Tagesarchiv für 16. April 2010

aRTikel

Angemerkt: Immer wieder sonntags

Freitag, den 16. April 2010
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RT wundert sich, dass Binz auf Rügen plötzlich in einer Grenzregion liegt

MAZ, 16.4.2010

Das Ostseebad Binz liegt näher an Polen, als wir alle gedacht haben. Nämlich elf Kilometer. Das glauben Sie nicht? In Mecklenburg-Vorpommern sorgten die großen Kirchen und das Oberverwaltungsgericht vergangene Woche dafür, dass der Sonntagsverkauf in den Geschäften der Seebäder verboten wird. Doch die Binzer fanden eine Gesetzeslücke: In Orten, die näher als 15 Kilometer zur polnischen Grenze liegen, dürfen die Läden an vielen Sonntagen für fünf Stunden öffnen. Nun liegt Binz tatsächlich nicht so nah an Polen – dafür jedoch am Hafen von Mukran. Und wohin schippern die Dampfer von dort aus? Nach Danzig. Somit gilt Mukran als Grenzübergang zu Polen. Gut für Binz. Aber selbst in der Kirche gibt es Widerstand gegen die neue Regel. Thomas Vogel, Pastor der schleswig-holsteinischen Kirchengemeinde Timmendorfer Strand, sagte der Evangelischen Zeitung, er habe nur gute Erfahrungen mit der Bäderregelung gemacht. Was das wohl bedeutet? Geht etwa auch der Herr Pastor nach seinem Gottesdienst noch schnell in den Supermarkt um die Ecke?

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RTZapper

60 Jahre ARD – Lange Nacht: Information und journalistische Unterhaltung

Freitag, den 16. April 2010
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DO 16.04.2010 | 23.40 Uhr | Das Erste

Er hat schon wieder Neger gesagt. Und Negerviertel. ARD-Korrespondent Gerd Ruge war da nicht zimperlich. Aber in den 60ern durfte er das im “Weltspiegel” noch sagen.
Mit einem Rückblick auf Information und journalistische Unterhaltung starteten die langen Nächte zum 60. Geburtstag der ARD.

Schon zu DDR-Zeiten habe ich natürlich auch schon die ARD verfolgt. Wir empfingen das Erste und das Dritte Programm von NDR, Radio Bremen und SFB – Nord 3.
Eine meiner ersten Fernseherinnerungen hat tatsächlich mit dem heutigen Rückblickthema zu tun. Es war der 28. Januar 1986. Ich sah die “Tagesschau” um 17.50 Uhr. Dort wurden die Bilder von der Challenger-Rakete gezeigt, die kurz nach dem Start explodierte.
In Erinnerung bleiben auch viele “Brennpunkte” in den Jahren 1989 und 1990, die über die Reignisse in der DDR berichteten. Noch heute habe ich die Livesendung auf VHS, in der am 2. Oktober 1990 über die Feierlichkeiten zur deutschen Einheit informierte. Inklusive der Stunde Null.
Anfang der 90er sorgte das WDR-Magazin “ZAK” für Furore. Anfangs lief es nur auf West 3, was wir damals noch nicht sehen konnten, später wechselte das satirische Politmagazin mit Friedrich Küppersbusch ins Erste. Die “Hurra Deutschland”-Puppen fanden da auch ihren Ursprung. “Hurra Deutschland” mochte ich auch sehr. In dem 15-minütigen Format waren die deutschen Politgrößen als Puppen zu sehen.
Mit Kabarett a la “Scheibenwischer” konnte ich dagegen nie etwas anfangen, das war mir immer zu piefig, und als Jugendlicher will man ja was geboten bekommen.
1990 schluckte die ARD den DFF, zumindest das erste Programm. Die DFF-Ländekette durfte noch bis Ende 1991 weitersenden. Anfang 1992 kamen der ORB und der MDR. 1993 klinkte sich der SFB aus der Nordkette aus und startete mit B1 ein eigenes Drittes Programm.
1991 begann man zudem, das Dritte Programm zu entstauben. Auf N3 startete “DAS! Das Abendstudio”, eine Mischung aus Nachrichten, Regionalem und Boulevard. Anfangs war ich immer dabei.
Auf N3 waren auch immer mal wieder die Freitagstalkshows interessant. Besonders, wenn in der “NDR Talk Show” mal wieder die Fetzen flogen. Zum Beispiel als Karin Struck die Sendung vorzeitig und voller Wut verließ, sich das Mikro vom Leib riss und dabei ihre nterwäsche präsentierte und zu guter Letzt noch ein weinglas durch Studio feuerte. Oder als die Bremer Talkshow “III nach Neun” von Autonomen attackiert wurde, weil Franz Schönhuber von den Republikanern zu Gast war und Schauspielerin Jutta Speidel einen hysterischen Anfall bekam.
Aus N3 ist inzwischen das NDR fernsehen geworden. Regelmäßig schalte ich dort das Medienmagazin “Zapp” ein.
Bei großen Ereignissen war das Erste immer vorne weg: Lady Dianas Tod. Der 11. September 2001. Die Oder- und Elbeflut. Wahlspecials und vieles mehr. Ich halte die “Tagesschau” nach wie vor für die beste Nachrichtensendung.

