Tagesarchiv für 16. März 2010

ORA aktuell

Oranienburg bekommt Logistikzentrum

Dienstag, den 16. März 2010
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Die Chinatown auf dem ehemaligen Oranienburger Flugplatzgelände ist Geschichte. Nun will ein bundesweit agierender Handelskonzern an der Stelle ein Logistikzentrum errichten. Im Großlager sollen bis zu 400 Leute arbeiten, erklärte Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD).
Bereits jetzt ist die Streckenführung der neuen Straße für das Gewerbegebiet zu sehen, die am Kreisverkehr an der Birkenallee beginnt.

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RTZapper

ProSieben-Videopremiere: Lena Meyer-Landrut – Satellite

Dienstag, den 16. März 2010
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DI 16.03.2010 | 20.13 Uhr | ProSieben

Lena, überall Lena! Wer kurz vor der Primetime zu ProSieben gezappt hat, konnte den Videoclip zu “Satellite” von unserer Songconest-Hoffnung Lena Meyer-Landrut sehen.
Und wer weiterzappte, zu Sat.1, auch. Und auf kabeleins auch. Und bei N24 auch.

Bei ProSieben nannte sich das Ganze mal wieder “Videopremiere”. Und wieder hat ProSieben dabei ein bisschen geflunkert. Denn die wirkliche Videopremiere fand bereits gut 20 Minuten vorher im Ersten statt. Kurz vor der “Tagesschau” lief dort der Clip in voller Länge. In wirklicher voller Länge, ganz im Gegensatz zur, hüstel, ProSieben-Videopremiere. Ein Hoch auf die ARD, die den Clip zudem nicht mit einer fetten Dauereinblendung zudonnerte.

Davon mal abgesehen: Besonders einfallsreich ist Lenas Clip nicht. Zu sehen ist: Lena. Und Lena. Und Lena. Und dann noch Lena. Aus zig Blickwinkeln in einem kleinen Studio. Auch wenn der Film in nur einer Nacht, direkt nach der Show am Freitag, entstand: Ein bisschen mehr Abwechslung hätte ruhig sein können. Lena hätte ja schließlich nicht in jeder Einstellung zu sehen sein müssen…

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RTZapper

Die Grenze – Gefahr für unser Land

Dienstag, den 16. März 2010
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MO 15.03.2010 | 22.15 Uhr | Sat.1

Oft ist die Realität sehr viel bedrückender als irgendeine schwarzmalerische Fiktion. Bei Sat.1 wurde das am Montagabend mal wieder sehr deutlich.
Im Anschluss an den 1. Teil des Zweiteilers “Die Grenze”, in dem sich in Mecklenburg-Vorprogramm linke und rechte Extreme bekämpfen, zeigte der Privatsender noch die Dokumentation “Gefahr für unser Land” über Rechtsextremismus in Deutschland. Eine ungewöhnliche Sendung, die so niemand auf Sat.1 erwartet.

Eine These: Die wirklich gefährlichen Rechten sind die, die sich nicht offen zeigen. Das sind die, die sich gegen Gewalt aussprechen, die auf Familie und liebe Freunde machen. Die, die Feste organisieren, sich in Elternvereinen engagieren. Die, die unterschwellig ihren rechten Dreck unters Volk bringen, ihre Ideologie, ihre Gleichschaltungsvorstellungen.
Ob die NPD nun verboten wird oder nicht – das Problem der rechten Gesinnung wäre damit noch lange nicht gelöst.

Schade, dass nur etwas mehr als zwei Millionen Leute zugesehen haben.

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ORA aktuell

Schulwahl: LHG vor Torhorst und Runge

Dienstag, den 16. März 2010
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Das Louise-Henriette-Gymnasium ist 2010 die nachgefragte Sekundarschule in Oranienburg. Das Staatliche Schulamt in Perleberg legte die Anmeldezahlen der Erstwünsche von Eltern der heutigen Sechstklässler vor.
Danach gibt es für das LHG in diesem Jahr 124 Bewerbungen. Im Jahr 2009 waren es 109. Dahinter folgen die Torhorst-Gesamtschule mit 117 (123 in 2008) und das Runge-Gymnasium mit 104 (126).

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RTelenovela

Volojahre (45): Provinzkultur

Dienstag, den 16. März 2010
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(44) -> 15.3.2010

Das war fast wie ein Klassentreffen. Mit meinen Neuruppiner Kollegen in der Kantine. Gestern. Heute. Morgen. Alles haben wir besprochen.
Noch immer fahre ich mit Wehmut in die Fontanestadt, auch wenn auch dort die Zahl der Schlaglöcher größer geworden ist und die Baustelle vor der Tür unserer dortigen Büros noch immer nicht beseitigt.

Aber eigentlich war ich in der Region unterwegs, um etwas über Provinzkultur zu erfahren. Das Wort mag abschätzig klingen, ist es aber nicht. Denn auch weit ab größerer Städte gibt es kulturell einiges zu entdecken.
In Kremmen zum Beispiel. In der “Tiefsten Provinz” im Scheunenviertel sind hin und wieder Konzerte, es gibt Kabarettprogramme, Lesungen und vieles mehr. Und einen Betreiber, der sich drum kümmert und sich aufopfert.
Ein echt toller Ort ist auch die Klosterscheune in Zehdenick. Der dortige Galierist brennt für seine Aufgabe, Kultur in die Kleinstadt zu holen. So stellen Künstler dort ihre Bilder aus. Bands spielen, Autoren lesen. Musiker loben den Ort für seine einzigartige Akustik. Und dafür, wie man sich dort um sie kümmert. Die meisten kommen gern wieder.

Zuletzt führte mich die Suche nach Kultur nach Köpernitz in der Nähe von Rheinsberg. Im dortigen Gutshaus kümmert sich ein Verein ehrenamtlich darum, dass in dem Dorf etwas los ist. Die Besucher erfahren etwas über die Geschichte der Region – immer in Form eines Vortrages und eines Speisemenüs. Und das für einen erstaunlich kleinen Preis. Und auch dort: Konzerte, Lesungen, Austellungen, Symposien. Die Vereinsmitglieder machen alles weitgehend selbst. Das Dach decken, sich um die Finazen kümmern.
Und alle müssen mit wenigen Geldern auskommen, bekommen entweder kein oder nur wenig Geld von den Kommunen.
Die Beispiele zeigen aber dennoch, dass es funktionieren kann – mit viel Herzblut und Engagement.
Mehr dazu demnächst im Wochenmagazin “Die Märkische”.

Auf Anraten von Freunden fuhr ich von Köpernitz aus noch nach Heinrichsfelde. Es tand zur Debatte, ob sie da hin ziehen wollen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sonst jemals dorthin gefahren wäre. Eine schmale Straße durch den Wald führt in den Dörfchen. Im Ort selbst ist die unbefestigte Straße aufweicht und matschig. Fast wäre ich steckengeblieben. Ein großer Schäferhund springt über den Zaun und rennt mir fast ins Auto. Er begleitet mich bellend durchs Dorf mit seinen paar Häuschen.
Ich würde dort nie wohnen wollen. Der Ort liegt fernab der Zivilisation. Selbst nach Rheinsberg ist es ein Stückchen, Neuruppin ist schon weiter weg, Berlin sowieso. Und rund um Heinrichsfelde ist – nichts. Gar nichts. Das würde mich depressiv machen.

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