Monatsarchiv für Mai 2010

RTZapper

NDR aktuell extra: Lena verzaubert Europa

Sonntag, den 30. Mai 2010
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SO 30.05.2010 | 20.15 Uhr | NDR fernsehen

Der Tag danach. Und das Fernsehen ist überall dabei: Lena im Flugzeug. Lenas Ankunft auf dem Flughafen Hannover. Lena beim Bürgermeister. Lena beim Empfang für die Fans.

Deutschland hat den Eurovision Song Contest 2010 gewonnen. Lena macht so einiges möglich.
In nie da gewesener Eintracht übertragen Das Erste und ProSieben die Party. Und ein Novum: Während der “Grand-Prix-Party” weist die ARD auf die Sondersendung im Ersten und auf ProSieben hin. Dabei macht die ARD das nicht mal bei hauseigenen Sendungen auf phoenix. Im Glückstaumel scheint alles möglich zu sein.

Und die Quoten – eine Sensation. Nach Mitternacht verfolgten mehr als 20 Millionen Zuschauer den Sieg. Bei den jüngeren erreichte das Erste mehr als 80 Prozent Marktanteil. Unglaublich.

Da will der NDR, Lenas Haussender, natürlich nicht nachstehen. Eine Sondersendung folgt nach der anderen. Am Abend dann noch die Wiederholung der kompletten Show.
Und wird Lena den Erfolg 2011 wiederholen? Stefan Raab scheint ernsthaft die Idee zu verfolgen, im nächsten Jahr mit Lena den Titek verteidigen zu wollen. Aber ob das eine gute Idee ist? Kann man den Erfolg noch toppen? Und ist es nicht viel witziger, wieder nach einem Star zu suchen?
Noch sind viele Fragen offen. Sie werden sich im Laufe des Jahres sicherlich klären.

RTZapper

Eurovision Song Contest 2010

Sonntag, den 30. Mai 2010
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SA 29.05.2010 | 21.00 Uhr | Das Erste

Denken wir bitte an dieser Stelle einen Moment lang an Nicole. Wie hieß das Lied noch gleich, mit dem wir vor 28 Jahren (ja, vor achtundzwanzig Jahren) das letzte Mal den Eurovision Song Contest gewonnen haben? Ach ja, “Ein bisschen Frieden”. Heute ist Nicole von ihrem Sockel geschubst worden, denn das Wunder ist geschehen!
Lena holt den Eurovision Song Contest 2011 nach Deutschland!!

Seit 1987 sehe ich diesen Musikwettbewerb, nur einmal habe ich ihn verpasst, als wir gerade im Klassenfahrt-Bus nach England saßen. Ein paarmal waren wir Zweiter oder Dritter, sehr oft auch … ach, vergessen wir das.
Wir! Haben! Gewonnen!
Ich bin immer noch völlig fassungslos. Deshalb muss ich es einfach noch mal hier hinschreiben.
Wir! Haben!! Gewonnen!!!

Wie konnte es bloß dazu kommen? Vielleicht lag es daran, dass “Satellite” in seiner Art tatsächlich allein in diesem Wettbewerb stand. Im Einerlei im letzten Viertel stach Lena heraus, sowohl was den Song selbst anging als auch sie selbst. Natürlich kam sie rüber, fast locker und so ganz anders als die gestylte Plastikpuppen aus vielen der anderen Länder.
Dennoch haben wir uns es natürlich nicht getraut, Lena bei unseren Tippspielen auf Platz 1 zu setzen. Ich sah sie auf Platz 3, und selbst das beschämte mich schon. Man ist das doch gar nicht gewöhnt, auf einer solchen Siegerstraße zu fahren.

