Tagesarchiv für 26. Mai 2010

ORA aktuell

Oranienburg will keine Sexshops im Zentrum

Mittwoch, den 26. Mai 2010
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Der Oranienburger Bauausschuss will eine Ansiedlung von Vergnügungsstätten in der Innenstadt verhindern. Damit sind Nachtlokale, Sexshops, Wettbüros, Swingerclubs sowie Spiel- und Automatenhallen gemeint. Befürchtet werden sinkende Mietpreise.
Mit einem Bebauungsplan wollen die Abgeordneten Einfluss nehmen, welche Geschäfte sich ansiedeln dürfen.

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aRTikel

Eine Herzensangelegenheit

Mittwoch, den 26. Mai 2010
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Interview: Dirk Thiele über den Mukolauf, dessen achte Auflage am Sonntag stattfindet

MAZ Potsdam, 26.5.2010

Eurosport-Kommentator Dirk Thiele gehört zu den Organisatoren des „Mukolaufs“. Über das sportliche Benefiz-Volksfest im Lustgarten sprach der 67-Jährige mit Robert Tiesler.

MAZ: Der Lauf für Mukoviszidose-Kranke findet zum achten Mal statt. Sind Sie von Anfang an dabei gewesen?
Dirk Thiele: Ich mache das sechste Mal mit. Damals hat Ingrid Stolpe die Initiative ergriffen und mich angesprochen. Können Sie uns helfen, fragte sie mich, ich würde doch Hinz und Kunz kennen.

Sie laufen auch selbst mit…
Thiele: Jedes Jahr. Dabei ist es unwichtig, wie viel ich schaffe. Ich weiß, dass ich 500 Euro einbringe. Je nachdem, wie es mir geht, werde ich weiterlaufen. Wichtig ist mir, dass ich präsent bin und zeige, dass ich nicht nur rede.

Kennen Sie selbst auch Menschen, die an Mukoviszidose erkrankt sind?
Thiele: Nicht persönlich. Aber es sind ja immer einige Betroffene vor Ort, da kann man nur ahnen, wie sie zu leiden haben. Ich sehe das dann als Verpflichtung, weiterzumachen.

Im vergangenen Jahr war auf Ihre Initiative hin unter anderen die Weltklasse-Kanutin Katrin Wagner-Augustin dabei. Ist es schwer, die Sportler für den Lauf zu begeistern?
Thiele: Ich glaube, es ist das Persönliche. Ich brauche meist nicht lange zu reden und nur zu sagen: Es ist wieder so weit. Katrin Wagner-Augustin wird auch in diesem Jahr dabei sein. Ich finde es toll, wie sie sich einsetzt. Die Kanuten trainieren in Kienbaum, und sie wird extra zu dem Lauf kommen und danach gleich wieder zurückfahren.

Wer wird noch dabei sein?
Thiele: Mindestens drei Spielerinnen von Turbine Potsdam laufen mit. Außerdem vom VfL die Volleyballerinnen Ramona Stucki und Anika Zülow sowie die Handballer Jan Piske und Lars Melzer. Weshalb ich ein bisschen traurig bin, ist, dass niemand vom SV Babelsberg 03 dabei ist. Da hat das irgendwie zeitlich nicht so gepasst.

Sie kümmern sich auch um die Geldgeber für die Sportler?
Thiele: Ja, ich habe wieder die Sponsoren abgeklappert. Von Rewe, Securitas, dem Institut für Getreideverarbeitung sowie Orenstein und Koppel kommen mal 200, mal 300 Euro. Insgesamt kommen durch die Sportler 1500 Euro zusammen.

Was passiert mit dem Geld, dass bei dem Spendenlauf eingenommen wird?
Thiele: Das wird an den Verein Mukoviszidose Berlin-Brandenburg überwiesen.

Was würden Sie sagen, sind die Potsdamer allgemein sehr hilfsbereit?
Thiele: Ja, das ist so. Für die Sportler ist es ein großes Bedürfnis, bei dem Lauf dabei zu sein. Und die Zahl der Teilnehmer und der Spendensumme wird ja auch von Jahr zu Jahr größer.

Wann sind Sie wieder bei Eurosport im Einsatz?
Thiele: Ich fliege heute nach Ostrava in Tschechien und kommentiere am Donnerstag ein Leichtathletik-Meeting.

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RTZapper

Eurovision Song Contest 2010: 1. Halbfinale

Mittwoch, den 26. Mai 2010
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DI 25.05.2010 | 21.00 Uhr | NDR fernsehen

Belgien und Island sind weiter. Das ist die Hauptsache. Tom Dice und Hera Björk sehen wir am Sonnabend im Finale wieder.
Das Grand-Prix-Festival 2010 ist eröffnet. Und das 1. Halbfinale war ein ständiges auf und Ab. Und die Abs waren tief, sehr tief.