Dennoch: Die ARD verflacht. Im Hauptabendprogramm verdrängt die Unterhaltung die Information. Politmagazine werden gekürzt, Dokus ins Nachtprogramm verschoben. Anne Will, Beckmann und Maischberger talken sich einen Wolf. Die ARD könnte viel mehr aus ihrer Infokompetenz machen.

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RTZapper

Die große Geburtstagsshow – 60 Jahre ARD

Freitag, den 16. April 2010
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DO 15.04.2010 | 20.30 Uhr | Das Erste

Die ARD wird zwar erst im Juni 60, aber sie feiert jetzt schon. Einerseits pompös mit zwei Abendshows und vier langen Nächten, aber andererseits dann doch recht sparsam.
“Die große Geburtstagsshow” am Donnerstag stand unter keinem guten Stern. Gerade lief noch der “Brennpunkt” zu den vier toten deutschen Soldaten. Der Vulkan in Island bringt den ganzen Flugverkehr in Europa durcheinander. Und die ARD feiert – und kommt drei Stunden (!) ohne Nachrichten aus.

Etwas mehr als zwei Stunden dauerte die erste der zwei Shows. Im Schnelldurchlauf durch 60 Jahre. Tageschau, die besten Pannen, ein paar Statements, ein blödes Spiel (übrigens zum Thema Wetter – mit Sven Plöger und nicht mit dem sicher dort geplanten Gast Jörg Kachelmann, der nicht erwähnt wurde). Tatort, Kinderprogramm, hopphopp, und vielleicht noch einmal Luft holen. Im Rückblick über die Musikshows der ARD kamen nur “Der blaue Bock”, der “Musikantenstadl” und Silbereisens Volksmusikfeste vor. Die gute alte Tante ARD. Da gab es doch sicher noch mehr, oder hat “Formel 1” irgendwie nicht ins schnarchige Geburtstagsshowkonzept gepasst?

Ich hatte mir zu dem runden Geburtstag etwas mehr erhofft. Auf einsfestival oder in den Dritten Programmen beispielsweise hätte doch noch mal eine große Bandbreite gezeigt werden können. Die großen Shows, Dokus, Filme. Festwochen hätten es sein können. Stattdessen gibt es vier lange Nächte, von den es keinen genauen Programmablauf gibt.
Die ARD feiert ihren 60. Geburtstag sehr oberflächlich. Aber vielleicht steht genau das auch für das heutige Programm.

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RTelenovela

Der Top-Blog

Freitag, den 16. April 2010
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Endlich habe ich es geschafft. Ich hatte für einen Tag einen Top-Blog.
Bis auf die Artikel und die Oranienburg-Neuigkeiten, gibt es die RTelenovela, RT Zapper und “RT im Kino” auch als einzelne Blogs auf blog.de. Und RT Zapper hat Anfang der Woche plötzlich einen Besuchersprung erlebt. Da tummelten sich mehr als 1000 Leute am Tag auf der Seite, normalerweise sind es knapp 200. Und plötzlich war dieser Blog die Nummer 2 unter den Top-Blogs der Woche.
Vielleicht haben die Beiträge über Stefan Raabs Sturz und Sonja Zietlows IQ-Test besonders viele Leute angezogen, denn die waren gleichzeitig auch auf dieser Seite sehr gefragt.
Inzwischen haben sich die Besucherzahlen wieder normalisiert.

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