Tagesarchiv für 23. Februar 2010

RTelenovela

Zahnarzt (25)

Dienstag, den 23. Februar 2010
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(24) -> 31.1.2010

Während wir alle gemeinsam in der Zahnarztpraxis darauf warteten, dass die Betäubung wirkt, brachten wir heute die wirklich harten Themen zur Sprache. Meine Weisheitszähne. Denn so, wie es aussieht, sind die in diesem jahr noch fällig. Mindestens einer ist demnächst reif für die sanfte Entnahme. Oder so.
Um mich seelisch schon mal drauf vorzubereiten (und mich selbst fertig zu machen), wollte ich wissen, wie das so abläuft.
Zuerst kommt das Röntgenbild, das ich bei einem Orthopäden machen lassen muss, dann entscheiden wir, was wie zu tun ist. Die OP nimmt jedoch nicht meine Zahnärtzin vor, das passiert woanders. Und die Betäubung? Nun ja. Eine Narkose muss man selbst bezahlen, sie kostet 400 Euro. Meine Zahnärztin sagt, sie sei auch nicht zu empfehlen. Jedoch gebe es eine Beruhigungstablette, die da auch gute Arbeit leisten würde.
Im Sommer sei so eine OP ungünstig, wegen der Hitze.
Der Herbst 2010 könnte also spannend werden. Ich würde gern drauf verzichten.

Und heute? Nun ja, noch ein Löchlein, noch mal bohren. Noch mal stopfen. Auf Wiedersehen Ende August.

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aRTikel

1990 – Jahr der Einheit: Der „Deli“ ist dicht

Dienstag, den 23. Februar 2010
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Januar 1990 -> 22.1.2010

Rückblick: Im Februar 1990 landet die Ware aus den Spezialgeschäften in den Kaufhallen / Grenzöffnung in Hohen Neuendorf

MAZ Oranienburg, 23.2.2010

Was passierte im Jahr der Einheit im Altkreis Oranienburg – und was stand in der Märkischen Volksstimme (MV)? Wir blättern zurück. Diesmal der Februar 1990.

OBERHAVEL
Nach und nach kommen die Missstände der DDR-Politik zum Vorschein. In Birkenwerder wird das Gebäude des Filmtheaters überprüft. Bitteres Ergebnis: Es muss sofort geschlossen werden. Bis heute hat Birkenwerder kein Kino. Einen schockierenden Eindruck haben auch Gäste der medizischen Fürsorge in der Oranienburger Leninallee, der heutigen Berliner Straße. Am schlimmsten ist die völlig durchnässte und verschimmelte Wand in den Toilettenräumen.

Im Oranienburger Schloss beginnt am 4. Februar der Truppenabzug. Am späten Abend verlassen 65 Schützenpanzer aus dem Grenzausbildungsregiment das Gelände. Ziel ist Neubrandenburg, dort werden die Fahrzeuge verschrottet.

Am selben Tag findet im Gesellschaftshaus Oranienburg der erste Parteitag der Kreis-SPD statt. Der Verband hat bereits 300 Mitglieder. Als ersten Vorsitzenden wählen die Delegierten den Hohen Neuendorfer Karl-Heinz Schröter. Der Demokratische Aufbruch (DA) und die Deutsche Soziale Union (DSU) gründen ebenfalls Kreisverbände. Chef der Oranienburger DSU wird der Schlosser Frank Bommert aus Sommerfeld.

Die Kreisstadt hat erfolgreiche Handballer: Die Jungs der Altersklasse 15/16 von Elmo Oranienburg I sind bereits Anfang Februar Kreismeister – und das mit überragenden 30:0 Punkten und einem sensationellen Torverhältnis von 218:78. Vizemeister wird Traktor Luisenhof.

In Oranienburg ist der „Deli“ dicht. Gemeint ist der Delikat-Laden in der Kaufhalle an der Albert-Buchmann-Straße, in dem es die etwas bessere Ware zu kaufen gab. Nach einem Ministerratsbeschluss müssen alle Güter aus dem Delikat-Sortiment in den normalen Kaufhallenbereich. Der Deli-Tee ist nun also neben dem normalen Tee zu finden.

In Hennigsdorf tut sich was: Der denkmalgeschützte Rathenau-Brunnen soll endlich saniert werden. Damit wird ein lang gehegter Wunsch der Einwohner erfüllt. In der Sachsenhausener Straße in Oranienburg beginnt der Abriss mehrerer alter, unbewohnter Gemäuer. Die Lücke unweit der großen Kreuzung klafft mehrere Jahre lang.

120000 Menschen kommen am 17. Februar nach Hohen Neuendorf. An der alten B 96 in Richtung Frohnau fällt die Mauer. Das wird mit einem großen Volksfest gefeiert. Der Weg nach West-Berlin führt nun auf der alten Trasse entlang – vorbei am Sendemast, der seit mehr als zehn Jahren an vielen Stellen des Kreises Oranienburg gut sichtbar ist. 2009 erst hat der Funkturm ausgedient.

Oranienburgs Bürgermeisterin Hildegard Busse (PDS) reist Mitte Februar 1990 mit einer Delegation ins westfälische Hamm und trägt sich dort ins Goldene Buch der Stadt ein. Hamms Bürgermeisterin bezeichnet den Besuch als großen Tag in der Geschichte ihrer Stadt.