Sehr schön war erneut die leise Gitarrennummer aus Belgien, auch wenn Tom Dice fast ein bisschen zu unscheinbar war. Der Schmachtpop aus Dänemark – ja, das war ganz schön plastisch, aber irgendwie fand ich es schön. Auch die Isländerin ging mit ihrem Eurodance ab.
Aber was war eigentlich bei den Spaniern los. Plötzlich hatte die truppe ein weiteres Tanzmitglied. Irgend so ein Typ stand plötzlich mit auf der Bühne und machte mit. Erst als Ordner auf die Bühne rannten, verschwand er. Spanien durfte dann noch mal ran. Was Spanien jedoch nicht gut tat. Hatte ich den Song vom Anfang noch gut in Erinnerung, fand ich ihn beim zweiten Mal dann ziemlich blöd. Schade eigentlich.

Eva Rivas aus Armenien, von der wissen wir nur eins: Das ist die, die am Anfang den Aprikosenstein so vor ihre Titten hielt, dass der Stein in der Kameraeinstellung eher zweitrangig war.
Letzter wurde übrigens Grißbritannien mit einer seichten Popnummer. Da wollte jemand auf Nummersicher gehen und ging hoffnungslos unter.
Ich tippte übrigens auf die Eins den Song aus Moldawien. Nun ja, vergessen wir das am besten ganz schnell wieder.

2011 also der ESC in Berlin. Wir fragen uns: Wo genau? Und wer könnte das moderieren? Und wird Peter Urban das ganze Ding wieder tot kommentieren? Eigentlich erzählt er hin und wieder nette Dinge, aber dass er das komplette Showintro in grund und Boden quatschte – das ging ja mal gar nicht. Und wenn wir schon siegen – dann darf er ruhig auch ein paar Emotionen zeigen.

So, zum Schluss vielleicht noch eine kurze Gedenksekunde für Ralph Siegel. Bei Facebook gibt’s bereits jetzt die Gruppe: “Hörst Du das Geräusch? Das ist Ralph Siegel. Der kotzt gerade.”
Liebe Grüße nach Oslo!

aRTikel

1990 – Jahr der Einheit: Bürgermeister aus dem Lostopf

Samstag, den 29. Mai 2010
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Mai 1990 I -> 12.5.2010

Rückblick: Gleichstand Ende Mai 1990 bei Hennigsdorfer Wahl / Schröter wird erster Landrat

MAZ Oranienburg, 29.5.2010

Was passierte im Jahr der Einheit im Altkreis Oranienburg – und was stand in der Märkischen Volksstimme? Diesmal blicken wir zurück in die zweite Mai-Hälfte 1990.

OBERHAVEL
Die DDR bereitet sich im Mai 1990 auf die D-Mark und die Marktwirtschaft vor. Die Verkäuferinnen im Textil-Konsumgeschäft in Birkenwerder nicht. Es ist 17.30 Uhr, eine halbe Stunde vor der Schließzeit, als eine Kundin mit ihrem sechsjährigen Sohn in den Laden will. Doch obwohl drinnen Leute zu sehen sind – die Tür ist verschlossen. Als sie doch geöffnet wird, versperrt die Verkäuferin der Kundin den Weg. Ihre Begründung: Es seien doch noch genügend Leute im Raum. Unmissverständlich wird die potenzielle Kundin aus der halboffenen Tür gedrängt. Ein wütender Leserbrief in der MV erscheint daraufhin.

In Oranienburg rollt die neue Marktwirtschaft unterdessen über die Menschen hinweg: Überall werden Klamotten verkauft, auf freien Grundstücken im Zentrum der Stadt preisen Händler ihre Teppiche an.

Im RFT-Laden an der Oranienburger Straße des Friedens (Bernauer Straße) kündigen Schilder einen Preissturz an. Die Waren sind derzeit bis zu 80 Prozent billiger. Der Schwarzweiß-Fernseher „Debüt“ kostet nur noch 198 Mark. Ob den aber noch jemand haben will, ist unbekannt.

