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Eine Herzensangelegenheit

Interview: Dirk Thiele über den Mukolauf, dessen achte Auflage am Sonntag stattfindet

MAZ Potsdam, 26.5.2010

Eurosport-Kommentator Dirk Thiele gehört zu den Organisatoren des „Mukolaufs“. Über das sportliche Benefiz-Volksfest im Lustgarten sprach der 67-Jährige mit Robert Tiesler.

MAZ: Der Lauf für Mukoviszidose-Kranke findet zum achten Mal statt. Sind Sie von Anfang an dabei gewesen?
Dirk Thiele: Ich mache das sechste Mal mit. Damals hat Ingrid Stolpe die Initiative ergriffen und mich angesprochen. Können Sie uns helfen, fragte sie mich, ich würde doch Hinz und Kunz kennen.

Sie laufen auch selbst mit…
Thiele: Jedes Jahr. Dabei ist es unwichtig, wie viel ich schaffe. Ich weiß, dass ich 500 Euro einbringe. Je nachdem, wie es mir geht, werde ich weiterlaufen. Wichtig ist mir, dass ich präsent bin und zeige, dass ich nicht nur rede.

Kennen Sie selbst auch Menschen, die an Mukoviszidose erkrankt sind?
Thiele: Nicht persönlich. Aber es sind ja immer einige Betroffene vor Ort, da kann man nur ahnen, wie sie zu leiden haben. Ich sehe das dann als Verpflichtung, weiterzumachen.

Im vergangenen Jahr war auf Ihre Initiative hin unter anderen die Weltklasse-Kanutin Katrin Wagner-Augustin dabei. Ist es schwer, die Sportler für den Lauf zu begeistern?
Thiele: Ich glaube, es ist das Persönliche. Ich brauche meist nicht lange zu reden und nur zu sagen: Es ist wieder so weit. Katrin Wagner-Augustin wird auch in diesem Jahr dabei sein. Ich finde es toll, wie sie sich einsetzt. Die Kanuten trainieren in Kienbaum, und sie wird extra zu dem Lauf kommen und danach gleich wieder zurückfahren.

Wer wird noch dabei sein?
Thiele: Mindestens drei Spielerinnen von Turbine Potsdam laufen mit. Außerdem vom VfL die Volleyballerinnen Ramona Stucki und Anika Zülow sowie die Handballer Jan Piske und Lars Melzer. Weshalb ich ein bisschen traurig bin, ist, dass niemand vom SV Babelsberg 03 dabei ist. Da hat das irgendwie zeitlich nicht so gepasst.

Sie kümmern sich auch um die Geldgeber für die Sportler?
Thiele: Ja, ich habe wieder die Sponsoren abgeklappert. Von Rewe, Securitas, dem Institut für Getreideverarbeitung sowie Orenstein und Koppel kommen mal 200, mal 300 Euro. Insgesamt kommen durch die Sportler 1500 Euro zusammen.

Was passiert mit dem Geld, dass bei dem Spendenlauf eingenommen wird?
Thiele: Das wird an den Verein Mukoviszidose Berlin-Brandenburg überwiesen.

Was würden Sie sagen, sind die Potsdamer allgemein sehr hilfsbereit?
Thiele: Ja, das ist so. Für die Sportler ist es ein großes Bedürfnis, bei dem Lauf dabei zu sein. Und die Zahl der Teilnehmer und der Spendensumme wird ja auch von Jahr zu Jahr größer.

Wann sind Sie wieder bei Eurosport im Einsatz?
Thiele: Ich fliege heute nach Ostrava in Tschechien und kommentiere am Donnerstag ein Leichtathletik-Meeting.

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