Liebe Finnen! Ihr wart doch die, die mit Lordi und der Rocknummer einst des Song Contest nach Helsinki holten. Und jetzt? War das vielleicht eine Sonderausgabe des “Musikantenstadl” mit einer Band mit dem etwas seltsamen Namen Kuunkuiskaajat? Zurecht ausgeschieden. Serbien schaffte es dagegen ins Finale, obwohl der Blondschopf Milan Stanković nur hin und wieder einen Ton traf. Die Lettin Aisha ist dagegen draußen, aber die ist wahrscheinlich schon bei “Lettland sucht den Superstar” in Runde 1 gescheitert. Estland überraschte mit einer Depeche-Mode-mäßigen Ode, die aber die Europäer nicht überzeugen konnte.

Das erste Halbfinale bot erschreckend wenig Innovatives. Selbst der Belgier, der mit seiner Gitarre den besten Song des Abends ablieferte, war stimmtechnisch eigentlich nur eine James-Blunt-Kopie. und sonst? Billiger, öder Pop, ein bisschen Folk, ein bisschen mehr schiefe Stimmen.

Als unsere Lena im Schnelldurchlauf der schon im Finale gesetzten eingespielt wurde, klang das fast wohltuend.
Eigentlich kann es nur besser werden.

PS: Fürs zweite Halbfinale, liebe Europäer! Bitte wählt die Niederländer gefälligst ins Finale. Das Vader-Abraham-Ding will ich da hören!

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RTelenovela

Vom Leben auf den Bomben

Mittwoch, den 26. Mai 2010
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Neulich war Oranienburg mal wieder in den Schlagzeilen. Weit mehr als 300 scharfe Bombenblindgänger sollen noch unter der Erde der Stadt liegen. Das Brisante: Die Zünder werden nach 65 Jahren zunehmend porös, die Dinger könnten in die Luft fliegen.
Der rbb begann seinen Bericht in “Brandenburg aktuell” mit den Worten, das sei der gefährlichste Ort Deutschlands. Im Bild zu sehen war der Bahnhof. Und ich wohne nur drei Minuten davon entfernt.

Das hinterlässt Spuren, und zwar mehr, als man denkt.
Mit den Bomben war ja Oranienburg schon öfter in den Schlagzeilen. Bei IA, einem der Vorgänger von TV.Berlin, fragte ein Moderator mal einen Oranienburger, ob er daran denke, wegzuziehen.
Ich fand das immer ganz lustig, denn was soll schon sein, wenn man hier lebt. Man lebt einfach damit. Und lässt sich halt evakuieren, wenn mal wieder eine Bombe entschärft wird. Passiert ist ja bisher noch nichts. Fast nichts. Einmal, vor 19 Jahren, ging in Lehnitz eine Bombe hoch, später im Lehnitzsee.

Man denkt nicht jeden Tag an die Bomben. Aber die Sorge wächst inzwischen doch. Die Sache steckt im Hinterkopf.
Neulich bin ich durch einen Donnerschlag aufgewacht. Einer meiner ersten Gedanken: Bombe? Es war ein Gewitter. Am Wochenende war im Schlosspark ein Feuerwerk. Dementsprechend wusste ich, woher der Knall immer kam. Das Wort Bombe schwebte trotzdem drüber. Oder wenn irgendwo Blitzknaller gezündet werden: Immer dieser Gedanke.
Ich weiß nicht, ob es anderen Oranienburgern ähnlich geht.
Das Problem ist, und es wird dringender: Theoretisch könnte es passieren. Irgendwo könnte es tatsächlich einen mächtigen Knall geben. Niemand weiß, wo und wann und ob überhaupt.
Klar ist aber: Die Suche nach Blindgängern, insbesondere rund um den Bahnhof, sollte bald beginnen. Und dafür muss das Know-how her. Eine systematische Suche. Geld natürlich auch. Dafür muss vielleicht auch anderswo gespart werden. Unsere Sicherheit ist wichtiger als zum Beispiel eine Gartenschau.
Denn wenn es mal knallt, dann will es keiner geahnt haben, und Beileid und auf Wiedersehen. Aber das hilft uns dann auch nicht mehr.

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RTZapper

hessen extra: Kochs Rückzug

Mittwoch, den 26. Mai 2010
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DI 25.05.2010 | 20.15 Uhr | hr-Fernsehen

Roland Koch geht, er will nicht mehr Ministerpräsident von Hessen sein. Politik ist nicht sein Leben, sagt er. Das fällt ihm aber reichlich spät auf.

Und was seine Fernsehpräsenz angeht, da muss der Roland noch viel lernen. Seine Pressekonferenz in Wiesbaden, in der er der Presse mitteilte, wer denn sein Nachfolger werden könnte, setzte er zwar zur Prime Time an, doch leider wollte kein Sender diese dafür freiräumen. Außerdem das hr-Fernsehen. Dort war das Programm am Dienstag sowieso mit diversen Sondersendungen zugepflastert. Aber phoenix? Fehlanzeige. Die angeblichen Nachrichtensender n-tv und N24? Fehlanzeige. Die mussten ganz dringend ihre Dokus ausstrahlen. Live-Nachrichtenereignisse passen da irgendwie nicht ins Konzept.
Aber vielleicht interessierten sie sich ja auch nicht für den Roland. Eigentlich auch eine ganz gute Entscheidung.

Tschüss, Roland. Ich werden dich vermissen. Oder auch nicht.
Wohl eher nicht.

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