In der Oranienburger Rungestraße klafft ein riesiges und vor allem tiefes Loch im Gehweg, wie die MV am 15. Mai zum ersten Mal berichtet. Tatsächlich tut sich was: Schon am 22. Mai ist die Stelle mit einem Flatterband markiert. Die MV kommentiert dies mit einem wohlwollenden „Hmm!“

Die Oranienburger Politiker streiten sich. Nach der Abwahl von PDS-Bürgermeisterin Hildegard Busse ist sie noch immer kommissarisch im Amt. Die SPD-Fraktion veröffentlicht einen Brief, in der sie von Busse fordert, alle Entscheidungen, die in Zukunft in der Stadt von Bedeutung seien, zu unterlassen. Die Bürgermeisterin ist empört und weist darauf hin, dass sie bis zur nächsten Stadtverordnetenversammlung am 11. Juni weiterhin im Amt sei.

Auf dem Gelände der PGH Fahrzeugtechnik in Oranienburg wird beim Planieren des Parkplatzes eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe entdeckt. In einem Sperrkreis von 1000 Metern müssen die Leute aus ihren Häusern. Volkspolizeirat Horst Reinhardt und Wolfgang Krull entschärfen den Blindgänger.
Am Weißen Strand in Oranienburg-Süd ist das Baden und Schwimmen in der Havel ab sofort verboten. Die Wasserqualität ist zu schlecht. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Badestelle mit dem Ostseesand ein beliebter Treffpunkt.

Velten und Hennigsdorf bekommen Ende Mai 1990 neue Bürgermeister. In Velten ist die Wahl von Michael Reinhart (CDU) eindeutig. Er bekommt 26 von 28 Stimmen. In Hennigsdorf muss am Ende das Los entscheiden. Sowohl Andreas Schulz (SPD) als auch Günter Rennhack (CDU) haben im zweiten und dritten Wahlgang 21 Stimmen bekommen. Das Los fällt auf den 29-jährigen Schulz.
Der Kreis Oranienburg bekommt am 30. Mai 1990 seinen ersten Landrat. Das Rennen macht Karl-Heinz Schröter (SPD) mit 74:1 Stimmen.

aRTikel

Der OB kümmert sich, versprochen!

Samstag, den 29. Mai 2010
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Politik: Jann Jakobs verteilt bei Stadtwanderung Hilfszusagen

MAZ Potsdam, 29.5.2010

Der Oberbürgermeister sah sich verschiedene Wohn- und Sozialprojekte in Babelsberg und dem Zentrum-Ost an.

POTSDAM
Hannelore Döring hat ein Problem. Wenn die Leiterin der Awo-Begegnungsstätte im Zentrum-Ost mit ihren Rentnern in den Bus steigen will und zwei Rollatoren dabei hat, bekommt sie oft Ärger. Gerade am Sterncenter sei es ihr passiert, dass die Busfahrer zwei der Gehhilfen nicht mitnehmen wollten. „Sie sagen, es ist kein Platz mehr für einen Kinderwagen“, erzählt Hannelore Döring. „Das ist mir in dem Fall dann aber egal. Wenn wir nicht schnell genug sind, dann würden sie uns auch ebenfalls nicht mitnehmen“, sagt sie.
Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) hört ihr sehr genau zu. Jakobs ist nach langer Pause mal wieder auf Stadtwanderung, bald sind ja auch Wahlen. Den Freitagmittag nutzt er, um sich im Zentrum-Ost und in Babelsberg Einrichtungen anzusehen, die sich mit dem Thema des Zusammenlebens der Generationen befassen. Um das Busproblem will sich Jakobs kümmern. „Versprochen“, sagt der Oberbürgermeister.

Nächster Stopp: Mühlenstraße. Dort entsteht demnächst ein Familienwohnprojekt mit sechs Stadthäusern und einem Altbau für zwei Familien. „Wir suchen derzeit nach einem Investor, der baut und vermietet“, sagt Stadtkontor-Geschäftsführer Rainer Baatz. Um den Standort aufzuwerten, entsteht direkt nebenan eine Tagespflegeeinrichtung für 15 Kleinkinder. „Mögliche Interessenten sehen, dass wir für den Nachwuchs gleich eine Möglichkeit bieten, am Tage unterzukommen“, so Baatz. Das Haus an der Neuen Straße muss vorher saniert werden.
Die Blicke von Jakobs und den Beigeordneten, die ihn begleiten, richten sich nach rechts. Dort verläuft die Nuthe-Schnellstraße, und die ist laut. Eine Lärmschutzwand könnte Abhilfe verschaffen. Jann Jakobs will sich zu diesem Thema erkundigen, versprochen.

