stadt ist weit entfernt. Die nächste Großstadt eine längere Tour.
Von Biberach habe ich immerhin schon mal gehört, da habe ich dann auch erst mal eine kleine Pause eingelegt, weil das Ganze irgendwie kein Ende zu nehmen schien, und das Navi sagte mir weitere 70 Minuten voraus.
Diverse weitere Minidörfer mit Stallgeruch und wenigen Häusern hatte die B312 noch zu bieten. Und ich dachte, in der ostdeutschen Provinz – in der Uckermark oder in Uecker-Randow – sei es furchtbar. In dieser Region muss es auch schrecklich öde sein.

Überraschung in Hailtingen: Dort steht ein großes Schloss auf einem Hügel. Später habe ich erfahren, dass es sich um eine Burg handelt: Burg Hailtingen.
Irgendwann leitete mich das Navi von der Bundesstraße über kleine städtische Straßen durchs Nirgendwo. Zwischenzeitlich war ich mir gar nicht mehr sicher, ob ich überhaupt noch auf dem rechten Weg bin. Aber dann: Albstadt 19 Kilometer. Endlich.

Irgendwann erreichte ich dann tatsächlich Albstadt – oder besser Ebingen. So eine Fahrt in die schwäbische Provinz-Provinz dauert dann wohl doch mehr als nur einen Katzensprung.

RTelenovela

München (16): Das Biergarten-Stimmenwirrwarr

Samstag, den 12. Juni 2010
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(15) -> 9.6.2010

München, letzter Abend. Wir spazieren durch den Englischen Garten. Ein ausgedehnte Park mitten in der Stadt. Man ahnt eigentlich gar nicht mehr, dass wir uns mitten in der Großstadt befinden.
Es ist angenehm warm, die Sonne scheint. Die grünen Wiesen sind voller Menschen. Sie sonnern sich, hören Musik, sprechen miteinander, treiben Sport. Sie spielen Tennis oder Badminton, Boule, sie joggen oder fahren mit dem Rad. Die Atmosphäre ist extrem entspannt, es ist einfach herrlich.

Wer weiter zum chinesischen Turm spaziert, macht eine interessante Erfahrung. In den Biergärten, die sich dort befinden, tummeln sich sicherlich um die 2000 Menschen. Ein unfassbares Stimmengewirr. Ein Geräusch, das langsam anschwillt, wenn man draufzusteuert. Es wird lauter und lauter, fast unangenehm.
Man gewöhnt sich dran. Und wie laut das ist, merken wir, wenn wir uns nach anderthalb Stunden wieder entfernen. Das Rauschen, das Summen und Brummeln bleibt noch ein paar Minuten im Ohr.

Wir müssen München wieder verlassen. Unser vierter Besuch ist zu Ende. Der Fünfte jedoch schon in Sicht. In der letzten Juli-Woche kommen wir zurück, und dann zum vorerst letzten Mal.
Und ich schalte jetzt mein Navi an und gebe mein neues Ziel ein: Albstadt in Baden-Württemberg.