Tagesarchiv für 10. Juni 2010

RTZapper

Lenas Vater: Du nervst!

Donnerstag, den 10. Juni 2010
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DO 10.06.2010 | Mittelbayerische

Im Windschatten des Eurovision-Song-Contest-Erfolges von Lena Meyer-Landrut macht sich derzeit ihr Vater breit. Ladislas Meyer-Landrut will unbedingt seine Tochter wiedertreffen. 16 Jahre hat er sie nicht gesehen, und 16 Jahre scheint es ihn ja auch nicht sehr interessiert zu haben. Aber jetzt ist die Lena ja prominent, jetzt ist das natürlich ganz anders.

Die “Mittelbayerische”, eine Zeitung aus Regensburg, berichtet heute erneut über jenen Herren. “Ich habe eine Tür aufgestoßen – hindurch gehen muss sie selbst”, sagte Ladislas Meyer-Landrut. Die “Mittelbayerische” zitierte ein interview aus dem Magazin “in”. Aber Lenas Papa nutze die Gunst der Stunde und hielt jedem seine uninteressante Nase vor die Kamera, der nicht bei Drei auf den Bäumen war. RTL als der Sender, der mit dem Castingwunder nichts zu tun hatte, war natürlich besonders willig. Ladislas bereure es, dass er seine Tochter so lange nicht gesehen habe. Und stolz sei er natürlich auch.

Ladislas, du nervst! Vielleicht wendest du dich mal besser direkt an deine Tochter und gehst uns und ihr nicht per Medienrundreise auf die Nerven. Offenbar hatte Lena ja noch keine Zeit, sich bei ihm zu melden. Was eigentlich kein Wunder, die Masche ist schon ziemlich widerwärtig. Papa muss ganz schön verzweifelt sein – oder doch eher geldgierig?

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RT im Kino

Marcello Marcello

Donnerstag, den 10. Juni 2010

Zum 18. Geburtstag entscheidet sich alles. Dann steht fest, wen das junge Mädchen mal heiraten wird. Sie hat da allerdings nicht so viel zu sagen. Der Brauch auf der italienischen Insel Amatrello funktioniert so: Wenn ein Mädchen 18 Jahre alt wird, kommen um 15 Uhr die heiratsinteressierten Männer ins Haus und überreichen ihre Geschenke. Die sind allerdings nicht für das Mädchen, sondern für dessen Vater. Der entscheidet nämlich, wer das schönste Geschenk mitgebracht hat und dadarufhin mit seiner Tochter ausgehen darf.
Wir schreiben das Jahr 1958, und der 19-jährige Marcello (Francesco Mistichelli) hat sich an diesem Brauch bislang noch nie beteiligt. Das ändert sich, als Elena (Elena Cucci), die Tochter des Bürgermeisters auf die Insel kommt. Marcello ist sofort Feuer und Flamme. Und, siehe da: Elena wird bald 18.
Marcellos Geschenk: ein Hahn. Der Hahn, der den Bürgermeister jeden Morgen weckt und nervt. Um aber den Hahn zu bekommen, muss er Alkohol besorgen. Um den Alkohol zu bekommen, muss er zwei Kleider besorgen. Um die Kleider zu bekommen, muss er… Nun ja, sein Vorhaben wird zu einer wahren Odyssee, und er stellt fest, dass die Insel und ihre Bewohner so einige Geheimnisse haben.

“Marcello Marcello” kommt in Deutschland verspätet ins Kino. Schon 2009 wurde das witzig-romantische Werk von Denis Rabaglia als bester schweizerischer Film ausgezeichnet. Tatsächlich macht sein Film Spaß. Marcello verstrickt sich im Laufe der Zeit immer mehr in die Machenschaften auf der Insel. Die schrulligen, hier und da recht überzeichneten Figuren machen die Geschichte aus. Dass sie an einigen Stellen ein bisschen dick aufgetragen ist, kann der Zuschauer durchaus verschmerzen.
Insbesondere der Hauptdarsteller Francesco Mistichelli spielt sich in einen wahren Rausch. Es ist extrem kurzweilig, ihm bei seinem kleinen, aber lebenswichtigen Abenteuer zuzusehen.
So ist “Marcello Marcello” ein Märchen. Voller Liebe und Heiterkeit.

8/10

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