In der Alten-Wohngemeinschaft in der Stephensonstraße treffen die städtischen Politiker auf eine ambulant betreute Wohngruppe mit acht demenzerkrankten Rentnern. Sie wurde von den Angehörigen ins Leben gerufen. „Das ist eine gute Gemeinschaft“, sagt Birgitta Neumann, die Sprecherin der Angehörigen. „Die Bewohner können hier leben, selbst kochen und das Gefühl haben, noch etwas wert zu sein.“ Als Julia von Maydell für ihre Mutter nach einer Unterbringung suchte, schreckten sie die Zimmer mit Krankenbett in den Pflegeheimen ab. „Meine Mutter wollte auch nie ins Pflegeheim“, sagt sie. Jann Jakobs sitzt inmitten der Rentnergruppe und plaudert. „Ich bin beeindruckt“, sagt er.

Das Projekthaus Potsdam in Babelsberg vom Verein zur Förderung alternativer Wohn- und Lebensformen geriet kürzlich wegen Links von seiner Website auf Internetseiten mit Aufrufen zu autonomen Aktionen gegen den Weltklimagipfel ins Visier des Verfassungsschutzes. Das ist jedoch kein Thema, das Jakobs bei seinem Besuch dort anspricht. Koordinator Christian Theuerl erzählt vom Bürger- und Wohnprojekt. Alle Lebensbereiche sollen erfasst werden: Wohnen, Arbeiten, Bilden und Kultur. „Ein Projekt mit experimentellem Charakter“, so Theuerl. „Ein konfliktreicher Prozess.“ Jakobs ist angetan. Er will sich kümmern, zum Beispiel Kontakte für die wirtschaftliche Förderung herstellen. Versprochen! Sozialdezernentin Elona Müller regt an, eine
Sitzung des Jugendhilfeausschusses ins Projekthaus zu verlegen.

Weiter geht’s. Das Thusnelda-von-Saldern-Haus auf dem Gelände des Oberlinhauses ist eine Baustelle. Gerade wird das Linoleum verlegt, doch die lichtdurchfluteten Flure machen schon Eindruck. „Wir wollen keine Klinikatmosphäre“, sagt die künftige Heimleiterin Heike Judacz. Jakobs lobt das Haus als „bedeutsames Investitionsvorhaben“. Die aktuellen Missbrauchsvorwürfe im Oberlinhaus thematisiert Jakobs nicht.

Am Ende bleibt viel Lob und Erstaunen über das, was der Oberbürgermeister an diesem Freitag erlebt hat. Und schon in drei Wochen geht Jann Jakobs auf die nächste städtische Wanderschaft. Auch das ist versprochen!

RTZapper

Der WiXXer

Samstag, den 29. Mai 2010
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FR 28.05.2010 | 20.15 Uhr | ProSieben

Dieser Kalkhofe setzt die Messlatte mit seinem Film sehr hoch. Ist er es doch immer, der in seiner Fernsehsendung andere kritisiert und sich lustig macht. Mit seinem Kinofilm steht Kalkofen nun also selbst in der Kritik.
Der Titel ist ja schon mal provokant – andererseits schien es 2004 für einige total lustig gewesen zu sein, den 59. Scherz über den “Wixxer” an der Kinokasse zu machen.
Ich selbst war vorher äußerst skeptisch – die Vorschau konnte mich nicht allzu sehr überzeugen. So beginnt “Der Wixxer” auch noch recht verhalten. Anke Engelke und Olli Dittrich sächseln sich durch den Handlungsanfang. Ganz nett – aber nicht überragend.
Doch nach und nach bekommt der Film Schwung. Dabei ist es nicht unbedingt nötig, die alten Edgar-Wallace-Filme zu kennen, zumal es auch kleine Anspielungen auf Filme neuerer Zeit gibt. Kalkhöfer hat eine nette kleine Schauspielerriege um sich gescharrt. Sehr lustig in Sachen Mimik und Gestik ist vor allem Bastian Pastewka. Ferner sind Oliver Welke, Wolfgang Völz und Thomas Fritsch mit von der Partie. Außerdem bietet der Film noch mehrere Überraschungsgäste.
Es mag teilweise ein spezieller Humor sein, den der Kalkhoff da bietet – einige Gags zünden dann auch tatsächlich nicht. Eine Falltür haben wir zum Beispiel schon sehr oft gesehen. Doch die Hitler-Karikatur, dargeboten von Christoph-Maria Herbst (”Stromberg”), ist weitestgehend gelungen und als solche ziemlich lustig.
Somit hat der Herr Fernsehkritiker diese Bewährungsprobe bestanden. Danach wussten wenigstens endlich auch alle, wie der Oliver denn nun eigentlich wirklich heißt: Kalkofe nämlich. Niemand wird öfter falsch ausgesprochen oder geschrieben – selbst die Cinema bekam das damals nicht hin…

