Tagesarchiv für 11. April 2010

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Der große deutsche IQ-Test by RTL II

Sonntag, den 11. April 2010
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SO 11.04.2010 | 20.15 Uhr | RTL II

Mal kurz vom “Promidinner” zu RTL II gezappt. Sonja Zietlow veranstaltete dort den “großen deutschen IQ-Test bei RTL II”. Ähm, nein: “by RTL II”. Und gerade war Kader Loth (berühmt für ihre intellektuell wertvolle Literatursendung “Lotheratur” bei Tier TV) zu sehen, die irgendwie komisch guckte.
Ich übrigens auch. Was, bitte, will Kader Loth bei einem IQ-Test? Wenn etwas nicht messbar ist, kann es auch nicht getestet werden. Andererseits hat ihr das vielleicht ein bisschen Geld gebracht, und Geld brauchen wir ja alle, nicht wahr?
Neben Kader saß übrigens Jürgen Milski, Mallorca-Proll, 9live-Zuschauer-Verarscher und Ex-“Big Brother”-Bewohner, um seinen IQ messen zu lassen. Ihm muss schlicht langweilig gewesen sein, denn, was man so hört, Geld braucht der bestimmt nicht.

Am Ende gewann eine Schweinebäuerin den hochwertigen RTL-II-Test, und den Wert von Kader Loth durfte niemand erfahren. Na ja, sie hatte halt Kopfschmerzen.

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Schlag den Raab: Der Sturz

Sonntag, den 11. April 2010
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SA 10.04.2010 | 20.15 Uhr | ProSieben

Quälende Minuten statt Spaß. Die ProSieben-Show “Schlag den Raab” stand kurz vor dem Abbruch. Minutenlang sahen die Zuschauer nur die Totale eines Fahrradparcours. Und ganz klein, in der linken Bildecke: ein zwischenzeitlich ohnmächtiger Stefan Raab. Ein ratloser Kandidat. Ein nervöser Moderator.
Irgendwann musste es mal passieren, und es war ein Schock: Beim Mountainbikefahren während der Live-Show stürzte Stefan Raab schwer. An einem Hügel knallte er mit dem Gesicht auf den Boden. Ärzte mussten sich um ihn kümmern.
Doch Raab rappelte sich auf, machte jedoch einen verwirrten Eindruck, er hatte einen Schock. Und dennoch: Er wagte sich erneut aufs Rad, wollte unbedingt noch einen Durchgang – und stürzte erneut an derselben Stelle.
Das muss für alle auf dem Kölner Gelände kein Spaß mehr gewesen sein, und auch für die Zuschauer, denen das Herz stockte. Den letzten Durchgang absolvierte Raab noch immer unter Schock und im Schongang.
Danach konnte er sich nicht mehr erinnern, was überhaupt passiert ist. War er hingefallen? War er davor schon mal eine Runde gefahren? Kommt noch eine?
Der Mann hätte eigentlich nicht mehr fahren dürfen, Raab scherte sich nicht um seine noch während der Show diagnostisierten Gehirnerschütterung.
Das Gabelstaplerfahren danach gewann dann Raab wieder, auch das Denkspiel sicherte sich Raab. Ein unglaubliches Stehaufmännchen, das einfach nicht aufgeben will. Scheinbar um jeden Preis. Und fast schien es, er wäre zu weit gegangen. Ein Risiko war das Ganze auf jeden Fall, für alle Beteiligten ein echtes Vabanquespiel. Nicht auzudenken, wäre Raab während seiner neuerlichen Versuche auf dem Rad noch Schlimmeres passiert.

Raab verlor das Spiel, der Kandidat Hans Martin gewann zwei Millionen Euro. Es war mit Abstand Raabs härteste Sendung, und für die Zuschauer zwischenzeitlich ein Drama – und keine Unterhaltung.
Bald heißt das Motto wohl nicht mehr: Schlag den Raab, sondern: Wer schützt den Raab? Nämlich vor sich selbst.

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ZAPPER VOR ORT: Lange Nacht der Opern und Theater

Sonntag, den 11. April 2010
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SA 10.04.2010 | Berlin, Theater des Westens

Eine tolle Idee: Für 15 Euro konnten die Berliner am Sonnabend in diverse Opern- und Theaterhäuser vorbeischauen, um sich Ausschnitte aktueller Theaterstücke, Musicals und Opern anzusehen.
Auch wenn das alles natürlich ein bisschen wie Fast Food wirkt: Schnell rein ins Tehater oder die Oper, ein Stück im schnelldurchlauf, und weiter geht’s ins nächste Haus. Massenabfertigung. Aber warum nicht? Die Berliner bekommen viel fürs Geld, und die Kulturhäuser ordentlich Werbung.

Im “Theater des Westens” an der Kantstraße zeigte das Ensemble von “Der Schuh des Manitu” die Höhepunkte aus dem seit vielen Monaten laufenden Musical. Und doch war alles anders: Im Saal war Laufkundschaft zu Gast. Die Musikfans hatten alle ihre jacken auf dem Schoß oder noch an, während sie etwa 20 Minuten lang einen Einblick in die Show bekamen. Das Saallicht ging wieder an, und die Menschen spurteten zur nächsten Location.

Aber das Theater hatte noch mehr zu bieten. Im Herbst startet das Queen-Musical “We Will Rock You”. Erste songs präsentierte des Team schon zur langen Theaternacht. Auch wenn die etwas karg ausfielen: komplett ohne Kulissen und nur Songs ohne die dazu gehörige Story. Nicht ganz so überzeugend. Andererseits: Das Publikum musste gar nicht überzeugt werden, es war begeistert, es machte mit, klatschte mit, johlte mit, tanzte mit. Die Berliner sind tatsächlich stark begeisterungsfähig, und das ist sehr schön mit anzusehen. Das Theater war knalleproppevoll, und alle – Publikum und Ensemble – sehr glücklich.
Das Theater hatte eine Top-PR, in dem sie schon auf die Show hinwies und die Zuschauer einen schönen Abend.

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