Der Monat endet ungemütlich. Am 26. Februar weht ein kräftiger Sturm über dem Kreis. In Sachsenhausen deckt der Wind ein komplettes Dach ab. Auch das Nachbarhaus bekommt etwas ab. Schäden melden auch Kremmen und Beetz. Die Feuerwehr ist an diesem Tag 97-mal im Einsatz.

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RTZapper

Lollipop: Fady Maalouf

Dienstag, den 23. Februar 2010
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MO 22.02.2010 | 19.10 Uhr | Antenne Brandenburg

Im Sog von “Deutschland sucht den Superstar” bringen auch einige Teilnehmer früherer Staffeln ihre Alben raus. Wenn nicht jetzt, wann dann? Ansonsten würde sich wohl niemand mehr an sie erinnern.

Dominik Büchele kam mit seinem James-Blunt-Gesinge im vergangenen Jahr ganz gut an. Dennoch schied er als Viertplatzierter aus. Nun kist man aber als Vierter kein Superstar. Als Vierter erinnert sich kaum noch jemand an ihn. Egal, wie gut oder wie schlecht derjenige war. Bücheles aktuelle Single schaffte es gerade so in die Top 30.

Bei Antenne Brandenburg war am Montagabend Fady Maalouf zu Gast. Er wurde 2008 Zweiter, hinter Thomas Godoj. Maaloufs erstes Album schaffte es immerhin auf Platz 2. Und so schleimte der Moderator, dass das im März erscheinende zweite Album dann ja sicher auf Platz 1 landen würde.
Wird es nicht. Da müsste schon ein Wunder passieren. Und das nicht nur, weil er zu den vergessenen DSDS-Teilnehmern gehört, sondern auch, weil seine Musik unauffällig und ziemlich langweilig ist. Sie fällt im Einheitsbrei kaum auf. Ob Maaloufs Single nach dem heutigen Tag noch mal bei Antenne Brandenburg zu hören sein wird?

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RTelenovela

Ein Frühlingsgefühl

Dienstag, den 23. Februar 2010
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Es passierte am Montagmittag in Potsdam. Ich lief gerade raus auf den Hof unseres Firmengeländes, zur Kantine. Und da spürte ich ihn: den Frühling. Die Sonne schien, ließ den Schnee langsam wegschmilzen und ein wenig Wärme in mein Gesicht scheinen. Und ein vogel zwitscherte.
So muss sich der Frühling anfühlen. So langsam freue ich mich dann doch drauf.

Und das, obwohl ich bald wieder in den Winter fliege. In die Schweiz nämlich. Auf den Alpen soll noch massig Schnee liegen, die Temperaturen allerdings liegen dort auch schon über Null. in Chur gern auch mal um die 10 Grad.
Und das der Streik an den Flughäfen auch zu Ende ist, sollte meiner Reise nichts mehr im Wege stehen.
Und wenn ich wieder da bin, kann der Frühling so richtig kommen.

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RT im Kino

Up In The Air

Dienstag, den 23. Februar 2010

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Wenn Ryan Bingham (George Clooney) diesen Song kennen würde – es wäre wahrscheinlich sein Lebensmotto. Denn Ryan ist die meiste Zeit des Jahres unterwegs. In Flugzeugen, in Hotelzimmern, in Firmen überall in den USA. Bald hat er sein großes Ziel erreicht: Wenn er zehn Millionen Flugmeilen gesammelt hat, dann bekommt er alle Flugprivilegien.
Ryan jettet durch das ganze Land, um Leute zu feuern. Firmen engagieren ihn, damit er den Geschassten sagt, dass sie ihren Job los sind.
Alles droht sich zu ändern, als Ryan eine Kollegin an die Seite gestellt wird. Sie will, dass die Leute nur noch per Webcam gefeuert werden. Ganz ohne Reisen. Ganz ohne Flugmeilen.

Jason Reitman hat mit “Up In the Air” einen doch recht vielschichtigen Film gedreht. Er erzählt von einer kühlen, modernen Gesellschaft. Von dem schockierenden Moment, in dem jemand erfährt, dass seine wirtschaftliche Existenz bedroht ist. Und davon, wie kühl und hart das Geschäft des Feuerns ist. Und überhaupt die Firmenpolitik.
Andererseits lernen wir Ryan kennen, der von sich sagt, er brauche keine Beziehungen. Er hat auch keine. Weder zu einer Frau, noch zu seiner Familie. Wann auch? Doch auch Ryan lernt dazu, macht neue Erfahrungen, die sein Herz erweichen, die ihn anders über sein Leben denken lassen.

Das wirklich Interessante an dem Film ist, dass er uns nichts vorgaukelt. Keine heile Welt wird dem Zuschauer präsentiert, zumindest bei der wirtschaftlichen Seite, auch bei der privaten. Reitman zeigt sie so, wie sie ist. Und beschönigt nicht. Er erzählt von einer Sehnsucht, die sich nicht immer erfüllt. Manchmal auch nicht erfüllen kann.
Das ist beruhigend. Das ist niederschmetternd. Aber so ist es.

8/10

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