Die Fortsetzung, “Neues vom WiXXer” kam drei Jahre später ins Kino, über Teil 3, “Triple WiXX”, ist noch nichts entschieden.

RTZapper

EinsWeiter speziell: Eurovision Song Contest

Samstag, den 29. Mai 2010
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FR 28.05.2010 | 20.01 Uhr | einsfestival

Liebe ARD! Ich fand gestern schon die Sendung mit den “schönsten Grand Prix Hits aller Zeiten” ganz schön öde. Und jetzt muss der Schrott gleich noch mal in die Primetime?

Ich habe wohl wieder mal zu viel erwartet: Das einsfestival-Magazin “EinsWeiter” zeigte in einer Sonderausgabe Filme über den Grand Prix. Sabine Heinrich sprach dazwischen mit Gästen. Und neben einem Beitag über Nicole und über Schlagertexter war wohl nicht viel Material da. Denn die letzten 90 Minuten lief die schon am Vortrag für schrecklich befundene Rankingshow.

Gab es denn wirklich nichts anderes für den Themenabend? Vielleicht mal ein paar Ausschnitte älterer Shows?
Wenn einsfestival damit die echten Grand-Prix-Fans bedienen wollte, dann hätte das Team ruhig mal weiter im Archiv kramen können und dafür das Gedöns vom Vortag weglassen können.
Na ja, nächstes Mal dann.

RTelenovela

Volojahre (49): Der Raucher-OB und die Pförtner

Samstag, den 29. Mai 2010
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(48) -> 21.5.2010

Liebe Pförtner! Was mache ich falsch? Bitte sagt es mir! Fünf Monate lang fahre ich nun fast jeden Tag auf das Verlagsgelände. Und immer noch kommt es vor, dass ihr mich und mein Auto nicht kennt. Gestern schon wieder. Ich fahre an die Schranke, und nichts passiert. Stattdessen klickt es in der Lautsprecheranlage, und ich muss dann sagen, was ich eigentlich hier will.
Und dabei hat es doch die Tage davor so gut funktioniert. Monatelang habe ich vorsichtshalber immer meinen Verlagsausweis gezeigt, wenn ich an die Schranke fuhr. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl, dass es nicht mehr nötig ist.
Ich habe mich geirrt. Vielleicht muss ich mal eine Aktion starten und innerhalb eines Tages einfach zehnmal rein und raus fahren.
Vielleicht ist es aber auch nur ein mieses berufliches Omen. Letzteres will ich nicht hoffen.

Ansonsten machte ich inzwischen Bekanntschaft mit Potsdams OB. Und ich weiß jetzt, dass die Rauchersucht des Oberbürgermeisters so manches Festprogramm durcheinander bringen kann. Beim Empfang der Taxi-Genossenschaft in Potsdam wartete der Chef mit seiner Festrede. Die Begründung: Der OB müsse erst zu Ende rauchen. Und der OB ist ein Genussmensch. Die nachfolgenden Festreden verschieben sich um 20 Minuten. Wir danken für ihr Verständnis.