Tagesarchiv für 22. März 2010

RTZapper

KI.KA LIVE extra: dasbloghaus.tv

Montag, den 22. März 2010
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MO 22.03.2010 | 20.50 Uhr | KI.KA

Jung, cool, crazy! Das ist der KI.KA! Und jung, cool, crazy bedeutet: starre Bilder sind völlig out. Stattdessen muss der Kameramann während einer Studiomoderation ständig herumruckeln und vor- und zurückzoomen. Das sieht zwar völlig bescheuert aus, finden aber angeblich ein paar Jugendliche total angesagt.
Oder so. Vielleicht war es aber auch völlig anders.

Aus Anlass der neuen Serie “dasbloghaus.tv” sendete der KI.KA am Montagabend ein “KI.KA LIVE extra”. Vielleicht hat das Team von der Existenz dieser Show erst Sekunden vorher erfahren, so dass kein Kameramann mehr verfügbar war und ein Praktikant rangestellt wurde.
Sinn machen diese merkwürdigen Bewegungen jedenfalls nicht. Ruckelige Zooms sind nicht jugendlich-hip, sondern beknackt. Ebenso ruckelige Schwenks.
Oder sind die abendlichen KI.KA so nervöse Wracks, dass sie ruhige Kameraeinstellungen nicht mehr ertragen können?

Vielleicht bin ich aber einfach auch nur zu alt für Jugendfernsehen vom KI.KA.

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RTelenovela

Von der Nachspeise, die eine Vorspeise war – oder so

Montag, den 22. März 2010
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Manchmal hat man einfach Pech, wenn in einem Lokal alles schief geht, und ich hatte in diesem speziellen Fall sowieso keinen Einfluss darauf, in welches Lokal wir gehen.
Treffpunkt in einer Cocktailbar-Kneipe (so genau wissen die das wohl selber nicht) in der Kastanienallee in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Bewertungen im Internet waren schon alarmierend: Einige Besucher moserten über schlechten Service.

Erster Akt: Alles beginnt ganz harmlos. Wir blättern uns durch die Speisekarte. In meiner konnte ich leider nicht alles lesen, weil sie schon total verschmiert und verklebt war. Kann ja mal passieren.
Wir bestellten bei einer jungen Frau, die gleich mal anmerkte, dass das ihr erster Tag sei. Als wir sie wegen einer Speise etwas fragten, wusste sie nicht Bescheid und musste erst mal nachfragen. Nun ja. Immerhin.
Wir bestellten dann bei ihr die Vorspeise. Ich wollte eine Maissuppe. Beim Rest hatten wir uns noch nicht entschieden.
Die Getränke kamen dann auch recht zügig.
Eine zweite Dame, schon älter und wohl die Chefin, nahm dann die Hauptspeisen auf. Ich bestellte einen Burger mit Pommes. Nicht sehr einfallsreich, ich weiß.

Zweiter Akt: Die Hauptspeisenfrau erschien vor uns – mit den Hauptspeisen. Unsere berechtigte Frage: Und was ist mit den Vorspeisen? Die Antwort der Hauptspeisenfrau: Welche Vorspeisen?
Dann begann das große Speisenlotto. Die Frage war: Wollen wir unsere Hauptspeisen trotzdem schon jetzt haben? Die Vorspeisen dann danach? Die anderen wollten. Ich nicht. Maissuppe zum Nachtisch ist doof.
So begannen die anderen, ihre Hauptmahlzeit zu essen. Ich musste nun also auf meine Suppe warten. Und der Burger ging zurück und wartete auf mich.
Unterdessen kam die Vorspeisenfrau, um uns mitzuteilen, dass sie vergessen hätte, die Vorspeisen auch an die Küche weiterzugeben.
Worauf danach gleich die Hauptspeisenfrau erschien, um uns mitzuteilen, dass die Vorspeisenfrau den ersten Tag da sei und sie ja nie wieder Leute einarbeiten würde. Gut zu wissen. Gutes Klima.
Irgendwann kam dann auch meine Maissuppe.

Dritter Akt: Mein Burger kam. Und er war kalt. Nur die Pommes waren heiß. Aber was soll ich mit einem kalten Burger?
Das sind so die Momente, wo man eigentlich aufstehen und denen das ganze Zeug um die Ohren hauen will. Der Burger ging zurück. Und Entschuldigung und so. Die Vorspeisenfrau war untröstlich, obwohl sie doch nun nichts dafür konnte, dass der Koch (oder wer auch immer) meinen Kram einfach irgendwo auf der Warteposition geparkt hatte.
Später kam dann ein frischer, warmer Burger.

Vierter Akt. Wir mussten bis Mitternacht warten, dann feierte unser einladender Freund seinen Geburtstag. Und wurden wir bisher umsorgt, ständig fragten Vor- und Hauptspeisenfrau, ob wir alles hätten, passierte nun – nichts. Kein Kellner, der sich um uns kümmerte. Kein Zeichen nahmen sie wahr. Wir blieben auf dem Trockenen. Auch um Mitternacht.
Geschenke auspacken und relativ zügiger Abgang.

Lange nicht mehr so mies in einer Kneipe bedient worden.

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