Tagesarchiv für 29. März 2010

aRTikel

Fast hätten die Fans den Auftritt verpasst

Montag, den 29. März 2010
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Musik: Die Band Jazzica Nabis aus Birkenwerder gewann beim Schooljam-Bundesfinale einen Sonderpreis

MAZ Oranienburg, 29.3.2010

BIRKENWERDER
Mit einem Sonderpreis im Gepäck reisten die Jungs von der Band Jazzica Nabis aus Birkenwerder in der Nacht zum Sonnabend zurück nach Hause. In einem Kölner Musikstudio bekommen sie demnächst kostenlose Aufnahmen. „Erst waren wir ein bisschen enttäuscht“, sagte gestern Bassist Robert Fiedler der MAZ. „Wir hätten liebend gern gewonnen. Aber letztlich sind wir zufrieden und auch stolz über den Preis.“

Jazzica Nabis war eine von acht Bands aus ganz Deutschland, die am Freitagabend beim Bundesfinale des Schooljam-Bandwettbewerbes auf der Musikmesse in Frankfurt/Main aufgetreten sind. „Etwa 500 Leute standen vor der Bühne“, erzählt Robert Fiedler. „Wir waren ziemlich konzentriert und wollten unser Bestes geben.“ Leider sei der Auftritt viel zu kurz gewesen. Nur zwei Lieder durfte jede Band präsentieren. „Toll war, dass wir unsere Fans im Rücken hatten, die haben uns echt aufgebaut“, so der 19-jährige Bassist weiter. Fast hätten die 40 mitgereisten Anhänger den Auftritt verpasst. Der bestellte Bus war nicht da, die Bandmitglieder hatten ihnen schon abgesagt, als es am Ende doch noch einen Ausweg gab: Die Jazzica-Nabis-Fans konnten mit dem ICE nach Frankfurt/Main reisen, sodass sie schließlich doch noch auf der Musikmesse dabei sein konnten.

Die Sieger des Abends, Mustard Tubes, kommen aus dem bayerischen Traunstein. „Spielerisch sind die sehr gut“, so Robert Fiedler, „aber auch ziemlich unauffällig.“ Die Jury auf der Musikmesse lobte Jazzica Nabis für ihre anspruchsvollen Lieder und die Choreografie. Mit dem Schooljam-Sonderpreis im Gepäck reisen die Jungs am 23. April ins „SO 36“ nach Berlin zum Halbfinale des Emergenza-Wettbewerbes.

www.myspace.com/jazzicanabis

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RTZapper

Formel 1: Großer Preis von Australien

Montag, den 29. März 2010
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SO 28.03.2010 | 14.00 Uhr | RTL

Ob die RTL-Leute ihrem Formel-1-Experten Niki Lauda eigentlich sagen, welche Sendung er denn gerade moderieren soll?
Am Sonntagnachmittag zeigte RTL noch einmal den Australien-Grand-Prix in der Formel 1. Das Live-Rennen begann bereits um 8 Uhr.
Nun standen also Florian König und Niki Lauda im dunklen Melbourne, und Niki war verwirrt. Wieso sprach dieser Florian König von einer Rennwiederholung? Wieso sollte das Rennen wiederholt werden, wozu der Aufwand, und wer will das sehen?
König musste seinen Kollegen vor laufender Kamera erst mal drüber informieren, dass RTL schlicht das Rennen von vorhin noch mal zeigt.
Nun verstand auch Lauda und meinte, dass er ja dann besser nicht verraten dürfe, wer denn gewonnen hat.

Das war knapp. Sonst hätte der Niki wohl schon alles ausgeplaudert, und die Spannung für die Langschläfer wäre dahin gewesen.
Niki, vielleicht fragst du nächstes Mal nach, was du denn gerade vor der Kamera machen sollst.

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RT im Kino

Schwerkraft

Montag, den 29. März 2010

Das Leben von Frederik Feinermann (Fabian Hinrichs) ist völlig im Eimer. Und das, obwohl er einen guten Job hat. Er ist Bankangestellter. Aber sonst? Nichts.
Seit Jahren stalkt er einer Frau hinterher, die er liebt. Aber er ist allein. Hobbys? Keine. Nur Sport, aber das macht er eben, er hat ja sonst nichts zu tun. Seinem Leben scheint es an allem zu fehlen.
Und dann noch das: Ein Kunde erschießt sich vor seinen Augen. Frederik kündigte ihm seinen Kredit.
Für Frederik die Wende – zum weiteren Abstieg. Nachdem ihm sein Chef geraten hatte, nach dem Schock so weiter zu machen, wie bisher, bricht er bei ihm ein. Das geht jedoch zunächst schief, so dass er sich Hilfe holen muss: von Vince (Jürgen Vogel), einem alten Freund und Verbrecher. Gemeinsam beginnen sie, einen Bruch nach dem nächsten zu planen.

In seinem Kinodebüt “Schwerkraft” erzählt Maximilian Erlenwein die Geschichte zweier Loser. Die suhlen sich dermaßen in ihrem Elend, graben sich immer tiefer darin ein, dass einem schlecht werden könnte. Ständig schwebt über den Männern das Fallbeil, das ihr Ende bedeuten könnte – den Weg in den Knast.
Aber Frederik scheint nur durch seine Taten zu sich selbst finden zu können. Was immer sein “sich selbst” sein könnte.
So ist der Zuschauer also knappe 100 Minuten lang dabei, wie sich zwei Unsympathen durch den Film schleppen. Das ist durchaus gut gespielt – Fabian Hinrichs hat diesen irren Blick – bleibt aber irgendwie im Dunkeln. Stattdessen wünscht man sich, allen Beteiligten entgehen zu können. Den Leuten in der Bank, die alle einen Knacks haben. Den Einbrechern, deren Frauen – allesamt irgendwie gescheiterte Existenzen.
Ein anstregender Film, der in keiner Weise befriedigt.

5/10

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RTZapper

Sportschau live – Boxen: Arthur Abraham – Andre Dirrel

Montag, den 29. März 2010
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SA 27.03.2010 | 3.20 Uhr (So.) | Das Erste

Prügelei statt Kinderprogramm: Einige ganz junge und verdammt früh wache Kinder werden sich am Sonntagmorgen die Augen gerieben haben. Denn ihr gewohntes Frühprogramm sah ganz anders aus als sonst – es beginnt sonntags normalerweise um 5.30 Uhr.
Stattdessen schlugen zwei Männer aufeinander ein. Arthur Abraham boxte gegen Andre Dirrel. Das Erste übertrug in einer kurzfristigen Programmänderung live aus Detroit.

Am Ende, gegen 5.50 Uhr, dann der Showdown. Dirrel ging zu Boden, Abraham boxte nach. Dirrel ging K.O. Theatralisch ließ sich Dirrel zu Boden fallen, im Ring hätte daraufhin sein kompletter Anhang eine Massenschlägerei begonnen.
Mal abgesehen davon, dass das schon für Boxverhältnisse ein unangenehmer, unschöner Moment war – das eine oder andere Kind hat vielleicht für die Zukunft auch noch ein paar Kampftechniken lernen können.
Aber für die hatte Das Erste nach dem Kampf ja auch wieder das Richtige: “Willis Quiz Quark Club”: für die Kinder, die sich noch von der Prügelei davor erholen wollten eine nette Abwechslung.

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